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#37 Viva Mexico

Hola mi nombre es Ronja y todavía no habla nada de español. Nein, mein spanisch ist nicht eingerostet, es ist ganz einfach nicht vorhanden. Diese Tatsache hat unseren Mexiko Urlaub ab und an etwas schwer gemacht, denn einige Mexikaner sprechen so gut englisch wie wir spanisch – gar nicht.

Am 28.3. ging es los. Wir mussten um 3 Uhr früh aufstehen, um uns um 4 Uhr morgens auf den Weg zum Flughafen zu machen. Überraschung ist das ja schon längst keine mehr, aber wir sind natürlich erst um 4 Uhr aufgestanden um dann schnell zum Flughafen zu hetzen und um 6:30 Uhr unseren Flug nach Cancun zu erwischen. Jede Schlacht bringt seine Opfer mit sich, in unserem Fall war das Noah, denn er hatte seinen Koffer nur zur Hälfte gepackt und obendrein noch sein Handy zu Hause vergessen. Nun ja, so ist das nun mal…

Von kalten 4 Grad Celsius kamen wir dann nach 3 Stunden im 27 Grad warmen Cancun an, von dort aus ging es dann noch 1 Stunde südlich Richtung Tullum/Akumal, wo unser Resort war. Das Resort war riesig und hatte so einiges zu bieten. Fussball, Basketball, Jetski, Tauchen, Schnorcheln, Delfin Shows, Animation, Spanischunterricht, uvm.. Viel wichtiger fuer uns aber, ein riiiesiges internationales Buffet. 😉
Die ersten zwei Tage waren zwar heiss aber etwas bewoelkt, die Tage danach sind die Wolken weniger geworden und die Temperaturen noch mehr gestiegen. Wir haben versucht so viele Aktivitaeten wie moeglich zu nutzen, letztendlich waren wir aber im URLAUB, was fuer uns hies relaxen pur; einfach am Pool oder am Strand in der Haengematte liegen und die Seele baumeln lassen. Die Action hatten wir uns dann fuer Abends aufgehoben wenn wir einige Shows des Hotels anguckten oder nach Playa del Carmen zum Essen und Shoppen gefahren sind.

 

Obwohl relaxen oberste Prioritaet fuer uns war, gab es 2-3 Highlights:

Noah und ich hatten uns in den Kopf gesetzt tauchen zu gehen. Also TAUCHEN, nicht Schnorcheln. So richtig mit Sauerstoff und Atemgeraet und allem was so dazu gehoert. Leider musste ich sehr schnell feststellen, dass mir $120 fuer einen kurzen Tauchgang inkl. ein wenig Fische taetscheln einfach zu teuer war – betrachtet man einmal die Ausgaben, die ich waehrend unseres Roadtrips im Juli noch haben werde. Das war aber ok, denn Denny, der Tauchlehrer, bot uns ein kostenloses Training im Pool an. Eigentlich ist das Training erst einmal dafuer gedacht um herauszufinden ob denn tauchen ueberhaupt die richtig Sportart fuer jemanden ist, oder ob man einfach Panik bekommt und absolut ungeeignet ist. Gesagt, getan. Alex war auch noch mit an Board. Wir Drei verbrachten also circa eine Stunde im Pool, bekamen Trockenuebungen und durften natuerlich lostauchen. Ich muss zugeben ich hatte mir das um einiges schwerer vorgestellt. Trotzdem war es schon ein merkwuerdiges Gefuehl den ersten Atemzug unter Wasser zu machen.
Noah hatte sich dazu entschlossen das Ganze im Ozean fortzusetzen. Denny hatte mir zwar versprochen mich kostenlos mitzunehmen, aber leider war am naechsten Tag der Tauchgang schon komplett ausgebucht. Trotzdem ein nettes Angebot, auch wenn das wahrscheinlich eher am „junge auslaendische Maedels“ Bonus lag, denn Noah musste natuerlich zahlen. 😉 Die Erfahrung war es mir auf jeden Fall wert, und evtl. kann man meine Pool-Tauch-Erfahrung ja irgendwann mal in groesseren Gewaessern fortsetzen… 🙂

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Was war denn noch so geboten? Achja, das Resort hatte einen eigenen Club/Disco. Nachdem Mexico bei der Altersgrenze fuer Alkohol eher europaeisch ist, gilt auch hier 18 Jahre als Grenze. Noah ist 17, und wir waren im Urlaub. Nachdem er trotzdem ein U18 all inclusive Baendchen bekommen hatte, setzten wir uns trotzdem den ein oder anderen Abend von den anderen Drein ab und hatten unsere „private Party“ in der Lobby an der Bar. Ich war also logischerweise fuer die Getraenke zustaendig. Nachdem Lisa das mitbekommen hat, hatte sie uns vorgeschlagen an einem Abend doch „kurz“ in den Club zu gehen. Das hatten wir ja sowieso vor… 😉
Liebe Alex, liebe Vanessa… Dank unserer/euerer Aufzeichnungen unserer Ausfluege, ist Noah ganz fest davon ueberzeugt, dass es nichts cooleres gibt als mit uns feiern zu gehen………. So verlief der Abend dann auch.
Er erklaerte mir zwar gefuehlte 400 Mal, dass er quasi halb Ire (iRRe trifft es eher) ist und trinken kann, aber als grosse Schwester habe ich ihm natuerlich pro Drink auch eine Cola untergejubelt. Ihr wisst ja gar nicht wie schwierig es war ueberhaupt an eine Cola OHNE Alkohol ranzukommen, geschweigeden einen „Sex on the Beach“ Cocktail zu bestellen ohne einen bloeden Spruch von den super schmierigen mexikanischen Barkeepern gedrueckt zu bekommen. Irgendwie waren auch nur Spanier dort zu finden, und absolut niemand sprach englisch. Wir hatten trotzdem eine super Zeit, und die all inclusive Drinks waren da nur ein netter Nebeneffekt. Um circa 3 Uhr hatten wir genug, vor allem Noah. Wir machten uns auf den Rueckweg zum Hotelzimmer, mussten allerdings laut Noah einen stundenlangen Stop am Pool einlegen um ihn etwas auszunuechtern 😉 Meinen „coole grosse Schwester“ Bonus habe ich mir also abgeholt und gegen 5 Uhr waren wir dann auch brav in unserem Bettchen… 😉

Ein weiteres, wenn nicht sogar DAS Highlight war fuer uns alle unser Ausflug zur Maya Ruine in Coba. Fuer einen Tag war es mit dem Nichtstun und in der Sonne bruzeln lassen vorbei. Ziemlich frueh am Morgen ging es fuer uns ins ca. eine Stunde entfernte Coba. Dort steht eine der sehr wenigen Maya Ruinen, die man bis heute noch besteigen darf. Uns wurde erklaert das beispielsweise die womoeglich beruehmtesten Ruinen in Chichen Itza aufgrund von einiger Unfaelle nicht mehr bestiegen werden duerfen. Laut unserem Guide gab es in Coba zwar auch schon den ein oder anderen Unfall (zuletzt vor 2-3 Monaten), aber scheinbar hat das noch nicht gereicht um die Ruine zu schliesen.
Vor Ort bekamen wir dann erst einmal saemtliche geschichtliche Hintergruende erklaert, vor allem dass die Maya begeisterte Sportler waren war fuer uns natuerlich interessant 😉 danach ging es ab auf die Fahrraeder und los zur Nohoch Mul, was wohl „grosse Ruine“ zu heissen scheint. Die Ruine war circa 45 Meter hoch, und wenn man sich das ganze so ansah war auch schnell klar wie die Unfaelle passieren konnten. Es gab weder Sicherheitsleute noch Sicherheitsvorkehrungen jeglicher Art, was uns natuerlich nicht davon abhielt die Ruine bei circa 30 Grad im nicht vorhandenen Schatten zu besteigen. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, diesen Liedtext von Xavier Naidoo hatte ich die ganze Zeit im Kopf, und er konnte nicht besser passen. Wie gesagt, es waren 30 Grad, das Wasser war schon auf halben Weg zur Ruine mit dem Fahrrad leer getrunken worden. Die Stufen, ja ich frage mich heute noch ob Stufe ueberhaupt das richtige Wort fuer so etwas ist. Manche „Stufen“ waren da schon mal einen Meter hoch, auf andere konnte man kaum einen Fuss setzen. Alle Menschen sind quasi auf allen Vieren hochgekrochen, denn einfach nach oben zu marschieren war schier unmoeglich. Kurze Zeit spaeter, nass geschwitzt und voellig auser Atem waren wir dann schon oben angekommen – die Aussicht war der Wahnsinn und hat definitiv fuer den Weg entschaedigt. Man konnte ewig weit blicken. Haette uns der Weg nach oben nicht schon den Atem geraubt, so waere das spaetestens bei der Aussicht der Fall gewesen. Nach einer kurzen Pause in der prallen Sonne in circa 45 Metern Hoehe, ging es auch schon wieder abwaerts. Leider war das nicht weniger schweistreibend. Wieder auf allen Vieren oder auf dem Hintern runterrutschend ging es Stueck fuer Stueck wieder Richtung Boden und mit den Fahrraedern zurueck zum Bus. Der Ausflug war naemlich noch laengst nicht vorbei.
Nachdem wir eine weitere Stunde quer durch einige noch original Maya Doerfer gefahren sind, ging der eigentliche Action Teil unseres Ausflugs los – als waere das Erklimmen der Ruine nicht schon genug Action gewesen, wir hatten schliesslich immer noch 30 Grad!
Zuerst fuhren wir in einem Kanu quer ueber einen Fluss von dem man sagt das es dort Krokodile gibt. Da fing der Spass wirklich schon an, denn wie es eben bei einem Kanu so ueblich ist fuellten immer zwei Personen ein Boot. Den Anfang machten die zwei etwas kraeftigeren Frauen aus St. Louis, die haben sich als Erste richtig gut geschlagen. Danach folgten unsere „Sportskanonen“ Lisa und Nina, die haben voellig die Route verloren und sind statt diagonal zur Anlegestelle erst einmal schnurstracks quer zum anderen Ufer gepaddelt. Ihnen folgten ein italienisches Paerchen, der Arme hat mir etwas leid getan denn seine Freundin hat irgendwie vergessen dass das Paddel schon im Wasser sein sollte um vorwaerts zu kommen. Danach kamen Noah und ich an die Reihe, natuerlich wollten wir den anderen zeigen wie man denn richtig den Fluss ueberquert und so ueberholten wir zuerst die Italiener, dann Nina und Lisa und fast sogar noch die Ladies aus St. Louis. Nach uns kam dann noch eine Familie aus Bufallo, New York, die hatten allerdings extrem Orientierungsschwaechen. Keine Ahnung wo die ueberhaupt rumgepaddelt sind. Alex und unser Guide Erik mussten die 4 dann bis zur Anlegestelle abschleppen.
Dort angekommen ging es circa 10 min durch den Dschungel um uns dann ueber dem Fluss, den wir gerade noch ueberquerten ziplinen zu lassen. Beim Ziplinen haengt man an einem Stahlseil, welches ueber eine gewisse Strecke gespannt ist. Puh, fand ich gar nicht so toll. Keine Ahnung wie hoch das war, auf jeden Fall viel viel viiiiiel zu hoch mit meiner Hoehenangst. Aber kneifen ist bekanntlich nicht, also lies ich es einfach ueber mich ergehen. Zip linen stand insgesamt zwei Mal auf dem Programm, aber es wurde einfach nicht niedriger.
Eine Minuten durch den Dschungel spaeter trafen wir uns mit einem Schamanen – einem Priester des Maya Stamms. Hier nahmen wir an einer Art Gottesdienst teil, welcher in der Sprache der Maya abgehalten wurde. Natuerlich hatte ich keine Ahnung was er da von sich gegeben hatte, nachdem Erik uns allerdings einiges erklaerte, musste ich feststellen das er uns segnete. Naja nicht ganz uns, aber unsere Heimatlaender. Joa… Nachdem jeder dachte ich bin Amerikanerin und ich nicht wusste was der Herr denn gerade erzaehlt, ist Deutschland jetzt leider eher nicht gesegnet- sorry! Alles in Allem war die Zeremonie schon richtig interessant. Nina, die ja bekanntlich extrem glaeubig ist, hatte danach allerdings etwas Angst ploetzlich in den Maya Glauben konvertiert worden zu sein. 😉
Nach der Zeremonie ging es fuer uns ab in die Cenote. Eine Cenote ist, so wie ich das verstanden habe, eine Art Grotte aus der der Stamm sein Trinkwasser bekommen hatte. Nebenbei wurden scheinbar wurden teilweise auch die Jungfrauen eines Stammes dort geopfert. Der Clue dabei war, es ist eine Grotte. Das heisst einfach nach unten spazieren ist nicht. Wir mussten uns circa 30 Meter in ein schwarzes Loch abseilen. Halloooo Hoehenangst. Gott sei Dank war es einfach erst mal stockfinster, von daher hat man gar nicht so wirklich gesehen wie hoch das tatsaechlich ist. Am Ende unseres Seiles war ein Gummiring, so konnten wir uns direkt dort hinein abseilen und uns in der Grotte herumtreiben lassen um ein paar Fledermaeuse zu beobachten die um uns rumgeflogen sind. Wenigstens die Temperaturen waren uns dort unten so ziemlich egal, denn es war eine super Erfrischung! Nach circa 20 Minuten wurden wir dann wieder herausgezogen und konnten uns auf den Weg zum original Maya Mittagessen machen. Richtig lecker war das, was auch immer es war. Es schmeckte definitiv besser als das es aussah… 😉
Das war dann auch schon das Ende unseres Trips. Leider hatten wir keine Kamera dabei, und die Fotos zu kaufen, die ein Fotograf fuer uns waehrend des Trips gemacht hat war einfach soooooo teuer – unglaublich. Naja…

 

Springbreak in Mexico war definitiv eine super Idee.
Wir hatten jede Menge Spass und konnten uns super erholen.
Selbst die Sonne hatte scheinbar noch ins Flugzeug gepasst denn das Wetter in Pittsburgh war um einiges besser als bei unserer Abreise.
Ich kann es jedem nur empfehlen, wenn moeglich, mal einen Abstecher nach Mexico und vor allem in die Kultur der Maya zu machen!

Somit ist auch mein Blog wieder ziemlich up2date, yaaayyy!
Ich hoffe es bleibt dabei und ich komme wieder regelmaesiger zum schreiben.
Andererseits ist es aber auch zu verlockend meine Zeit hier noch mehr zu geniesen als ich es vorher schon getan hatte.

In 3 Monaten bin ich schon wieder in Deutschland.
Schon verrueckt…..

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