Das VISUM
10. Juli 2014
Obwohl einige von uns die Idee hatten, wollen wir natürlich nicht durch einen Tunnel unter der Mexikanisch/Amerikanischen Grenze in die USA „einreisen“. Deshalb brauchen wir ein Visum. Dafür gings erstmal von Köln nach Frankfurt. Dort traf ich die MitPPPler die in einem anderen Bus denselben Weg gefahren sind und unsere Fremdenführerin Lisa. Da Mareike im Maritim Hotel in Bonn arbeitet, konnte Sie für uns Sonderpreise buchen (Danke nochmal dafür!), so dass wir im dekadenten 4* Hotel mit Blick über Frankfurt schlafen durften anstatt in einer ranzigen Jugendherberge oder sonst wo. Nach einem kurzen Aufenthalt im Zimmer (2 Tee’s lang) ging es dann in die Frankfurter Innenstadt zum Essen, Trinken und quatschen. Trotz der Enttäuschung einiger Mitreisenden über fehlende Bademäntel, ging es am nächsten Morgen, nach einem wirklich atemberaubenden Frühstücksbuffet, Richtung Botschaft. Da dort die üblichen amerikanischen Sicherheitsbedingungen herrschen, die sich von den üblichen deutschen Sicherheitsbedingungen minimal (Ironie) unterscheiden, ließen wir alle elektronischen Geräte von vornhinein zuhause.
„Man merkt erst wie Wichtig etwas einem ist, wenn es nicht mehr da ist.“
Dies traf in diesem Fall auf unsere Handys bzw. Smartphones zu. Zum Glück hatten wir uns den Bahnweg inkl. Umsteigen in weiser Voraussicht „Old School“ aufgeschrieben. Leider haben wir vergessen, die Adresse der Botschaft bzw. den Weg von der Bahnstation zur Botschaft nachzuschauen, was dazu führte das wir erst etwas herum irrten. Im Endeffekt fanden wir Sie aber, da Sie recht auffällig eingezäunt und gesichert ist, sowie eine lange Schlange von „Einreisewilligen“ vor dem Tor stand. Glücklicherweise stand eine MitPPPlerin schon in der Schlange und wir konnten an der Hälfte der Schlange vorbei gehen…beliebt gemacht haben wir uns damit wahrscheinlich auch nicht :D. Nach 2 Sicherheitsschleusen und unter dem bösen Blick von mindestens 10 Sicherheitsbeamten schafften wir es trotz einiger Scherze die zum Glück niemand gehört hat ohne jegliche Zwischenfälle (Sonderkommando o.ä.) zu den VISA Schaltern. Dort wurde einem dann erstmal weniger freundlich mitgeteilt, das man doch gefälligst seine Dokumente sortieren sollte. Das hieß im Endeffekt, dass ¾ der mühsam zusammengesuchten Dokumente (Bankbestätigung, Bestätigung der Eltern usw.) vollkommen sinnlos und unnötig sind. Na toll….so viel Arbeit für die Katze. Von Schalter 1, wo wir auch noch Fingerabdrücke geben mussten, ging es zum Schalter 2, wo man schon wieder Fingerabdrücke geben mussten (weil man ja auf den 10 Metern seine Identität wechseln könnte). Von dort zum Schalter 3, wo man seinen Pass abgeben musste und nach 2 Fragen auf Englisch auch schon fertig war. Nach den Erzählungen, wo von 6 Stunden die Rede war, dachten wir, dass wir jetzt noch zu weiteren Schaltern, was aber nicht der Fall war, so dass wir nach ca. 1 Stunde fertig waren.
Dann ging es Zurück zum Hotel, Sachen abholen, Handy wieder in der Hand halten (eendlich :D), Bus buchen und dann ab zum Bahnhof. Alles in allem entspannter als man dachte.