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#21 The Sky Is The Limit

Ich hab mich fuer den Eintragstitel “the sky is the limit” (deutsch: der Himmel ist die Grenze) entschieden. Warum? Weil es seit meinem Geburtstag, und dank meinem good luck charm (deutsch: Gluecksbringer) – meinem Gluecksschwein von der weltbesten Patin – endlich wieder bergauf geht fuer mich.

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Fangen wir mit dem College bzw. der Uni an:

Obwohl – wie anfangs ja schon berichtet – meine Kurse immer noch echt schwer sind weil sie zum groessten Teil Vorkurse benoetigen, laeuft es Notentechnisch erstaunlich gut. Es geht auf das Ende des Semesters zu und momentan bin ich in allen 4 Kursen ein A oder B student (vergleichbar mit 1er oder 2er Schueler in Deutschland). Also um einiges besser als anfangs erwartet. Dann war da ja noch das Treffen mit George, dem Atheltic Director der Uni. Fussball darf man an

der University nur spielen, wenn man auch gute Noten hat und immer brav in den Kursen sitzt und teilnimmt. Feilschen oder Tricks sind hier leider nicht moeglich, denn diese Sachen muessen von den jeweiligen Professoren schriftlich bestaetigt werden. In Sachen Anwesendheit ist “satisfactory” das Beste, zum Beispiel. Diesen Zettel bekommt man entweder vom Professor zurueck um ihn selbst dem Athletic Director zu geben, oder der Professor uebernimmt diese Aufgabe einfach selbst. Der Athletic Director entscheidet dann ob man weiterhin spielen/trainieren darf oder eben nicht. Als das am Dienstag, mal wieder, der Fall war und ich auf dem Weg zu George war um meinen “Kurs-Anwesendheits-Zettel” abgeben wollte, fragte er mich was ich denn von einem Fussball-Stipendium an der Uni halten wuerde. Irgendwie war ich baff, und wusste nicht wirklich was ich antworten sollte. Egal. Eines steht fest; selbst wenn es visumstechnisch irgendwie moeglich waere, wuerde ich es wahrscheinlich nicht annehmen. Warum? Ab und zu sollte man sich doch damit zufrieden geben was man schon hat – in meinem Fall ein super Leben in Deutschland inkl. eines super Jobs, mit super Kollegen und einem spitzen Arbeitgeber (viele liebe Gruesse an dieser Stelle zum “H-Team”). 😉

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Das Auto:

Heute war DER Tag gekommen, ich habe endlich meinen Bug verkauft! $2,200 habe ich dafuer noch bekommen. Dank meines Arbeitgebers und damaligen Ausbildungsbetriebes in Deutschland, verfuege ich ja scheinbar ueber super Verhandlungskuenste :-D, denn eigentlich wollte mir keiner mehr wie $1,000 fuer die Schrottmuehle geben. Whatever. Ich bin froh, dass das Thema endlich vom Tisch bzw. vom Hof ist. Goodbye Bug, wasn’t always nice to meet you.

Freizeit:

Meine Freizeit hier war ja schon immer super, und wie schon in meinem Geburtstags Blog berichtet gibt es keine Zeit Winterspeck anzusetzen. Da die Fussball und auch die American Football Saison so gut wie vorbei ist, wurden Noah und Ich von Lisa bei Ultimate Frisbee angemeldet. Dort hatten wir am Freitag unser erstes Training. Es ist schon wahnsinn wie schwer es eigentlich ist so eine doofe Scheibe zu verwerfen oder zu fangen. Noah ist darin echt gut, und deshalb auch mein neuer persoeicher Coach. Die Maedels mit denen ich trainiere und spiele betreiben diese Sportart an ihren Highschools oder Colleges, und sind demnach um einiges besser wie ich – was ja auch nicht so schwer ist. 😉 Wer mich aber kennt, kennt auch meinen sportlichen Ehrgeiz. Mal sehen wer am Ende der Saison das Frisbee Spiel rockt. 😉

Fuer Mittwochs steht ebenfalls ein Sportprogramm fest. Erst haben Noah und ich Training mit einem Personaltrainer im Fitnessstudio. Also hauptsaechlich Gewichte staemmen und Konditionstraining. Da es an der University kein Hallenfussball gibt, spiele ich auserdem jeden Mittwochabend bei einer Organisation namens Pisa Hallenfussball. Hier gibt es gemischte Teams, d. h. Maedels und Jungs, wobei immer mind. 2 Maedels bei einem Spiel auf dem Feld stehen muessen.. Natuerlich waren wir mal wieder zu spaet was die Anmeldefrist anging, deshalb habe ich mich kurzer Hand als “free agent” beworben und auch gleich eine Rueckmeldung bekommen. Gluecklicherweise gibt es immer zu wenig Maedels was mich in ein Team rutschen lies. Gespielt wird 11 gegen 11- glaube ich zumindest, habe das zaehlen vergessen. Heute hatte ich mein erstes Spiel. Die Person, der mich fuer sein Team haben wollte, habe ich leider nicht gefunden. Deshalb habe ich einfach fuer mich ein wenig gekickt. Ploetzlich kam ein Typ zu mir und fragte mich ob ich nicht bei ihnen mitspielen wollte. Klar, war mir ja egal. Fussball ist schliesslich Fussball. Das lustige an der Sache ist, das Team ist das Team von Lisa’s Arbeitgeber Ernest & Young. Ich wurde noch schnell mit einem passenden Tshirt ausgestatet und schon ging es los. Das Spiel haben wir dann 2:1 gewonnen. Zuerst lagen wir 1:0 zurueck, dann konnte ich das 1:1 vorbereiten und habe schliesslich das Siegtor zum 2:1 dank einer super Vorlage selbst geschossen. Die Jungs waren begeistert. Sie wollen mich unbedingt in ihrem Team haben, obwohl ich nicht mal fuer die Firma arbeite. Einen Job haben sie mir sogar auch schon angeboten – mal sehen ob das noch nuetzlich werden kann. Ihre Sprueche fand ich sehr lustig, der eine meinte: “You play harder than the dudes do, you own them” (deutsch: “Du spielst haerter als die Typen hier, du machst die fertig”). Naja, ich lass mich eben ungern von Leuten auf dem Feld herumschubsen. Auch Noah und Alex adelten mich mit “Ronja, deine Paesse sind genauer als die von Ben Roethlisberger in seinen besten Spielen”. Was soll ich sagen… Es macht einfach soooo viel Spass. 😀

Nebenbei versucht uns Lisa immer wieder dazu zu ueberreden ihren Cross-fit Kurs mitzumachen. Samstag und Mittwoch frueh, um 5:30 Uhr!!!! Ooooohhhh nein, definitiv nicht. Noah und ich sind das bisher mit super Ausreden umgangen. Es reicht ja nicht schon das die Uhrzeit absolut schrecklich ist, der Kurs ist der reinste Selbstmord-Kurs. 25 Minuten Power Liegestuetze, Situps, Gewichte, etc. etc. etc. Nein, nein, nein. Bitte lass diesen Kurs einfach an uns voruebergehen.

Bisher habe ich ca. 5 Kilo abgenommen, und fett werden ist bei diesem Sportprogramm echt schwieriger als gedacht. Sorry Leute aber wer dachte ich komme als “El Tonno, das dickste Chick in Schweinfurt-City” zurueck hat sich wohl leider geirrt. F*** you Winterspeck!!! 😉

Ultimate Frisbee Video (nein, so spiele ich definitiv nicht):

 

Die Jobsuche:

Die lange und harte Jobsuche hat vermutlich auch bald ein Ende. Es ist echt schwer hier einen Job oder ein Praktikum zu finden, da die meisten Firmen eben fordern, dass man amerikanischer Staatsbuerger ist. Aber dann Allyson Lowe, meiner College Koordinatorin, koennte das bald ein Ende haben. Vermutlich werde ich mehr berichten, sobald es etwas fixes gibt. 😉

Die Family:

Die Khorey’s sind nach wie vor super und womoeglich die beste Hostfamily die man sich in solch einem Jahr nur wuenschen kann. Sie machen es mir keine Sekunde schwer sich wie ein fast vollstaendiges Familienmitglied zu fuehlen (keine Sorge Mama Adoption ist kein Thema, ich komm schon wieder nach Hause 😉 ). Teilweise werde ich schon als Khorey bezeichnet, was mich auch nicht wirklich stoert. Alles ist besser als hier staendig seinen ellenlangen Nachnamen buchstabieren und erklaeren zu muessen. 😉

 

Ich bin froh “Murphy’s Law” endlich besiegt zu haben. Es war anstrengend und wahnsinnig nervig. Ich bin trotzdem froh nicht verwoehnt zu sein und zu wissen harte Arbeit zahlt sich aus. Demnaechst stehen Kurztrips nach Chicago und Florida an. Vorfreude ist bekanntlich die schoenste Freude, deshalb freue ich mich schon seit Wochen darauf Katja und Andy in Florida treffen zu koennen. Auch wenn ich nicht wirklich Heimweh habe, so ein bisschen Heimat indem man Freunde aus Deutschland treffen kann ist etwas waaaahnsinnig schoenes. 🙂 In diesem Sinne, stay tuned! Chicago will be next.