Wo ist nur der Schnee geblieben ? …
Ein besonderer Moment für mich, seitdem ich in den USA bin, war zweifelslos das Weihnachtsfest. Im Grunde völlig anders, als wie ich es zuvor in Deutschland gefeiert hatte. Das fing schon mit dem Wetter an. Es ist schon recht lustig gewesen, Weihnachten bei Frühlingshaften Temperaturen, um die 20 Grad Celsius, zu feiern. Auch war der Anblick von Plamen mit Lichterketten anstelle von einer klassischen Nordmanntanne mit Beleuchtung, auch einer, an den man sich erst einmal gewöhnen musste. 🙂
Auch blieb der Schnee aus, sodass für mich keine richtige Vorweihnachtsstimmung aufkommen wollte. Es war einfach anders aber nicht weniger schön, wobei mir dann ein traditioneller Weihnachtsmarkt aus dem Erzgebirge schon ein wenig gefehlt hatte.
Weihnachten begann für mich am 24. Dezember, als ich mit Brantley nach Quitman fuhr, um in der örtlichen Kirche am Weihnachtssingen teilzunehmen. Es war sehr schön. Besonders gut hat mir gefallen, das Lied `Stille Nacht heilige Nacht`einmal, in Englisch zu singen mit einer Kerze, die wir in unseren Händen hielten. Den Abend haben wir dann gemütlich im Haus seiner Eltern verbracht. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Karin (Brantleys Mum), für mich eine Socke an den Kamin gehängt hat. Mein Name war in goldener Schrift eingestrickt. Ich war sehr gerührt und freute mich Bekanntschaft mit dieser Art von Tradition zu machen.
Am 25. Dezember früh am Morgen, war es dann soweit. Die Geschenke warteten nur darauf ausgepackt zu werden. Traditionell kommt `Santa`am Morgen des 25. Dezembers, was für mich auch eine neue Situation darstellte, da ich es gewohnt war, am Abend des 24. Dezembers die Bescherung zu haben. Somit habe ich es fast verschlafen, als dann am frühen Morgen um 9 Uhr Mandy, Jack und die Kinder ins Haus kamen und ich noch im Schlafanzug auf der Couch lag. 🙂 Nach kurzer Umziehzeit, haben Brantley und Jack die Geschenke verteilt. Auf jeden der gefühlten 100 Geschenke, war fein säuberlich der Name notiert, sodass es recht fix ging. 🙂
Auch für mich brachte Santa einige schöne Dinge. So bekam ich unter anderen ein Navigationsgerät, eine Karte für das College Basketball Spiel in Tallahassee am 17. Januar sowie einen Pullover mit Mütze und zwei T-Shirts. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den selbstgemachten Kalender, den mir meine Eltern geschickt haben. Fand ich eine wirklich schöne Idee von euch. Er hängt nun an meiner Schreibtischwand, sodass ich regelmäßig an euch denken werde. 🙂
Ich freue mich auch, dass die Weihnachtsgeschenke aus Deutschland, an meine Gastfamilie in Amerika, die meine Eltern mit der Unterstützung meiner Oma in die USA geschickt haben, sehr gut gefallen haben. Bill hatte viel Freude an dem deutschen Brandy, sodass er uns spontan zu einem Schluck einlud. Auch seine Nachbarn sind ein wenig auf den Geschmack gekommen. Vor allem der Schwipp Bogen mit der Seifner Kirche, ist eine gute Ergänzung zur all den Nussknackern die bereits zur Weihnachtssammlung von Karin und Bill gehören. 🙂
Auch wenn die Familie und Freunde aus Deutschland ein wenig fehlten, war es ein rundum schönes und zufriedenstellendes Weihnachtsfest. 🙂



