So, das ist also ein ganz toller Feiertag hier. Quasi größer noch als Weihnachten oder mindestens gleich.
Nein man feiert nicht die Ausbeutung der Natives nachdem diese den unklugen Settlers beibrachten, wie man Anbaut und Erntet, sondern man ist dankbar! Das ist doch eigentlich ein Superfest. Vorallem, weil man sehr viel isst! Und weil man doch wenigstens einmal im Jahr über all die Dinge nachdenkt, für die man dankbar ist! Und wenn man mal an den Punkt kommt, an dem man das ernst nimmt, dann fallen einem (also mir zumindest) ganz schön viele Dinge ein, für die ich sehr sehr dankbar bin!
Und da ich ja gerade schonmal hier bin, mache ich auch gleich mal ein paar Dinge öffentlich, damit sich “alle schlechten Menschen jetzt schämen” und alle anderen peinlich berührt sind…
Vielen lieben Dank GIZ und CV-Team fürs vielleicht nicht Errichten, aber Aufrechthalten diesen tollen Programms, das vor allem Chancen gibt und als eins der wenigen (welche gibts denn noch?) Auszubildende unterstützt und bei dem es mehr als um Noten, Beziehungen oder Sprachkenntnisse, um Kultur- und Politikinteresse, Reiselust, Herausforderungen und Leidenschaft geht! Außerdem braucht es einen Haufen passionierter und motivierter Leute um es weiterhin finanziert zu kriegen und all die 75 jungen Leute pro Seite pro Jahr mit Liebe zu unterstützen.
Tausend Dank Mama und Papa, Karin und Achim für die Werte und Moral, die ihr mir mitgegeben habt, für die vielen Interessen, die ihr in mir geweckt habt und für die Liebe und Geduld mit der ihr mich erzogen habt.
Béla, Max, Anika, Janik und Erik, danke für die vielen lustigen Erinnerungen, Streits, Spiel- und Urlaubserinnerungen – über die ich (nun) sehr gerne lache!
Danke liebe Oma, liebe Oma und lieber Opa und alle (sorry fürs nicht Aufzählen!!!) Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen fürs mich so akzeptieren, wie ich bin, für wunderschöne Weihnachten mit euch, für Karten, Briefe und Anrufe, für Osterbrunchs, Spaziergänge, Lagerfeuer, Familientreffen aller Art die ich ehrlich sehr genieße und fürs für mich und einander da sein, egal wie weit entfernt.
Nicht zu vergessen, Danke alle meine Freunde fürs mich solange Zeit begleiten und unterstützen in so vielen verschiedenen Arten. Ich bin sehr froh und dankbar euch zu haben und ob ihr den Blog lest oder nicht, es ist unglaublich schön zu wissen, dass ihr bleibt auch wenn ich weg bin. Aber das hier ist einfach zu kurz und zu romantisch um individuell zu werden…
Danke für alles, was ich lernen durfte und werde und dafür, dass ich Hinterfragen kann und darf. Danke all die Menschen mit guten Gedanken, von denen ich weiß.
Danke fürs jahrelange an die Hand nehmen und an die Hand nehmen lassen.
Danke für all die Dinge, die ich nicht (genug) zu schätzen wusste, bevor ich in die USA kam (unter anderem Krankenversicherungen, Bildung, Brot, Sonntage, einige Gesetze, Weihnachten, Kritik)
Ich bin mir nicht sicher, wie ich das am besten ausdrücken soll… ich bin sehr dankbar für all die Dinge die ich habe, die so viele Menschen auf der Welt nicht haben, wie die Erfüllung von Grundbedürfnisse und die Umsetzung von “Grundrechten”, aber nicht nicht nur in anderen Ländern, sondern auch in Deutschland und den USA, wo es nach wie vor so viel Ungleichheit, Unterdrückung, Gewalt und Armut gibt und ich sehr froh sein kann nahezu nicht unter irgendwas davon betroffen zu sein.
Danke dafür, dass meine Sorgen keine sind.
Außerdem Danke für DICH, da Du das hier liest und somit aus irgendeinem Grund Interesse an meinem Leben hast…
…und danke für die Musik!