{"id":698,"date":"2014-10-31T18:44:31","date_gmt":"2014-10-31T16:44:31","guid":{"rendered":"http:\/\/31ppp.de\/lara-lempp\/?p=698"},"modified":"2014-10-31T18:45:22","modified_gmt":"2014-10-31T16:45:22","slug":"lawerenc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/31ppp.de\/lara-lempp\/2014\/10\/31\/lawerenc\/","title":{"rendered":"Lawrence"},"content":{"rendered":"<p>Das ist die &#8220;Studentenstadt&#8221; neben Kansas City. Denn dort findet man KU &#8211; Kansas University \u00a0&#8211; welche wohl eine ziemlich gute Uni ist, gerade im Verh\u00e4ltnis Preis-Leistung.<\/p>\n<p>Aber dar\u00fcber wei\u00df ich zuwenig um mehr zu sagen. F\u00fcr mich scheint hier jede Bildungsm\u00f6glichkeit unglaublich teuer zu sein.<\/p>\n<p>Es war ein sehr sch\u00f6ner Tag mit Greg und Beth, der sehr viele Erinnerungen hervorgerufen hat, denn die beiden haben hier studiert und sich kennengelernt! Ich hatte das gro\u00dfe Gl\u00fcck ganz viel \u00fcber Studentenverbindungen zu lernen &#8211; ich kenne sowas genau genommen nur \u00fcberhaupt aus dem sehr lustigen Buch &#8220;Fool on the Hill&#8221;, dass ich mehr als einmal meinem Vater aus dem Regal gestiebitzt habe. Und von meiner verzweifelten WG-Suche in M\u00fcnchen, in der ich immer wieder auf Burschenschaften stie\u00df.<\/p>\n<p>Hier ist es jedenfalls etwas ganz normales und als ich Greg und Beth fragte, was sie denken wie viele Leute eine Studentenverbindung angeh\u00f6ren sagten sie, wahrscheinlich so 10%.<\/p>\n<p>Als scherzhafte &#8220;Beleidigung&#8221; sind alle anderen dann GDIs (Goddamn independents). Das w\u00fcrde mir doch viel besser gefallen!<\/p>\n<p>Um so einer Bruderschaft\/Burschenschaft &#8220;Fraternity&#8221; oder Schwesternschaft &#8220;Sorority&#8221; anzugeh\u00f6ren muss man 3 Partys mitmachen. Man wird zur ersten nur \u00fcberhaupt eingeladen, wenn man sich daf\u00fcr bewirbt, wozu man allerhand Empfehlungen und so ben\u00f6tigt. Oder wenn man jemanden Verwandtes hatte in dieser Verbindung. Zur zweiten werden dann weniger eingeladen und zur dritten noch weniger&#8230; also wie ein Casting. Dann entscheiden die Verbindungsmitglieder wen sie am liebsten haben wollten und jedes Jahr k\u00f6nnen (ich wei\u00df nicht genau) 30 Leute einen Platz dort kriegen. Und dann suchen die eingeladenen sich eine Verbindung aus.<\/p>\n<p>Ich habe noch nicht ganz verstanden, wie das mit dem Geld l\u00e4uft, ob es teurer ist allein zu leben oder in einer Verbindung. Aber abgesehen von der Gemeinschaft hat man nat\u00fcrlich noch andere Vorteile in der Verbindung, wie gemeinsame Aktivit\u00e4ten und dieses riesige wundersch\u00f6ne Haus in dem alle zusammenleben und Essen und ich wei\u00df nicht, was noch.<\/p>\n<p>Jedes &#8220;Haus&#8221; steht auch f\u00fcr bestimmte Eigenschaften und wenn man in das und das Haus kommt, ist es quasi besser als da und dahin eingeladen zu werden. Es hat mich ein bisschen an Harry Potter erinnert &#8211; nur da bekommt garantiert jeder ein Haus. Hier kann das glaube ich schon sehr diskriminierend sein, wenn man unbedingt irgendwohin will oder famili\u00e4ren Druck hat und dann gar nirgendwohin eingeladen wird oder nicht dahin, wo man zugeh\u00f6ren wollte.<\/p>\n<p>Beth Sorority steht f\u00fcr sich Sozial engagieren und Intelligenz (=gute Noten). Da musste ich doch glatt an Hermine denken.<\/p>\n<p>Der Name ihrer Verbindung ist: KAO (Kappa Alpha Omega)<\/p>\n<p>Beth traf eine alte Sch\u00fclerin von ihr, die nun offensichtlich dieser Verbindung angeh\u00f6rt und in KU studiert. Wir hatten das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass wir hineingehen durften und uns umsehen. Es war wirklich beeindruckend sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Danach ging es in die Stadt Lawrence und ich hab mich deutlich mehr an Leipzig und Kassel erinnert gef\u00fchlt. Es ist sehr viel lebhafter dort und die Caf\u00e9s und Restaurants und L\u00e4den sind eben viel studentischer und gewohnter f\u00fcr mich. Sogar das Essen, das in den Restaurants angeboten wird ist so viel mehr, was ich mag und kenne. Beth probierte zum ersten mal etwas ganz Neues: Gnocchi mit Gorgonzolasauce, Pilzen, Kresse und Feige. Es hat ihr sehr gut geschmeckt.<\/p>\n<p>Es gibt haufenweise Second-Hand-Shops (das sagt hier \u00fcbrigens niemand, es ist &#8220;Thriftstore\/-shop&#8221;) und ich habe mir wahllos CD&#8217;s, zwei Pullover und haufenweise Postkarten gekauft.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen fand der Color Run statt! H\u00e4tten wir das gewusste, w\u00e4ren wir mitgerannt. Das ist die absolut beste Idee zu rennen, die ich mir vorstellen kann. Alle hatten dieses coole T-Shirt und Stirnband und wurden w\u00e4hrend des Rennens mit Farben beschmissen. Abgesehen davon ging es auch nicht wirklich darum, erster zu sein oder sowas. Es rannten wirklich alle mit, kleine Kinder, Alte, bestimmt auch Leute mit Kr\u00fccken &#8211; aber ich hab leider niemanden gesehen. Denn das Ziel ist einfach nur gl\u00fccklich zu sein und Spa\u00df dran zu haben. Die Photos erkl\u00e4ren alles, denke ich. Coole Sache &#8211; h\u00e4tte sogar mich zum Rennen gebracht. Wer mehr lernen will:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/thecolorrun.com\/\"><strong>http:\/\/thecolorrun.com\/<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Zum Abschluss sahen wir ein Theaterst\u00fcck, das nat\u00fcrlich von Studenten aufgef\u00fchrt wurde. Es war zwar leider nicht wirklich gut, aber daf\u00fcr ganz gut gespielt und unterhaltsam und es hat mir sehr viel Spa\u00df gemacht, einfach mal wieder ins Theater zu gehen!<\/p>\n<p>Ich habe sehr viel \u00fcber das amerikanische Uni-Leben gelernt und das ist wirklich sehr interessant. Das war ein sehr sch\u00f6ner langer Tag und wir hatten traumhaftes Wetter noch dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die &#8220;Studentenstadt&#8221; neben Kansas City. Denn dort findet man KU &#8211; Kansas University \u00a0&#8211; welche wohl eine ziemlich gute Uni ist, gerade im Verh\u00e4ltnis Preis-Leistung. Aber dar\u00fcber wei\u00df ich zuwenig um mehr zu sagen. 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