{"id":399,"date":"2015-02-25T03:56:45","date_gmt":"2015-02-25T01:56:45","guid":{"rendered":"http:\/\/31ppp.de\/lisa\/?p=399"},"modified":"2015-05-06T19:30:29","modified_gmt":"2015-05-06T17:30:29","slug":"team-chabot-and-the-district-of-columbia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/31ppp.de\/lisa\/2015\/02\/25\/team-chabot-and-the-district-of-columbia\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Rasend schnell verging die Zeit am Capitol Hill und kaum hatte ich mich versehen, da waren auch schon sechs Wochen vorbei. Die Tage waren normalerweise sehr lang, begannen fr\u00fch morgens um sechs und endeten nicht selten gegen Mitternacht. So ein Tag beinhaltete normalerweise drei Stunden Pendeln in der Metro, 8 Stunden arbeiten und danach eine Veranstaltung am Abend.<\/p>\n<p>Mit einem &#8220;Welcome to Team Chabot&#8221; wurde ich am ersten Tag von meinem B\u00fcro begr\u00fc\u00dft. Allerdings ging es dort noch drunter und dr\u00fcber, denn es war der Beginn des 114. Kongresses. Das hei\u00dft so viel wie: neue Mitarbeiter, neue Aufgabenverteilung, neue Aussch\u00fcsse, einfach alles neu. Da fiel es auch nicht sonderlich auf, dass ich die ersten drei Tage versp\u00e4tet ankam. Das jedoch war nicht unbedingt meine Schuld (Fr\u00fcheres Aufstehen ist in meinen Augen keine Option, haha). Ich konnte ja nicht ahnen, dass bei ein bisschen Schnee das \u00f6ffentliche Nahverkehrsnetz zusammenbricht. Ein Hoch auf die Deutsche Bahn!<\/p>\n<p>Es gibt \u00fcbrigens drei B\u00fcrogeb\u00e4ude f\u00fcr die 435 Abgeordneten des Repr\u00e4sentantenhauses: Cannon, Longworth und Rayburn, in welchem ich die meiste Zeit arbeiten durfte. Diese befinden sich auf der S\u00fcdseite der National Mall, also auf der rechten Seite zum Kapitol. Alle drei Geb\u00e4ude sind durch unterirdische Tunnel mit dem Kapitol und weiteren Geb\u00e4uden wie den Senatsb\u00fcrogeb\u00e4uden und der Library of Congress verbunden. Diese gleichen fast schon einer kleiner unterirdischen Stadt, denn man findet fast alles, was man an so einem gew\u00f6hnlichen Tag gebrauchen kann: Kantinen, Geschenkel\u00e4den, Schreibwarenl\u00e4den, Elektrol\u00e4den, Post\u00e4mter, Schuhputzer, Apotheken usw. Verlaufen war in den ersten Tagen also auf jeden Fall an der Tagesordnung!<\/p>\n<p>Neben administrativen Aufgaben durfte ich Anh\u00f6rungen der verschiedenen Aussch\u00fcsse und Briefings besuchen oder bei Touren durch das Kapitol unterst\u00fctzen. Au\u00dferdem gab es weitere Veranstaltungen, wie unter anderem den \u201eMarch for Life\u201c (Anti-Abortion-Demonstrationen). Hierf\u00fcr empfingen wir rund 900 junge Menschen aus dem Ohio-Wahlkreis und versorgten diese mit \u201eChick-fil-A\u201c-Lunchboxen. Nebenbei feierten wir auch gleich noch den Geburtstag meines Congressmans mit drei riesigen und knallbunten Zuckergusstorten. Das wohl s\u00fc\u00dfeste Event am Hill war das \u201eAdopt-A-Puppie\u201c bzw. \u201eHundewelpen und Katzenbabies\u201c-Knuddeln. Die wissen auf jeden Fall, wie sie die Angestellten bei Laune halten k\u00f6nnen. Den Abschluss der Arbeitswoche durften wir dann einige Male im Capitol Hill Club feiern, Kontakte sind in diesem Fall wirklich alles!<\/p>\n<p>Weitere externe Events waren beispielsweise ein Besuch in der deutschen Botschaft, eine White-House Tour, eine Veranstaltung von Cultural Vistas \u00fcber das \u201eInternational Visitor Leadership Program\u201c, ein CBYX-Alumni Treffen sowie ein International Dinner mit meinem PPP-Paten Bernd R\u00fctzel und der restlichen deutschen Delegation, die f\u00fcr das National Prayer Breakfast in der Stadt waren. Das war ein urkomischer Abend mit fast nur fr\u00e4nkischen bzw. fr\u00e4nglischen Unterhaltungen.<\/p>\n<p>Auch die Wochenenden kamen nicht zu kurz. Da unser Mathias direkt am Hill wohnte, durften wir uns dort f\u00fcr die Wochenenden immer wieder mal einquartieren (Nach Hause Pendeln nach Sightseeing, Feiern und anderen Veranstaltungen macht keinen Spa\u00df!). Die To-Do-List f\u00fcr Sightseeing in DC war endlos lang und ich glaube man kann sich wirklich jahrelang in der Stadt aufhalten und immer noch nicht alles gesehen haben (mehr als 200 Museen!). Deshalb gaben wir uns freiwilligerweise schnell geschlagen und planten Trips nach Mount Vernon (George Washingtons Landsitz), Annapolis (h\u00fcbsches Fischerst\u00e4dtchen mit Sitz der US. Naval Academy), Baltimore und Philadelphia.<\/p>\n<p>Zwischen all dem Stress blieb zum Gl\u00fcck noch ein bisschen Zeit mit meiner Hostmum Sandie verschiedene kulinarische Restaurants der Stadt auszuprobieren und auch Lara stattete uns einen Besuch ab. Wir verbrachten die Tage haupts\u00e4chlich bei Rachel und Kevin in Virginia, nat\u00fcrlich mit der \u00fcblichen Besch\u00e4ftigung: Wein, Schokolade und viel zu viel Wortwechsel.<\/p>\n<p>Die Zeit in der Hauptstadt war wahrscheinlich das Highlight schlechthin meines Auslandsjahres. Was sich allerdings auf jeden Fall in den letzten Wochen f\u00fcr mich mal wieder best\u00e4tigt hat: der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Es ist immer etwas unangenehm aus seiner Komfortzone rauskatapultiert zu werden und sich wieder und immer wieder an alles Neue gew\u00f6hnen zu m\u00fcssen. Zuerst bin ich die ersten Monate im Mittleren Westen der USA, dort wo einem Cowboys \u00fcber den Weg laufen, und vermisse Deutschland. Schwuppdiwupp finde ich mich auf einmal an einem Ort mit anderer Kleidungsordnung, \u201eSprache\u201c (ja, politisches Englisch ist ganz anders) und Benehmen wieder und vermisse \u2018the simple and artful Kansas City\u2019. Keine Frage, there is no place like home \u2013 and I feel more and more at home here in KC!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rasend schnell verging die Zeit am Capitol Hill und kaum hatte ich mich versehen, da waren auch schon sechs Wochen vorbei. Die Tage waren normalerweise sehr lang, begannen fr\u00fch morgens um sechs und endeten nicht selten gegen Mitternacht. 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