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Zum ersten Mal über den großen Teich…

New York

05. Aug 2014 (ca. 13:30 Uhr, Ortszeit)

Mit ca. einer Stunde Verspätung waren wir am JFK Airport gelandet und mussten einige Zeit warten, bis wir durch die “Immigration Control” durch waren. Vom Flughafen aus gings dann mit zwei Bussen in Richtung Manhatten zum Hostel, dem YMCA… dort angekommen, hatte dann jeder sein Gepäck aufs Zimmer gebracht, welches ungefähr 3 qm groß war. Na gut!? Hatte gedacht für drei Tage dürfte das kein Problem sein, also weiter;-). Anschließend ging es direkt weiter zum “Chiptole” mexikanisch essen und von dort aus eine kleine Sightseeing-Tour zum Time Square und weiter zum Rockefeller Center, wo von den 75 Leuten am Anfang noch ca. 30 übrig geblieben waren …Das alles mal live zu sehen war schon der Hammer, weil es eigentlich alles genau so war, wie ich es aus dem Fernsehn kannte 😀

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06. Aug – 07. Aug

Die folgenden zwei Tage hatten wir dann Orientierungsseminare, wo die ganzen Sachen wie Versicherung, Autokauf etc. besprochen wurden. Mittwoch Abend hatten wir dann eine Sightseeing Tour mit zwei Doppeldecker-Bussen, was auch Mega cool war, weil wir zwei Stunden lang quer durch New York gefahren sind und eigentlich alle Sehenswürdigkeiten einmal aus der Nähe gesehen haben. Wir hatten auch eine nette, etwas ältere Dame (ich würde sagen sie war so in der 2. Blütezeit ihres Lebens) als Tour-Guide die auch deutsch sprach und die uns immer nett darauf hin wieß, bloß sitzen zu bleiben, woran sich natürlich jeder hielt ;-).Abends konnte dann jeder machen was er wollte, und wir wollten mit einigen Leuten der Gruppe natürlich mal in NY einen trinken gehen, was sich später aber nicht als ganz einfach raus stellte 🙁 Da es in Amerika ja verboten ist, Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken und wir in einem Teil von NY waren, wo viele Firmen und Banken ihren Sitz hatten, sind wir nach langer Suche und aus Verzweiflung ins “Münchner-Hofbräuhaus in New York” gegangen. Das war auch mal wieder typisch deutsch, aber zu dem Zeitpunkt war es die beste Lösung für unser Problem 😆

Donnerstags hatten wir dann ein Abschlussseminar, wo dann jedem seine persönliche “Homestay-Tour” bekannt gegeben wurde. Die einen waren dabei länger auf Tour und andere hatten auch gar keine, wobei meine auch recht kurz ausfallen sollte, und zwar hieß es für mich vier weitere Tage Manhatten und dann ab nach Sioux City, wo ich den Rest des Jahres verbringen sollte. Am Nachmittag sind wir mit ein paar Leuten dann mit der Liberty Ferry an der Freiheitsstatue vorbei gefahren, was das einzige war, was im Fernsehn wirklich größer aussieht. Abends war uns dann wieder freigestellt was wir machten. Einige haben sich schon mal verabschiedet, da es am nächsten Tag für manche schon früh los ging. Später haben wir dann nochmal mit einer größeren Gruppe beschlossen ein bisschen feiern zu gehen, wo wir aber dann mit der U-Bahn in Richtung Downtown gefahren sind. Dort angekommen waren einige Bars und kleinere Clubs, wo wir eigentlich in den erst besten gleich reinmarschiert sind, weil sich sowieso keiner auskannte. Der Club nannte sich “FAT BABY” was groß in einer pink leuchtenden Schrift über der Tür angebracht war. Davor saß ein „etwas“ größerer schwarzer amerikanischer Mitbürger, der schon interessant schaute, als wir mit 20 Leuten in seinen Club wollten:-) Endlich an der Theke angekommen, haben wir dann wie wild “abgedanced” (eng. Wort für rum zappeln) und dann erstmal einige Drinks bestellt um dem ganzen mal auf die Sprünge zu helfen, da es mittlerweile schon 11:30 Uhr waren und wir ja am nächsten Tag auch wieder früh aus-checken mussten.

Einige Zeit später hatten wir dann beschlossen uns auf den Weg zu machen und zwar wollten wir auch mal mit einem richtigen New Yorker Taxi fahren, wo draußen auf der Straße dann auch direkt 10 Leute die Hand aus streckten und sofort zwei Taxen anhielten. Dann hatten wir auch mal kurz durchgezählt und festgestellt, dass wir eine Person zu viel waren, wobei unser Taxifahrer sich kulant zeigte und daraufhin einen mehr mitnahm, die dann quer hinten über uns auf der Rückbank liegen musste. Im Hostel angekommen gingen dann auch die meisten schlafen.  😉

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08. Aug

Freitags morgens haben dann alle ausgecheckt und sich verabschiedet. Bis auf Mareike, Adriane, Lukas und meiner Wenigkeit sind eigentlich alle mit dem Bus abgeholt worden. Wir haben dann noch eine kleine Tour durch den Central Park gedreht und haben dann gewartet bis Mike Lee uns abholen kam. Mike war ein ehemaliger Teilnehmer des PPP/CBYX der schon das 7. Jahr in Folge, Leute wie uns, für einige Tage bei sich aufnahm. Er war Arzt und hatte eine sehr schöne Wohnung, in einem Hochhaus im 31. Stock 🙂 😉

Mit ihm sind wir dann als erstes in ein brasilianisches Steakhouse gegangen, was der Wahnsinn war!!! Es war so ähnlich wie ein “All you can eat” Restaurant, wo ein Beilagenbuffet war und das die Kellner dort mit 11 verschiedenen Fleischspießen von Tisch zu Tisch rannten und dich jedes mal fragten, ob du noch ein Stück haben willst. Es war sehr lecker und anschließend gab‘s auch noch einen fetten Schokoladenkuchen zum Nachtisch. Jeder von uns war bis oben hin voll gegessen, aber dieses Gefühl sollte uns die nächsten Tage verfolgen. Mike war nämlich sehr darin bedacht, sämtliche verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten die New York so zu bieten hatte, uns in den nächsten Tagen näher zu bringen. Unter anderem waren wir mit ihm Chinesisch essen, in einem Restaurant mit über 800 Sitzplätzen. Dort habe ich dann das erste Mal überhaupt in meinem Leben chinesisch gegessen und siehe da, sogar Hühnerfüße hab ich probiert, die zwar ein bisschen labberisch waren, aber eigentlich ganz gut geschmeckt haben:-)… (P.s. wenn manche wüssten, was sie schon alles bei MC Donald’s und Co. gegessen hätten, dann würden sie jetzt nicht so das Gesicht verziehen 😉 )

Freitags Abends sind wir dann zusammen mit Mike in einer Sportsbar gewesen. Weil Mike wohl klischeeweise dachte, dass die Deutschen jeden Tag Bier trinken, mussten Lukas und ich dann ungefähr 5 verschieden Biersorten hintereinander ausprobieren… Nachdem mir dann keins davon so richtig zu gesagt hatte, 😉 bin ich auf andere diverse alkoholische Erfrischungsgetränke umgestiegen und wollten so den restlichen Abend ausklingen lassen. Gegen 0:00 Uhr sind wir dann zur Wohnung marschiert, wo Mike dann schon quasie eine Flasche edelsten Cognac bereit stehen hatte und da er nun mal keinen Alkohol trinkt, sollten wir das für ihn erledigen. Jaa gut?!?… der Drops war auch schnell gelutscht, da die Mädels überhaupt gar nicht auf sowas standen, hab ich mich dann dazu bekannt eine Gläschen davon zu nehmen und Lukas blieb auch keine andere Wahl, da ich ihm bereits den Kelch voll geschüttet hatte 🙂 … Danach waren die anderen auch recht müde und wollten schlafen gehen, was für mich aber zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht in Frage kam. Ich brauchte bei Mareike auch nicht all zu viel Überredungskunst und so hatten wir zwei beschlossen, uns nochmal auf den Weg zu machen. Angekommen in der Bar, haben wir uns noch ein paar Getränke gegönnt, was den späteren Heimweg dann ein bisschen schwierig machte. Obwohl wir beide ein wenig die Orientierung verloren hatten, haben wir nach einiger Zeit das Haus doch wieder gefunden, wo der Nachtportier uns schon mit einem lächeln die Tür aufhielt :-)…

In den nächsten Tagen waren wir dann unter anderem im “Museum Of Modern Art” im “Museum Of Natural History” und sind auch nochmal auf einigen Plätzen, wie der Time Square, die Wallstreet, der Freedome-Tower und am Ground Zero gewesen.

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12. Aug

Dienstags um 12:00 Uhr hieß es dann Abfahrt!! Adriane und ich sind mit dem “Supershuttle” zum La Guardia Airport gefahren. Dort hab ich dann Simon wieder getroffen. Nach dem ganzen Check-In sind Simon und ich dann gegen 16:30 Uhr von New York nach Chicago geflogen, wo wir leider nur eine halbe Stunde Aufenthalt hatten. Als wir dort dann am Gate saßen und warteten, dass wir einsteigen konnten, wunderte ich mich schon, dass so wenige Menschen mit uns warteten. Aber als dann Boarding-Time war und wir ins Flugzeug gehen durften, wusste ich warum. Es sah so aus, als hätten die extra einen Privatjet für uns geordert:-)…ich hatte schon bedenken ich würde keinen Fensterplatz bekommen, aber dies ging in diesem Flugzeug gar nicht, weil einfach jeder am Fenster saß. Von den insgesamt 30 Plätzen im Flugzeug waren auch nur 15 besetzt, wo wir also entspannt den Flug genießen konnten. Als wir dann in der Luft waren und Richtung Westen flogen, sah man unter uns immer weniger Zivilisation, dafür umso mehr Natur (Felder, Wälder usw.). Als dann rings rum wirklich nur noch Grünflächen zu sehen waren und vereinzelt ein paar Häuser, setzte der Pilot zur Landung an und ich dachte im ersten Moment wir müssten Notlanden!! Dem war aber nicht so, sondern wir setzten tatsächlich zur Landung an und waren dann um ca. 22:00 Uhr Ortszeit am Flughafen von Sioux City gelandet. Dieser Flughafen war bis Dato den kleinsten Flughafen den ich je gesehen hatte. Die Größe entsprach ungefähr der, des Mc Donald’s vom Frankfurter Flughafen… Aber egal, wir warteten nun auf unser Gepäck, wo wir von 2 Gepäckbändern am ganzen Flughafen natürlich am falschen gewartet hatten. Als uns dann die nette Flughafenservicedame (welche glaube ich die einzige war) drauf aufmerksam machte, dass unser Gepäck am anderen Band läge, sind wir dann Richtung Ausgang, wo uns unsere nette College Coordinatorin dann in Empfang nahm. Ihr Name war Andrea Ruiz und sie war für die Internationalen Studenten am College zuständig. Sie holte uns am Flughafen ab und fuhr mit uns als erstes in ein mexikanisches Restaurant, wo wir dann zu Abend aßen. Sie erzählte uns einiges über das College, die Dorms (Appartements) und was in den nächsten Tagen so auf uns zu kommen würde. Sie sagte uns auch, dass in den Dorms leider nichts vorhanden sei außer Möbel, also mussten wir noch einkaufen fahren (Decke, Bettwäsche, Handtücher usw.). Das war das erste Mal in meinem Leben das ich bei “Walmart” war. Man kann sich Walmart eigentlich wie eine Art Supermarkt bei uns vorstellen, nur das dieser ungefähr 5 mal größer ist und das es dort nicht nur Lebensmittel gibt, sondern von Kleidung bis zu Elektrogeräten einfach alles. Eine Stunde später, nachdem ich mich gefühlte 20 mal in dem Laden verlaufen hatte, haben wir dann endlich die nötigsten Sachen gehabt und konnten in unser “neues Zuhause” fahren.

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