{"id":802,"date":"2015-03-14T08:26:01","date_gmt":"2015-03-14T06:26:01","guid":{"rendered":"http:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/?p=802"},"modified":"2015-03-20T04:59:57","modified_gmt":"2015-03-20T02:59:57","slug":"10-und-taeglich-gruesst-das-murmeltier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/2015\/03\/14\/10-und-taeglich-gruesst-das-murmeltier\/","title":{"rendered":"#10 Und t\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das Murmeltier"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Learn to trust the journey even if you don&#8217;t understand it.&#8221;<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-802 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/2015\/03\/14\/10-und-taeglich-gruesst-das-murmeltier\/usa-2\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-content\/uploads\/sites\/47\/2015\/03\/USA-2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-803\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-803'>\n\t\t\t\tUSA 2014-2015\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Wenn ich mir die Karte der USA so anschaue und sehe, wie viele Orte ich schon gesehen habe (rot) und wie viel ich noch erleben werde (gr\u00fcn), muss ich zugeben, dass ich selber ein bisschen geschockt bin. Das ist echt verr\u00fcckt!<\/p>\n<p>Tag 220 in den USA. Noch 138 Tage verbleiben, bis ich wieder im Flieger nach Hause sitze. Und statt eines von mir typischen Reiseberichts, m\u00f6chte ich ein wenig \u00fcber mein Leben hier in Kalifornien berichten.<br \/>\nIch lebe in Valencia, S\u00fcdkalifornien. 30 Minuten weit weg von Hollywood, 40 Minuten von Santa Monica oder Malibu, also im Gro\u00dfraum von Los Angeles.\u00a0Valencia\u00a0ist umgeben von riesigen Bergen, Seen, W\u00fcstenlandschaft und dem Pazifik. Die Stadt selbst besteht eigentlich nur aus riesigen Shoppingmalls und den ber\u00fchmten Six Flags Vergn\u00fcgungspark Magic Mountain.<br \/>\nNeben dem Park befindet sich meine Arbeitsstelle bei American Ring Travel, einer Tourismusagentur, die mit europ\u00e4ischen Veranstaltern zusammenarbeitet.<br \/>\nDort absolviere ich bis Ende Juni ein Praktikum im Bereich Reservations. Die Arbeit gef\u00e4llt mir an sich sehr gut. Ich darf kommen und gehen wann ich will, solange ich meine 8 Stunden am Tag arbeite. Da wir keinen Kundenkontakt haben, ist es egal, wie wir uns anziehen. Meine Chefin kommt jeden Tag im Jogginganzug mit Sandalen zur Arbeit. Am Arbeitsplatz selbst d\u00fcrfen wir Musik h\u00f6ren oder wie ich H\u00f6rbucher, solange wir unser Pensum schaffen. Jede Woche gibt es mit allen Mitarbeitern besondere Veranstaltungen wie: Cakeday, St. Patricks Day, Donutday, Bowlen, Valentines Day,&#8230;alles wird gefeiert und mit einem riesen Haufen Essen und Soda begossen. Schon lustig. Ich denke immer, dass man so die Mitarbeiter bei Laune halten will und von der Tatsache ablenkt, dass man im Jahr nur 5-10 Tage Urlaub hat.<\/p>\n<p>Mein Privatleben besteht momentan daraus, nach der Arbeit mit Arbeitskollegen ins Kino oder Essen zu gehen. Oder ins Fitnessstudio. Mein Gym hat ein paar crazy Sachen wie ein Kino, in dem man sich neue Filme anschaut, w\u00e4hrend man sich auf dem Laufband einen Wolf rennt. Oder einen Au\u00dfenpool in den man tats\u00e4chlich schon Anfang Januar, dank der kalifornischen Temperaturen (28-30 Grad t\u00e4glich), rein kann. Wenn man abends schwimmen geht, kann man die Sterne beobachten und die Flieger, die vom Los Angeles Airport in alle Welt fliegen. Schon cool!<\/p>\n<p>Ich lebe bei meiner Hostmum, Mel, die mir\u00a0versucht das kalifornische Leben so sch\u00f6n wie m\u00f6glich zu machen. Auch wenn sie oft merkt, dass ich meine Sutfins aus Illinois doch sehr vermisse. Das Leben dort war einfach so sch\u00f6n einfach. Aber Kalifornien ist eine Challenge.\u00a0Ich genie\u00dfe die Vorz\u00fcge eine Putzfrau und einen G\u00e4rtner zu haben. Und ich lebe zu einer unversch\u00e4mt g\u00fcnstigen Miete hier. Das nette Praktikantengehalt, welches um L\u00e4ngen h\u00f6her ist als mein Festgehalt in Deutschland (Frechheit!!!), erm\u00f6glicht es mir, viele Ausfl\u00fcge zu unternehmen und Reisen zu planen.<\/p>\n<p>Ich durfte auch schon in den Genuss der Anonymit\u00e4t der Stadt kommen. W\u00e4hrend ich in Illinois auf dem College sehr viele Freunde hatte und st\u00e4ndig Menschen um mich herum, komme ich mir in Kalifornien doch manchmal wie ein Einsiedler vor. Ich habe mich oft gefragt, wie man Leute kennen lernen soll, wenn man von morgens bis abends auf der Arbeit sitzt. Ich habe dann ziemlich schnell angefangen &#8220;gut gemeinte&#8221; Ratschl\u00e4ge von Freunden anzunehmen: &#8220;Geh ins Fitnessstudio, da lernt man immer Leute kennen.&#8221; Nach 2,5 Monaten wei\u00df ich, dass hier in Kalifornien jeder ins Fitnessstudio geht, um Size 0 zu unterbieten, aufzufallen, komplett durchzudrehen, aber sicher nicht um Leute kennenzulernen.<br \/>\nEin anderer Ratschlag war einfach in die Mall zu gehen und &#8220;sich unters Volk zu mischen&#8221;. Das endete damit, dass ich mit meinem Starbucks Becher in der Hand, im Massagestuhl sitzend, die 1000 P\u00e4rchen beobachtet habe und die 15 j\u00e4hrigen Girlies, die hier noch abgefuckter aussehen als in Deutschland (ich dachte nicht, dass das m\u00f6glich w\u00e4re). Der beste Ratschlag war allerdings, mich bei einer &#8220;Datingwebsite anzumelden&#8221;. Nachdem ich das getan habe, durfte ich feststellen, dass hier in meiner Nachbarschaft eine Menge kranker, widerlicher und sexuell unbefriedigter Leute wohnen.<br \/>\nNach diesen Erfahrungen lernt man doch irgendwann, seine eigene Gesellschaft zu sch\u00e4tzen. Nat\u00fcrlich nehme ich jedes Angebot an, mit Mels Familie die Wochenenden zu verbringen. Ich versuche auch viel mit Arbeitskollegen, PPPlern und Bekannten zu machen und zu Reisen. Dennoch gibt es das ein oder andere Wochenende, wo man tats\u00e4chlich lernen muss, alleine zu sein. Und ich glaube, dass klingt leichter als gedacht. In Deutschland f\u00e4hrt man zur n\u00e4chsten Freundin, zur Familie oder oder oder. Ich habe nie wirklich viel Zeit gehabt, Langeweile an Wochenenden zu haben, bedingt durch Ausbildung und Zweitjob, Freunden und Familie. Aber das ist ja das Sch\u00f6ne an dem Auslandsjahr, dass man sich neuen Aufgaben stellt und seine Komfortzone das ein oder andere Mal verl\u00e4sst.<br \/>\nMorgen z.B. fahre ich mit einen Buch an den Strand. Alleine. Klingt nach einem Luxusproblem: 32 Grad, Strand, Meer und ein Buch. F\u00fcr mich jedoch gerade noch eine totale Horrorvorstellung. Aber ich werde mich mal \u00fcberraschen lassen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>So das war&#8217;s jetzt erstmal wieder von mir. Ich denke dieser Eintrag ist wichtig um zu zeigen, dass sich neben den ganzen unvergesslichen und geilen Erfahrungen und Reisen, doch noch das &#8220;normale&#8221; Leben abspielt &#8211; mit den Wehwehchen und den Problemen einer 23-j\u00e4hrigen im Ausland.<\/p>\n<p>Ich genie\u00dfe es trotzdem hier zu sein und lebe nach wie vor meinen absoluten Traum. Dieses Jahr ist unbeschreiblich. Man lernt so viel \u00fcber andere Menschen, sieht so viele neue Orte und hat so viel Spa\u00df daran, Neues kennen zu lernen. Aber das Sch\u00f6nste, was man mit nach Hause nimmt, ist das Wissen \u00fcber sich selbst und die Gewissheit, dass eine tolle Familie und super Freunde auf einen dort warten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Learn to trust the journey even if you don&#8217;t understand it.&#8221; Wenn ich mir die Karte der USA so anschaue und sehe, wie viele Orte ich schon gesehen habe (rot) und wie viel ich noch erleben werde (gr\u00fcn), muss ich&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/2015\/03\/14\/10-und-taeglich-gruesst-das-murmeltier\/\">Weiterlesen &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":{"_s2mail":"yes","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-802","post","type-post","status-publish","format-gallery","hentry","category-allgemein","post_format-post-format-gallery"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=802"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/802\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":806,"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/802\/revisions\/806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/31ppp.de\/lena-treinat\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}