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#39 Hoher Besuch

Lang lang ist’s her… Da nun auch in Pittsburgh endlich der Sommer eingetroffen war ich wohl zu beschaeftigt um noch einmal einen Blogeintrag vor dem grossen Roadtrip einzuschieben. Gucken wir mal, was denn so in den letzten 1.5 Monaten passiert ist:

– Meine Eltern haben sich Anfang Mai ihren Weg nach Pittsburgh gebahnt, ihren aller erster Trip ueber den grossen Teich. Den Kulturschock gut ueberstanden habe ich die beiden natuerlich quer durch Pittsburgh geschleppt um ihnen alles zu zeigen. Den Strip District (nein Mama das Wort „Strip“ ist immer noch kein Hinweis auf ein Rotlichmillieu), Mt. Washington, die Incline,Wholey’s, Church Brewery (eine Brauerei die in einer Kirche ist), das Andy Warhol Museum, Station Square, Cheesecake Factory, saemtliche Sportstadien, etc. Mama (Kinderkrankenschwester) hat sogar eine von mir organisierte private Tour durch das Childrens Hospital, welches unter den Top 10 der Kinderkrankenhaeuser der USA ist, bekommen. *Achtung Ironie an* Papa war besonders begeistert von Mama’s und meinen unzaehligen Shoppingtrips *Ironie aus* – sorry Papa. 😉 Auserdem haben die beiden ihren aller ersten Pittsburg(h)er verdrueckt…

Dann haben wir noch eine Ducky Tour durch die komplette Stadt. Hier wird man auf einem Gefaehrt, dass sowohl zu Land als auch im Wasser benutzt wird erst quer durch die Stadt und dann quer durch den Fluss geschippert. Warum DUCKY Tour? Naja, es werden ab und an wildfremde Leute auf der Strasse angequakt. Wenn man nicht gerade selbst quaken soll, dann ist das schon eine recht lustige Sache.
Naja und dann war da noch das grosse erste Treffen mit Khoreys. Lisa hatte ein riesen typisch american Barbecue geplant, wobei sie dann feststellen musste, dass unserem Grill das Gas ausgegangen ist. Egal. Es wird einfach improvisiert. Es war sooo lecker.


Ihren ersten Pittsburgh Pirates Baseball Wahnsinn durften sie auch miterleben als Khoreys und ich die beiden zu einem Spiel geschleppt haben. Auch wenn Papa lieber ein Fussball spiel und Mama als eingefleischter PITT Fan deren Footballspiel gesehen haette, hat es beiden -denke ich- trotzdem gut gefallen.

 

Um den beiden bei ihrem ersten USA Trip noch etwas mehr als nur Pittsburgh zu zeigen, haben wir noch zwei Trips nach Washington D.C. (dieses mussten die Armen -dank mir- ca. 22 Kilometer zu Fuss erkunden) und zu den Niagara Faellen gemacht.

DAS Highlight schlechthin war aber vermutlich der Muttertag. Lisa hat meine Eltern, die Family ihrer Schwester und deren Mutter zum Essen eingeladen. Nun, so besonders hoert sich das ja zugegebener Maßen noch nicht an. Allerdings hatte sie das „Monterey Bay Fish Grotto“ ausgesucht. Dieses Restaurant ist auf Mt. Washington gelegen und vom Speisesaal aus hat man einen wahnsinns Ausblick auf Pittsburgh. Was fuer ein gelungener Abend!

Mein persoenlicher Spruch dieses Aufenthalts kam von Papa, der meinte „Ich kann hier nicht mehr essen, ich komme mir bei den Portionen vor als muesste ich jeden Tag 2 Mahlzeiten im Schieshaus essen“ (Schweinfurter verstehens…) 😉

– Nach 11 Tagen hies es dann auch wieder „see you later“. Die beiden haben sich auf den Rueckweg nach Deutschland gemacht, und ich bin fuer ein verlaengertes Wochenende Oklahoma erkunden gefahren.

Erkunden ist gut gesagt. Oklahoma besteht aus sehr viel nichts, Tornados, Flutwarnungen, etlichen Kuhherden, und noch viel mehr NICHTS. Achja… und Zecken… eine davon hab ich mir brav als Andenken mit nach Pittsburgh genommen. Viele bezeichnen mich ja mittlerweile als recht tiefenentspannt – DAS hoerte aber allerdings bei dem Entdecken der Zecke auf. Um 2 Uhr morgens war ich zurueck in Pittsburgh und habe das Elend an meinen Rippen festgebissen entdeckt. Das war erstmal halb so schlimm. Bis ich Intelligenzbolzen das googlen angefangen habe und von Boriliose & Co. gelesen hatte. Was tun? Absolut richtig! Panisch werden und Mama in Deutschland aus dem Bett klingeln! Sie gab mir 2 Moeglichkeiten:

1) Selbst ist die Frau
2) Schlafen gehen und Lisa das ganze erledigen lassen oder Arzt aufsuchen

Da ich nicht mal einen Gedanken daran verschwenden wollte mit diesem Vieh in meinen Rippen schlafen zu gehen oder wahnsinnig viel Geld fuer die Entfernung beim Arzt zu zahlen, war schnell klar ich muss selbst ran. Mit Mamas Anweisungen per Skype hatte ich das Ding auch relativ schnell entfernt. Die Erleichterung dauerte allerdings nur wenige Sekunden an. Denn als Mama meinte ich sollte doch mal gucken ob ich auch den Kopf mit rausgezogen habe, musste ich feststellen dass dieser noch brav in meinen Rippen steckte. PANIK!!!
Naja nach weiterem metzgermaesigem Rumstochern (anders konnte man diese Selbstverstuemmelung nicht bezeichnen) hatte ich den Kopf drausen. So ziemlicher jeder fand diese Story recht amuesant. Ich hingegen war kurz davor mir Gedanken ueber einen passenden Grabstein zu machen. Nun ja, um es etwas weniger dramatisch zu machen: Mir geht es jetzt blendend, so zeckenfrei 😉

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Ansonsten gibt es nicht sehr viel neues zu berichten. Es wird immer schwerer interessante Blogs ueber einen normalen Alltag zu schreiben.

– Olivia, meine Gast-Cousine, hatte ihre Firmung. Die Zeremonie war auch etwas anders als in Deutschland, was wahrscheinlich daran lag, dass der Pfarrer 90% seines Gottesdienstes ueber die Pittsburgh Steelers, New England Patriots, Greenbay Packers und Tom Brady geredet hatte.

– Lisa hat es sich zu ihrer Aufgabe gemacht mir bei zu bringen wie man golft. So musste ich mit Alex zuerst in unserem Garten ueben. Naja, ich denke die Nachbarn sind komische Aktionen von uns mittlerweile gewohnt. Einen Tag danach ging es dann ab auf den richtigen Golfkurs.

– Arbeitstechnisch laeuft nach wie vor auch alles super. Ich hatte mittlerweile meinen letzten Arbeitstag bei der Anwaltskanzlei Cohen & Grigsby. Arbeite aber noch eine weitere Woche zusammen mit Paul und Rachel in der German American Chamber of Commerce.
Den ein oder andere networking Event habe ich dann auch noch hinter mich gebracht und am Dienstag werde noch ein letztes mal an einem Event teilnehmen. Diesmal mit Juergen Trittin, unserem ehemaligen Umweltminister.

– Ich habe Starbucks endlich dazu gebracht mir einen kalten Kaba mit Sahne zu machen.

– Lisa plant eine „I know Ronja Party“ zum Abschied. Ich wusste nicht recht was sie damit meinte, bis sie mir erklaerte wir werden einfach eine riesen Party mit allen Leuten die ich in meinem Jahr hier in Pittsburgh kennengelernt habe. Ihre Gaesteliste reicht von Family und Freunde, ueber meinen Chefs und Kollegen bis hin zu meiner Friseurin hier. Statt deutschem Essen sollen Burger und Hot Dogs serviert werden. Statt Fussball soll Football oder Baseball gespielt werden. Ich, als riesen Abschiedsparty-Fan (nicht), bin ja mal sehr gespannt…

 

In weniger als einer Woche werde ich mit mit 3 weiteren Teilnehmern auf den Weg zu unserem grossen Roadtrip machen.
Unser Plan ist es von Seattle aus die komplette Westkueste hinunter zu fahren und das Ganze am Grand Canyon bzw. in New Mexico zu beenden. Wenn ich von einem „Plan“ rede ist das eigentlich nicht ganz richtig, denn geplant ist bisland recht wenig. Aber, frei nach dem Motto „no risk no fun“, werden wir ganz sicher sehen was so passiert. 😉
Wichtig ist nur, dass ich nach 4 Wochen wieder in Pittsburgh bin. Denn schliesslich will ich weder meine eigene Party verpassen noch den letzten gemeinsamen Strand Urlaub mit Khoreys in Delaware ehe es fuer mich am 30.7. -leider- schon wieder nach Deuschland zurueck geht.

Natuerlich versuche ich Euch ueber den Roadtrip auf dem Laufenden zu halten. Ob das klappt? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung… Aber natuerlich koennt ihr mich jederzeit mit Nachrichten, Kommentaren, etc. bombadieren… 😉

Bis dahin….

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