Endlich mal wieder ein Blogeintrag
28. Oktober 2014
Endlich mal wieder ein Blogeintrag…
Nachdem manche Leute hier schon bei Ihrem 17. Blogeintrag sind (ich möchte keine Namen nennen), dachte ich mir, wird es auch für mich mal wieder Zeit euch in DE auf den neuesten Stand zu bringen.
Da ich nun schon über zwei Monate in Chicago bin, werde ich mich auf die wichtigsten Sachen und Erlebnisse beschränken und diese in verschiedene Kategorien ordnen.
Hostfamilie
Eine richtige „Familie“ kann ich nicht vorweisen, ich lebe zusammen mit Jim, meinem Hostdad und Laurie, welche eine Freundin von Jim ist und mit im Haus lebt. Jim ist ein super Host, er möchte mir am liebsten die ganze USA zeigen und plant unendlich viele Sachen, was echt super ist. Von Konzerten über Sportsbar bis hin zu einem Roadtrip nach Indiana war schon alles dabei. Jim liebt Bier und Popcorn, da sind wir uns sehr ähnlich. Er ist Piano-Tuner, weshalb wir auch 2 Grand Pianos im Haus stehen haben. Musik ist seine Leidenschaft, wenn er könnte, würde er jeden Tag auf Konzerte gehen. Er spielt auch gerne und unglaublich gut Klavier. Man kann Ihm einen Song auf dem Handy zeigen und er kann ihn vom Hören nachspielen. Zudem hab ich noch 2 Gastgeschwister, Laura und Michael, aber die wohnen beide nicht mehr zuhause.
Laurie ist die „gute Seele“ des Hauses, Sie schaut, dass das Haus gut ausschaut und übernimmt so ein bisschen die „Hausarbeit“. Mit Ihr verstehe ich mich richtig gut. Sie ist Mutter von 6 Söhnen und ist total Football begeistert, da auch alle Söhne im Footballteam waren. Sie ist also meine Ansprechperson für alles was mit Football zu tun hat. 4 von den 6 Söhnen habe ich schon kennen gelernt, 2 sind sogar in meinem Alter so dass ich wieder neue bekannte gefunden habe.
Das Haus in dem ich lebe ist riesig, was man (wie bei allen amerikanischen Häusern) nicht wirklich erwartet. Es gibt 1 Musikzimmer, 1 Partyraum, Jims Zimmer, noch ein Musikzimmer, Küche, Wohnzimmer, 2 Badezimmer, mein Zimmer, Lauries Zimmer und noch ein Gästezimmer. Übertroffen wird das Haus nur noch vom Garten, welcher ungefähr 1 Acre groß ist und mit 2 Terrassen,Fireplace, Pool, Fischteich und 4! Gartenhäusern ausgestattet ist. Die Ausstattung vom Haus ist eher konservativ und etwas älter aber gemütlich.
College
Wie vom Programm vorgesehen, gehe ich z.Z. mehr oder weniger aufs College. Warum mehr oder weniger? Immer wenn ich Leute meinen Stundenplan erzähle ernte ich böse Kommentare, dass man das ja nicht wirklich College nennen kann. Sowohl von Amerikanern als auch von Teilnehmern des Programms. Ich schlage mich durch folgende Kurse: Principles of Marketing (Basis Marketing, was ich schon in der Berufsschule hatte), Industrial Psychology (Wie rede ich mit Angestellten usw.) Aprecciation of Music (Dachte das wäre mit moderner Musik, ist aber mit klassischer Musik, Mozart und so weiter…shit happends), Fundamentals of Football (American Football Regeln, Taktik und so weiter) und Massage Therapy (Massieren…beste Klasse ever!).
Das College an sich ist riesig, es gibt ca. 16.000 Studenten. Da es ein Community College ist, gibt es keine Wohnmöglichkeiten auf dem Campus und deshalb auch kaum Studentenleben, was etwas schade ist. Aber man merkt hier, dass Bildung kostet, an meinem College ca. 3000 – 4000$ pro Vollzeitsemester. Dafür wird jedoch auch einiges geboten, angefangen von den immer sauberen Klassenräumen und Fluren, über die Bibliothek mit über 150 PC Plätzen und diverse Karriereprogramme und Seminare bis hin zu meinem Highlight dem Fitnessstudio. Schwimmbad, Whirlpool, Steamroom, Handtuchservice, neueste Geräte, alles vorhanden, es gibt sogar Conditioner in der Dusche, wobei ich bis heute nicht weiß wofür das gut ist.
Fun-Facts:
– Unser College hat über 9000 Parkplätze und die reichen kaum aus (dezente Autokultur hier)
– Wir haben eine eigene Polizeistation mit Zellenblock.
Community Service
Das Programm sieht vor, dass wir uns in der Gemeinde engagieren um Kontakte zu knüpfen und der Gemeinde etwas zurück zu geben. Ich hab bis jetzt 2 Arten von Community Service gemacht. Zum einen hab ich mit meinem Hostdad Süßigkeiten an der Straße verkauft und war sehr überrascht, wie viel Geld wir gekriegt haben. Stundenlohn von ca. 80$ ist auf jeden Fall eine gute Sache. Natürlich haben wir dieses Geld gespendet. Zum anderen hat Jim mit einen „Job“ bei der Feuerwehr hier besorgt, wo ich helfen durfte einen „Tag der offenen Tür“ vorzubereiten und durchzuführen. Wer mich kennt, weiß, dass ich bei Feuerwehrsachen wie ein kleines Kind bin. Dementsprechend war der Tag dort einfach nur cool und hat ultra viel Spaß gemacht.
Chicago
Chicago, Chi-Town, Windy City, das sind die Namen unter denen man Chicago hier in den USA kennt. Sie gilt bei vielen als die schönste Stadt der USA, was ich vollkommen unterstützen kann. Nach New York war ich etwas „besorgt“ , dass Chicago genauso laut, hektisch und voll ist. Aber zum Glück ist dies nicht der Fall. Für eine Großstadt ist Chicago unglaublich sauber und ordentlich. Die komplette Downtown-Area ist gemütlich zu Fuß zu erkunden und es gibt einfach sooo viel zu sehen. Von den Touristenattraktionen wie der Bean, Hancock und Sears Tower und dem State Theater mit dem Chicago Sign, über diverse Museen (die ich mir alle im Winter anschauen werde), bis hin zu kleinen Insidertipps die man sonst auch mal gerne übersehen hätte.
Freizeit
Freizeit…hab ich sehr viel von…und versuch ich auch so gut wie möglich zu nutzen. Generell kann man es in 5 „Themengebiete“ eingrenzen.
- Zuhause
Wenn ich zuhause bin, versuch ich meist meine Collegesachen erledigt zu kriegen, was leider manchmal mehr Zeit in Anspruch nimmt, als es mir eigentlich lieb wäre. Sonst verbringe ich zuhause meine Zeit damit, mit meinem Hostdad und Laurie zu reden oder zwischendurch mal ein BBQ zu machen oder nutze meinen neuen Netflix Account, welcher nicht förderlich für mein Lernverhalten ist.
- Mit Jim
Jim liebt es Sachen zu unternehmen, deshalb bin ich normalerweise mindentens 1 bis 2mal die Woche mit Ihm unterwegs. Während es im Sommer fast immer Konzerte in der Umgegend waren ist es inzwischen zu Barbesuchen und Golf übergegangen. Es ist aber auf jeden Fall immer eine spaßige Zeit.
- Downtown Chicago
Viel meiner Zeit verbringe ich in Downtown Chicago. Speziell zu nennen in diesem Fall ist Felix, ein anderer Teilnehmer des Programms, der „quasi“ in Downtown zumindest aber nah an einem der vielen Partyviertel in Chi-Town wohnt. Dementsprechend gehen wir oft zusammen raus, ob Party, Kino oder Barbesuch oder anderes…nichts ist unmöglich in Chicago. Dazu kommt, dass, wenn Besucher in der Stadt sind (andere Teilnehmer z.B.) man natürlich immer in Downtown unterwegs ist, da dort die ganzen interessanten Punkte gebündelt sind.
- Suburbs
Suburbs sind die Vorstädte von Chicago und damit genau das wo ich z.z. wohne. Man merkt nicht wirklich, dass es verschieden Städte sind, da sie alle ineinander übergehen. Das hat aber den Vorteil, dass man dort recht viel machen kann, auch wenn es auf den ersten Blick nicht wirklich so aussieht. Jede „Stadt“ hat Ihre eigene Mall, so dass man auf jeden Fall immer genug Möglichkeiten zum Bummeln hat. Zudem gibt es Kinos, alle Fastfoodläden dieser Welt und noch ein paar mehr, Sportmöglichkeiten und natürlich „Highschool-Football“. Ich war jetzt schon bei zwei Spielen und es war einfach cool und irgendwie wie in den Filmen. Aber dort vergessen Sie immer zu erwähnen, dass es um 22:00 Uhr abends immer recht kühl wird, wenn man auf einer Tribüne sitzt.
Roadtrips
Reisen, Reisen, Reisen, so viel wie möglich sehen, dass stand für mich schon früh fest, dass das eines meiner Hauptziele wird. Bis jetzt hab ich schon 5,5 Roadtrips gemacht. Über die berichte ich in den nächsten Wochen nochmal ausführlich.
Fun-Facts:
Die „interessantesten“ Fragen und Annahmen über Deutschland:
– Hört Ihr auch englische Musik?
– Habt Ihr McDonalds?
– Kennst du eigentlich Pizza?
– Deutschland ist doch ungefähr so groß wie die Staaten, oder?
– Wie fühlt Ihr euch eigentlich in einem Land mit Redefreiheit?
– Wenn man dann erzählt, was wir in DE alles dürfen, kommt Immer: Ouh ich glaub Ihr habt mehr Freiheit als wir
Ich hoffe, dass ich in Zukunft regelmäßiger zum Blog schreiben komme!
Lg Kevin





























