{"id":703,"date":"2014-10-31T19:12:31","date_gmt":"2014-10-31T17:12:31","guid":{"rendered":"http:\/\/31ppp.de\/lara-lempp\/?p=703"},"modified":"2014-10-31T19:12:31","modified_gmt":"2014-10-31T17:12:31","slug":"regional-lunch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/31ppp.de\/lara-lempp\/2014\/10\/31\/regional-lunch\/","title":{"rendered":"Regional Lunch"},"content":{"rendered":"<p>Wir ich bereits erw\u00e4hnte, ist meine Volunteer Work Aushelfen im\u00a0Hiersteiner Child Development Center. Ich helfe Farmer Dave und Gardener Dave den Kindern zu erkl\u00e4ren, wo die Pflanzen herkommen und wir pflanzen auch neue Gem\u00fcse und ernten mit den Kindern gemeinsam, lesen Geschichten und so weiter.<\/p>\n<p>Mit den Ertr\u00e4gen des greenhouses hat Chef Smith (Farmer Dave) dann ein Lunch f\u00fcr wichtige Leute arrangiert.<\/p>\n<p>Das war sehr spannend und lecker. Die Sch\u00fcler seiner &#8220;Local Foods&#8221; class mussten ein Lunch-Buffet mit Vorspeisen, Hauptgang und Dessert krerieren, dass ausschlie\u00dflich aus regionalen Produkten bestand. Mit anderen Worten: Es gab regionales Salz, aber keinen Pfeffer. Die meisten Dinger kamen vom Kindergartengew\u00e4chshaus, aber au\u00dferdem brachten auch einige seiner Sch\u00fcler Produkte, denn es sind nicht ausschlie\u00dflich Kochauszubildende sondern auch Agriculture-Apprentices darin, die selbst verschiedene Dinge anbauen. Eingeladen waren unter anderem Journalisten, Publisher von Magazinen, eine Mangerin von Whole-Foods, Abteilungsleiter des Colleges, die im Zusammenhang standen und eben Leute, die lokal produzieren. Zum Beispiel der B\u00e4cker, der sein wundervolles Brot brachte. Es hie\u00df Sauerteigbrot und war unglaublich lecker &#8211; dennoch ist es hier wohl unm\u00f6glich an ein dunkles Brot ranzukommen, das nicht mit Molasse gef\u00e4rbt ist oder gar Schwarzbrot. Das Brot war dennoch mit Abstand das Beste, das ich bis jetzt hier hatte, auch wenn es noch nicht ansatzweise so sauer, fest, krustig oder dunkel war, wie ich es gerne h\u00e4tte. Sauerteigbrot hei\u00dft hier auch glaube ich was anderes als in Deutschland. Schien allerdings schon ungewohnt sauer f\u00fcr einige der G\u00e4ste zu sein.<\/p>\n<p>Entschuldigt meine langen Ausschweifungen \u00fcber Brot &#8211; ich h\u00e4tte nie geglaubt, dass ich es je so sehr vermissen k\u00f6nnte! Denkt an mich, wenn ihr das n\u00e4chste Mal in euer Brot bei\u00dft und genie\u00dft es ein bisschen f\u00fcr mich mit!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum eigentlichen Thema. Es war also eine gro\u00dfe Ehre f\u00fcr mich eingeladen zu sein, ich mach ja nichts, was ansatzweise so wichtig ist, wie alle anderen &#8211; und ungewohnt f\u00fcr mich, ich h\u00e4tte auch ganz gerne gekocht. Chef Smith&#8217;s Ziel war es, dass beim Essen Studenten und G\u00e4sten gemischt zusammensitzen und reden und \u00fcber Local Food&#8217;s reden und Ideen austauschen. Das hat wirklich gut geklappt und alle waren sich einig: Es war sehr leckeres Essen.<\/p>\n<p>Das war letzte Woche, diese Woche haben wir den Kindern fried green tomatoes gemacht und dazu ein paar organic Birnen geschnitten. Gr\u00fcne Tomaten essen ist so gesehen, ein amerikanisches Gericht. Es sind geschnittene Tomaten, gew\u00fcrzt, in Mehl, Ei und Cornmeal\/Polenta paniert und dann gebraten. Man nimmt diese Tomaten, weil der Sommer vorbei ist und sie nicht reifer werden. Maisgries hat eine starke S\u00fc\u00dfe an sich und passt sehr gut. Ich mag das sehr gerne und nat\u00fcrlich habe ich mir kleine Tomate-Birne-Tomate-Sandwiches gebastelt. Sehr sehr gut!<\/p>\n<p>Au\u00dferdem kann ich allen den Film &#8220;Gr\u00fcne Tomaten&#8221; nur empfehlen, die ihn noch nicht kennen, auch wenn da jetzt kein besonderer Zusammenhang zum Thema besteht.<\/p>\n<p>Es war sehr spannend die kleinen Kinder zu beobachten, je \u00e4lter sie wurden, desto eher haben sie die Tomate probiert und gemocht. Dennoch gab es nat\u00fcrlich nur sehr wenige Kinder, die die Tomate der Birne vorzogen, aber es gab sie. Es geht nicht darum, allen Kindern zu sagen, sie m\u00fcssen gr\u00fcne Tomaten essen &#8211; es ist ohnehin f\u00fcr Kinder nat\u00fcrlich bittere\/saure Dinge nicht zu m\u00f6gen und das ist auch gut so, sonst w\u00fcrde sie ganz sch\u00f6n fr\u00fch mit Kaffee und Bier anfangen &#8211; es geht darum, sie f\u00fcr verschiedene Geschm\u00e4cker zu sensibilisieren und sie werden sich sp\u00e4ter einmal daran erinnern, dass sie schonmal gr\u00fcne Tomaten gegessen haben und es wieder probieren. Au\u00dferdem hat Farmer Dave erz\u00e4hlt, dass tats\u00e4chlich einige Eltern zu ihm kommen und sagen, dass ihr Kind bei ihm im Gew\u00e4chshaus Dinge probiert, die es zu Hause nicht anfassen will. Wie Erbsen, Tomaten oder Karotten.<\/p>\n<p>Das ist zwar Schade einerseits, aber ein gro\u00dfer Erfolg andererseits.<\/p>\n<p>Soviel zu meinen Kindergartenstudien! Gr\u00fcne Tomaten sind lecker!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir ich bereits erw\u00e4hnte, ist meine Volunteer Work Aushelfen im\u00a0Hiersteiner Child Development Center. Ich helfe Farmer Dave und Gardener Dave den Kindern zu erkl\u00e4ren, wo die Pflanzen herkommen und wir pflanzen auch neue Gem\u00fcse und ernten mit den Kindern gemeinsam, lesen Geschichten und so weiter. 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