{"id":335,"date":"2014-09-27T05:01:53","date_gmt":"2014-09-27T03:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/31ppp.de\/ronja-engelhardt\/?p=335"},"modified":"2014-09-27T13:53:18","modified_gmt":"2014-09-27T11:53:18","slug":"germany-vs-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/31ppp.de\/ronja-engelhardt\/germany-vs-usa\/","title":{"rendered":"#12 Germany vs. USA"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;It&#8217;s been a while&#8221;, w\u00fcrden die Amerikaner sagen (deutsch: Es ist schon eine Weile her &#8211; in Bezug auf meine Blogeintr\u00e4ge.).<\/p>\n<p>Statt Euch irgendetwas von meinem Leben hier zu erz\u00e4hlen &#8211; was \u00fcbrigens immer noch nicht langweilig geworden ist &#8211; habe ich mir gedacht ich starte mal einen Vergleich zwischen Deutschland und den USA. Sicherlich werde ich einiges vergessen, wem aber noch irgendein Vergleich auf den Lippen brennt &#8211; Kommentare sind nat\u00fcrlich immer erw\u00fcnscht. Ich werde mich dann bem\u00fchen, das Ganze zu vergleichen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">1. Hausaufgaben:<\/span><br \/>\nFalls es tats\u00e4chlich einige Lehrer geben sollte die meinen Blog lesen &#8211; SORRY. Aber ich gestehe in meinem Leben noch nie so viele Hausaufgaben gemacht zu haben wir in meiner bislang 2-monatigen Collegekarriere. Das Gute daran ist, diese Hausaufgaben werden benotet, was f\u00fcr mich hei\u00dft weniger unverst\u00e4ndliche Tests &#8211; bessere Chancen auf gute Noten. Was allerdings nicht hei\u00dfen soll, dass die Hausaufgaben hier leicht w\u00e4ren.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">2. Klimaanlagen:<\/span><br \/>\nDie Amis sind ziemlich verr\u00fcckt was Klimaanlagen angeht, jedes Haus, jedes Restaurant, alles ist heruntergek\u00fchlt bis zum geht nicht mehr. Am &#8220;angenehmsten&#8221; ist es dann in Bussen oder Z\u00fcgen, wo man schon mal Gefrierschrank-Level erreicht.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">3. Eisw\u00fcrfel:<\/span><br \/>\nJedes Getr\u00e4nk wird grunds\u00e4tzlich mit einer Tonne Eisw\u00fcrfeln serviert. Kauft man sich Flaschen, so sind diese schon fast bis auf deren Gefrierpunkt heruntergek\u00fchlt.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">4. Wasser:<\/span><br \/>\nLeider, ja leider, kennen die Amis wohl kein Wasser mit Kohlens\u00e4ure. Sie trinken eigentlich immer Leitungswasser &#8211; nat\u00fcrlich mit Eisw\u00fcrfeln. In Restaurants ist das Wasser \u00fcbrigens kostenlos.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">5. Schokolade:<\/span><br \/>\nWenn Amerikaner etwas nicht k\u00f6nnen, dann ist das wohl Schokolade produzieren. Die Schokolade hier schmeckt wirklich grauenhaft, was selbst Nina klar geworden ist als sie in den Genuss von Milka und Kinderschokolade aus good old Germany gekommen ist.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">6. Superm\u00e4rkte und Malls:<\/span><br \/>\nDie Superm\u00e4rkte und Einkaufsmalls haben hier 7 Tage die Woche, meistens bis sp\u00e4t in die Nacht (z. B. 23:00 Uhr) ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">7. Fast Food:<\/span><br \/>\nDas gibt es hier wirklich \u00fcberall. Selbst wenn man durch ein Dorf mit gef\u00fchlten 50 Einwohnern f\u00e4hrt findet man hier mindestens 2 &#8211; 3 Fast-Food-Ketten auf. Es gibt fast nichts, dass es nicht gibt. Mc Donalds, Burger King, Taco Bell, Wendy&#8217;s, Denny&#8217;s, Subway, Kentucky Fried Chicken, Popeye&#8217;s, uvm. Ja, sogar Tankstellen wie Sheetz und Get-Go verkaufen Fast Food.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">8. Benzin:<\/span><br \/>\nApropos Tankstellen. Das Benzin kostet hier momentan ca. $ 3.50 pro Gallone (1 Gallone = 3.78 Liter). Der Tankvorgang an sich ist auch etwas anders, man zahlt zu erst (meistens per Debit\/Creditcard) ohne den Tankstellenladen jemals betreten zu haben, w\u00e4hlt sein Benzin aus, tankt und f\u00e4hrt weiter. Diesel ist hier im \u00fcbrigen teurer als normales Benzin.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">9. Autofahren:<\/span><br \/>\nNun ja, das ist definitiv anders. Naja wohl eher langsamer. Auf den meisten Highways &#8211; zumindest auf denen ich gefahren bin &#8211; war eine Geschwindigkeitsbegrentzung von 55 mph (= 88 kmh). Also \u00fcberhaupt nicht vergleichbar mit der deutschen Autobahn. Eingehalten wird dies jedoch selten &#8211; zumindest meinen Erlebnissen zu Folge. Am Besten man wartet immer, bis 2-3 Autos etwas schneller an einem vorbei gefahren sind, und schlie\u00dft sich ihnen einfach an. \u00dcberholt wird links wie rechts, da kennen die Amis nichts. Abstandsmessung? Keine Ahnung ob es das hier gibt, ich vermute einfach mal nein, nachdem auch mal gerne bis auf einen Meter an das vordere Auto herangefahren wird.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">10. Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse:<\/span><br \/>\nJap, hier ist alles rie\u00dfig. Milch und Orangensaft wird aus Kanistern getrunken, der Kartoffelbrei kommt aus einer Familienpackung die in Deutschland wohl die Wollnys satt bekommen w\u00fcrde und in meine Kabatasse passt genug Kaba f\u00fcr eine Woche. Generell ist hier einfach alles ein bisschen gr\u00f6\u00dfer, vor allem die Entfernungen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">11. Entfernungen:<\/span><br \/>\nW\u00e4hrend wir Deutsche schon gerne mal mit den Augenrollen wenn es darum geht eine halbe Stunde zum n\u00e4chsten IKEA zu fahren, oder ganze 2 Stunden zum Frankfurter Flughafen, lachen uns die Amerikaner hier nur aus. 2 Stunden? Das ist doch ein Klax. Das 7 Stunden entfernte New York City wird schon mal als Wochenendtrip auserkoren. Die Entfernungen sind hier wirklich der Wahnsinn.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">12. Hitler:<\/span><br \/>\nAuch ich bin diverese Male mit diesem Namen konfrontiert worden. Teilweise weil das wohl leider eines der Dinge ist, die Amerikaner mit Deutschland verbinden. Aber vielmehr, weil sie uns in Sachen Humor wohl etwas voraus sind. Bisher machte sich jeder Film, Comedian, o. \u00e4. dar\u00fcber lustig. Nicht um gut zu hei\u00dfen was passiert ist, einfach um sich \u00fcber diese total l\u00e4cherliche beschr\u00e4nkte Person lustig zu machen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">13. Brot:<\/span><br \/>\nHier gibt es wohl ausschlie\u00dflich Toastbrot. Naja gut, man kann &#8220;italienisches Brot&#8221; kaufen, was eher Toastbrot mit einer Italien-Flagge drauf ist. Es ist gut, man kann es essen, aber <strong>ICH VERMISSE DEUTSCHES SCHWARZBROT!<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">14. Studienkosten:<\/span><br \/>\nDas ist wirklich verr\u00fcckt. W\u00e4hrend unsere Stundenten gegen jegliche Studiengeb\u00fchren protestieren, zahlt man hier gut und gerne mal ca. $3,000 f\u00fcr ein Semester am Community College, und ca. $7,000 an einer Universit\u00e4t. Wohlgemerkt f\u00fcr <strong>EIN<\/strong> Semester. Die Geb\u00fchren sind bei einigen Unis ersichtlich, so fand ich heraus, dass meine University eine privat Uni ist an der ein Semester schon mal um die $13,000 kostet. Deshalb sind wohl so gut wie alle Studenten nach ihrem Studium erst einmal richtig verschuldet.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">15. Busy, busy:<\/span><br \/>\nViele Studenten gehen nebenbei arbeiten, manche sogar Vollzeit!<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">16. Volunt\u00e4rarbeit:<\/span><br \/>\nDas wird hier ganz gro\u00df geschrieben &#8211; eine sch\u00f6ne Sache! Schon in der High School sind Sch\u00fcler zu einer gewissen Anzahl an &#8220;Volunteerhours&#8221; (Freiwilligenarbeit-Stunden) verpflichtet. Nat\u00fcrlich gibt es dementsprechen viele verschiedene Angebote f\u00fcr Freiwilligenarbeit.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">17. Kirche:<\/span><br \/>\nDie meisten Amerikaner sind ziemlich gl\u00e4ubig. Sonntags in die Kirche gehen geh\u00f6rt quasi zum Alltag. Kirche ist allerdings nicht gleich Kirche. Die Kirche hier ist um einiges interessanter gestaltet. Bisher h\u00f6rte ich von Pfarrern mit Ipads und Beamern in ihren Gottesdiensten, und vor allem Pfarrer die mit Leib und Seele ihren Glauben predigen. Ziemlich unterhaltsam!<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">18. Sport:<\/span><br \/>\nSobald man Mitglied eines Sportvereines ist, in meinem Fall in einem University-Team, sollte man sich auf 5x die Woche Training einstellen. Hartes Training. Um dann am Wochenende oder teilweise auch unter der Woche ein Punktspiel zu bestreiten. Mein Team hat Ausw\u00e4rtsspiel-Fahrten nach Ohio, Kentucky und Washington D.C. vor sich.<br \/>\nEin sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr hartes Training w\u00e4re unser letztes Training. Wir hatten keinen Sportplatz bekommen, was nicht hie\u00df dass das Training ausfallen w\u00fcrde &#8211; nein &#8211; wir trainierten einfach im Fitnessstudio. 2 Stunden lang. Verschiedene \u00dcbungen mit jeweils 10 lbs (ca. 5 kg) pro Hand, u. a. Jumpingjacks (Hampelm\u00e4nner). Danach diverse \u00dcbungen mit dem Ball, die die Oberschenkel schon mal brennen lie\u00dfen. Weiter ging es mit Medizinballst\u00e4mmen und Bearwalks (fast wie am Boden herum kriechen). 5 Minuten Sprint auf dem Laufband, 5 Minuten Sprint auf dem Crosstrainer, weitere 5 Minuten Sprint auf dem Fahrrad und 5 Minuten Treppensteigen (nach 5 Minuten war ich laut Ger\u00e4t im 28. Stock angekommen). Zu guter letzt 1 Minute lang Liegest\u00fctzen machen. Ich sp\u00fcre weder meine Arme, noch meine Beine mehr.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">19. Tailgating:<\/span><br \/>\nW\u00e4hrend man bei uns zu einem Fu\u00dfballspiel hingeht und nach Abpfiff wieder nach Hause geht, gibt es hier das sogenannte &#8220;Tailgating&#8221;. Man trifft sich vor jedem Spiel auf dem jeweiligen Parkplatz wo man das Auto parken darf und &#8220;feiert&#8221;. Man sitzt zusammen, jeder bringt etwas zu Essen und zu Trinken mit und teilweise werden auch Spiele gespielt. Kurz vor Anpfiff geht man dann in Massen zum Spiel.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">20. Steuern:<\/span><br \/>\nIn Pennsylvania zahlt man grunds\u00e4tzlich keine Steuern auf Sachen die man im Supermarkt kauft, Kleidung oder Rezepte. Dies variiert allerdings von Staat zu Staat. Die Amis waren geschockt als ich ihnen von unserer 19% Mehrwertsteuer auf alles erz\u00e4hlt habe. Noch geschockter waren sie als ich ihnen erz\u00e4hlt habe, dass es passieren kann das ich Steuern nachzahlen muss wenn der Zoll das so m\u00f6chte. Von der Strafe die man f\u00fcr Schmuggel bekommt, wenn man f\u00e4lschlicherweise durch den gr\u00fcnen Ausgang am Flughafen l\u00e4uft, waren sie fast genauso schockiert.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">21. Freundlichkeit:<\/span><br \/>\nStatt ein &#8220;2.50 \u20ac, hier der Kassenzettel&#8221; h\u00f6rt man hier eher ein &#8220;hey how are you? Did you have a good day?&#8221; (deutsch: &#8220;hey wie geht es dir? Hattest du einen guten Tag?&#8221;) an der Kasse des Supermarktes.. Mein und Nina&#8217;s lieblings Beispiel ist allerdings das &#8220;Nein-Sagen&#8221;. W\u00e4hrend wir Deutsche auf irgendeine Frage einfach mal direkt mit &#8220;nein&#8221; antworten w\u00fcrden h\u00f6rt sich das \u00fcbersetzt hier in etwas so an: &#8220;Naja, also sch\u00f6n ist das ja schon, ich mag es wirklich, hmmm schon toll&#8230;&#8230;aber ich denke, eigentlich lieber eher nicht, also nicht unbedingt, wobei es wirklich super lieb und nett ist&#8221;. Nina und ich unterscheiden einfach zwischen &#8220;american honest&#8221; und &#8220;german honest&#8221; (amerikanische- und deutsche Ehrlichkeit). Auf ein &#8220;how are you&#8221; (wie gehts dir) antwortet man auch grunds\u00e4tzlich &#8220;I&#8217;m good how are you&#8221; (mir gehts gut wie gehts dir), EGAL wie man sich wirklich f\u00fchlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So, das war es denke ich erst einmal &#8211; mir f\u00e4llt nichts mehr ein.<br \/>\nAber wie gesagt, falls ich irgendetwas vergessen habe oder es etwas interessantes geben sollte wo ich den Vergleich mal anstellen k\u00f6nnte &#8211; nur her damit. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;It&#8217;s been a while&#8221;, w\u00fcrden die Amerikaner sagen (deutsch: Es ist schon eine Weile her &#8211; in Bezug auf meine Blogeintr\u00e4ge.). Statt Euch irgendetwas von meinem Leben hier zu erz\u00e4hlen &#8211; was \u00fcbrigens immer noch nicht langweilig geworden ist &#8211; habe ich mir gedacht ich starte mal einen Vergleich zwischen Deutschland und den USA. 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