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#38 Ein grosser Tag…

Wie ja bereits ca. 400 Mal in meinen Blogeintraegen erwaehnt, mache ich einen Teil meines Praktikums bei der  deutsch-amerikanischen Handelskammer hier in Pittsburgh.

Die „German American Chamber of Commerce, Pittsburgh Chapter“ besteht momentan aus:
Paul, dem President, mein Chef und natuerlich Borussia Dormund Fan!
Rachel, die Vice President und Mitgruenderin.
Lukas und Mir, die zwei Praktikanten und noch groessere BVB Fans. Hmm, vielleicht war das Pauls Einstellungskriterium?!

Bis zum 23.4.2015 gab es diese Handelskammer zwar schon, aber keiner wusste so wirklich davon denn an diesem Tag fand unser grosser Erfoeffnungsevent statt. Es war wahnsinnig viel Arbeit bis dahin, aber es war auch mindestens genauso aufregend denn wann kann man schon mal von sich behaupten aktiv bei einer Gruendung einer solchen Organisation mitgewirkt zu haben?!

Die Wochen vor dem 23.4.2014 waren also vollgepackt mit den verschiedensten Aufgaben, denn da es der Erfoeffnungsevent und somit der aller erste Event fuer uns sein wird, mussten wir ziemlich komplett bei Null anfangen.

Die Aufgaben reichten von der Gestalltung unserer Homepage (www.gaccpit.com), bis ueber Schilder drucken lassen, Gaesteliste ausarbeiten, Einladungen erstellen und verschicken, Erinnerungen verschicken, eine Facebookseite und einen Blog errichten, verschiedene Handouts entwerfen, Mitglieder und Sponsoren Vorzuege festlegen, Locations besichtigen und auswaehlen, Namensschilder drucken, etc. etc. etc. Und natuerlich networken, networken und nochmals networken. Diese Liste koennte ich wohl unendlich weiterfuehren, denn der Termin des Erfoeffnungsevent war sehr optimistisch ausgewaehlt. Kurz gesagt: Etwas mehr Zeit fuer die Vorbereitungen waeren sicher angenehm gewesen… 😉

Nun ja, die Zahl von urspruenglich 400 Gaesten war etwas hochgegriffen, deshalb korrigierten wir uns auf ca. 200-250 Gaeste. Wir entschieden uns bei der Location fuer Heinz Hall, quasi dem zu Hause des Pittsburgh Symphony Orchesters und gleichzeitig Schauplatz fuer verschiedenste Events wie Musicals, Comedians, Balettauffuehrungen, etc..

Am 23. April 2015 war es dann so weit. Um ca. 17 Uhr trafen die ersten Gaeste ein. Paul und Rachel waren natuerlich fuer die Begruessung verantwortlich, Lukas und ich kuemmerten uns darum Leute im Rahmen von Mitgliedschaften fuer die Handelskammer zu begeistern. Letztendlich lief es im grossen und ganzen ab wie bei so einigen Events in den USA, networking war das A&O.
Als „kleine“ Praktikanten kamen Lukas und ich uns schon etwas komisch vor beim networking mit den CEO’s von Bayer, Lanxess, UPMC & Co. Aber nachdem uns Paul ja schon auf einige Events mitgenommen hat wussten wir beide, wenn es gar kein Gespraechsthema gibt hilft Sport IMMER. Dank den Khoreys kann ich ja mittlerweile bei so ziemlich jeder US Sportart mitreden, obwohl die Amerikaner gerade bei Deutschland bezogenen Events sich ganz ploetzlich auch als Fussballfans outen. Beim Thema Sport gibt es auch nur einige ueberschaubare Regeln:

Regel 1) Du bist in Pittsburgh; ES GIBT KEIN BESSERES FOOTBALLTEAM WIE DIE PITTSBURGH STEELERS
Regel 2) Ja, die Penguines verbocken die Playoffs gerade, ABER SIE KOENNEN ES NOCH SCHAFFEN DENN SIE SIND DIE PITTSBURGH PENGUINES
Regel 3) In Sachen Collegesportarten, wer ist schon Duke, Wisconsin, Alabama oder LSU?! HAIL TO PITT, jede andere Antwort ist FALSCH
Regel 4) Nun ja das ist etwas schwierig, hier geht es um Basketball. Da Pittsburgh kein NBA Team hat habe ich mich einfach dazu entschlossen „zufaelligerweise“ einfach immer Fan des Teams zu sein, das auch mein Gespraechspartner bevorzugt. So war ich an diesem Abend Cleveland Cavaliers, Boston Celtics, Miami Heat und Dallas Mavericks Fan. Da mich Alex nebenbei mit den aktuellen Playoff Ergebnissen per SMS versorgt hat, konnte ich natuerlich immer mit besten Wissen glaenzen. 😉

Nun aber genug vom Networking, und ab zu meinen persoenlichen Highlights des Abends:

Highlight Nummer 1) Es war Zeit fuer ein kurzes Programm, bei dem Paul und einige andere kurze Reden hielten. Natuerlich wusste ich nicht, dass ich Teil von Paul’s Dankesrede war. Klar hatten Lukas und ich vermutet, dass wir mal ganz kurz namentlich erwaehnt werden, einfach weil wir nun eben Teil seines Teams sind. Das er es aber fuer noetig hielt zu erwaehnen, dass ich grossen Einfluss an der Handelskammer hatte, und meine Arbeit gelobt hatte, und als waere das noch nicht genug stolz erwaehnte, dass ich eine von insgesamt nur 75 Leuten bin die es geschafft haben im Rahmen des Congress-Bundestag Youth Exchange for Young Professionals (oder in deutsch: Parlamentarisches Patenschaftsprogram) in die USA zu kommen, war schon richtig richtig toll.

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Highlight Nummer 2) Am Ende der Reden kamen ziemlich viele Leute zu mir und wollten mir gratulieren und mehr ueber das Austauschprogramm erfahren. Schon irgendwie komisch wenn ganz ploetzlich die „hohen Tiere“ der Businesswelt hier so an einem interessiert sind. Noch dazu stellte sich heraus, dass Paul DER Kontakt ist, den man in Pittsburgh haben sollte.
Er stellte mich einem Bekannten vor. Wir unterhielten uns und stellten fest, dass er im 16. CBYX/PPP teilgenommen hatte (ich bin aktuell im 31.) und gebuertig aus Wuerzburg kommt. Was fuer ein lustiger Zufall, denn ich hatte aufgegeben Leuten zu erzaehlen, dass ich aus Schweinfurt komme denn es kannte einfach niemand. Selbst die Firma Horna ist mittlerweile in Pittsburgh bekannter als Schweinfurt, denn schliesslich fragt mich jeder was ich denn nach diesem Jahr in Deutschland machen werde und ich dann jedem von meinem Job bei Horna berichte.
Pauls bekannter erzeahlte mir ausserdem, dass er mittlerweile CEO & President einer deutschen Firma ist, die einen Standort in Pittsburgh hat, er aber momentan in Boston lebt. Am Ende unseres Gespraechs, drueckte er mir seine Visitenkarte in die Hand und beendete es mit folgenden Worten „Wenn du irgendwas hier brauchen solltest, IRGENDWAS, oder in den naechsten Jahren einen Job suchen solltest melde dich einfach, denn eine bessere Referenz wie die von Paul haettest du nicht bekommen koennen“. Joa, da war ich dann mal sprachlos. Was mach ich wenn ich sprachlos bin? Richtig! Grinsen und nicken…. 😉

Und vielleicht sogar mein groesstes Highlight Nummer 3) Unser Ehrengast an dem Abend war niemand geringers als der Botschafter von Irland und Besitzer der Pittsburgh Steelers; Mr. Dan Rooney! Mr. Rooney ist wirklich eine Ikone hier in Pittsburgh; jeder liebt ihn!
In seiner Rede erzaehlte er uns lustige Geschichten ueber seine Kindheit und Football, wie Barrack Obama ihn als Botschafter fuer Irland ernannte, und wie Hilary Clinton ihn des oefteren anruft um ihn zu gewissen Events zu schicken. Erwaehnt man die Rooney Familie hier in Pittsburgh weiss jeder sofort wer gemeint ist. Er wird gefeiert wie ein Popstar und ist einfach nur wahnsinnig sympathisch und voellig auf dem Boden geblieben.
Nach seiner Rede hatten einige Leute kurz Zeit mit ihm ein Foto zu machen. Da es relativ viele Leute waren, war keine Zeit fuer eine groessere Unterhaltung als ein „Hi, thank you, bye“. DANN kam mein Highlight! Bevor Mr. Rooney sich verabschiedete, holte mich Paul kurz zu sich um mich ihm vorzustellen. Natuerlich hab auch ich mein Foto mit ihm bekommen, viel mehr aber hat er mich zur Seite genommen und kurz mit mir geredet. Er meinte er findet es toll was ich mache, und ich soll doch jederzeit nach Pittsburgh zurueck kommen. Maaaaaaaaaan war das super!!!!!!!! 😉

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Der komplette Abend war fuer unsere Organisation und fuer mich persoenlich ein riesen Erfolg.
Es hat einfach wahnsinnig Spass gemacht die verschiedensten Leute zu treffen und natuerlich Teil eines so grossen Projektes zu sein.
Danke Danke Danke nochmal an Paul, der das Treffen mit Mr. Rooney moeglich gemacht hat. Das war definitiv mein persoenliches Highlight!
Ihr seht also, ich bin nicht nur am rumreisen und Sportveranstalltungen abgrasen… ab und zu arbeite ich dann doch schon mal was 😉

 

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