PPP-Wochenende
Posted by Julia Hufnagl On 5. Mai 2015
Am vergangenen Wochenende habe ich so viele PPP-Teilnehmer getroffen
wie schon lange nicht mehr. Ich startete meinen Roadtrip zusammen mit Insa (Teilnehmerin des PPP, die eine halbe Stunde nördlich in Bellingham platziert ist), ihrem Freund aus Deutschland und Bene am Freitagmorgen. Unser Ziel war Portland – wir wollten jedoch nicht den schnellen Weg über die Autobahn nehmen, sondern den schöneren (aber auch längeren) Highway 101 an der Küste entlang fahren. Stopps machten wir in Long Beach, Astoria (die erste Siedlung der Europäer an der Westküste) und am Cannon Beach. Der Weg führte uns außerdem über die Astoria Bridge, die mehr als 6 Kilometer lang ist. Sie geht über den Columbia River, der auch die Grenze zwischen Washington und Oregon bildet. Zum Glück spielte das Wetter das ganze Wochenende lang mit – so konnten wir die vielen schönen Strände erst recht genießen! Um ungefähr acht Uhr abends kamen wir dann in Portland an, wo wir den Abend auf der Terrasse von Anneke’s Gastfamilie mit Anneke, Philipp und Korbi (drei Teilnehmer des PPP, die in Portland platziert sind) ausklingen ließen. Philipps Gastmutter ließ Bene und mich freundlicherweise bei ihnen übernachten, so konnten wir uns das Hotel schon einmal sparen!
Den nächsten Tag begannen Philipp, Bene, Insa, Marcel und ich auf dem Saturday Market in Portland. Der Markt findet jedes Wochenende im Freien statt und wirkt ziemlich europäisch – kein Wunder also, dass es mir dort sehr gut gefallen hat! Der Willamette River bietet außerdem eine wunderschöne Kulisse. Ebenfalls an dem Fluss fand ein Fest zum Cinco de Mayo (spanisch für “fünfter Mai”) statt. An diesem Tag wird dem Sieg der mexikanischen Armee über die Franzosen am 05.05.1862 gedacht. Anscheinend hat der Feiertag in Mexiko gar keine so große Bedeutung, hier in den USA gibt es aber mehrere Feierlichkeiten dazu.
Später besuchten wir den Japanese Garden im Washinton Park, wo wir auch Erin und Josh trafen. Die beiden sind ehemalige Teilnehmer am PPP (waren aber mit dem Programm für ein Jahr in Deutschland) und hatten Bene und mich im August bereits für eine Woche aufgenommen und uns Portland und seine Umgebung gezeigt. Dank des tollen Wetters sahen wir in dem Garten nicht nur viele japanische Pflanzen sondern hatten auch einen wunderschönen Blick auf Mount Hood. Wenn Ihr mich fragt, sieht es total unwirklich aus, wie die weiße Spitze in der Ferne aufragt! Der aktive Vulkan ist übrigens der höchste Berg Oregons.
Den restlichen Tag verbrachten wir Downtown zusammen mit Bianca (PPP-Teilnehmerin in der Portland-Gegend) und später kam auch Anneke wieder dazu. Die Nacht verbrachten Bene und ich bei Erin und Josh zu Hause und wurden wie gewohnt mit einem super leckeren Frühstück am Sonntagmorgen verabschiedet. Nach Hause ging es aber nicht direkt, sondern über einen Ort namens St. Helens in Oregon, in dem viele Szenen der Twilight-Filme gedreht wurden. Die Geschichte spielt zwar in Forks, aber Kulisse war vor allem die Portland-Gegend. Das Haus der Cullens und die Multnomah Falls, die im ersten Film zu sehen sind und in deren Umgebung viele der Wald-Szenen gedreht wurden, habe ich ja bereits im August letzten Jahres besucht. In St. Helens bekam ich nun noch Bella’s Haus und den Parkplatz, auf dem Bella von Edward gerettet wird, zu sehen.
In dem Ort soll sich außerdem noch der Laden befinden, bei dem Bella’s Freundinnen ihre Abschlussballkleider kaufen, der Bücherladen, in dem Bella sich Informationen über Vampire holt und das italienische Restaurant, in dem Bella und Edward ihr erstes Date haben. Wir hatten aber bereits genug, die Filmlocations abzuklappern, die im Film sowieso ganz anders aussehen als in der Wirklichkeit. Den Parkplatz hätte ich ehrlich gesagt nicht einmal erkannt, hätte ich nicht vorher gewusst, dass dort gedreht wurde. Stattdessen trafen wir uns auf dem Nachhauseweg noch mit Johannes in Seattle, der eigentlich in Wisconsin wohnt aber im Moment beruflich in Washington ist. Auf dem Weg hatten wir wieder super Wetter und einen tollen Blick auf Mount Rainier, Mount St. Helens und Mount Adams. Diese Berge befinden sich in Washington State und sind Teil der North Cascades. Für mich ist es faszinierend, dass sie jeweils fast alleine stehen und von so weit weg erkannt werden können. In den Alpen, die ich ja eher gewohnt bin, sind viel mehr Berge auf dichtem Raum zusammen. Mount Rainier ist mit 4.392 Metern übrigens der höchste Berg Washingtons und somit fast 1.500 Meter höher als die Zugspitze.
Es war richtig interessant, so viele PPP-Teilnehmer an diesem Wochenende zu treffen und deren Erfahrungen in den USA zu hören. Obwohl wir alle am gleichen Programm teilnehmen und somit hier arbeiten und zur Schule gehen, erlebt jeder doch sehr unterschiedliche Dinge und macht etwas anderes aus dem Austauschjahr!
Julia








