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#30 Hakuna Matata

Beginnen wir diesen Eintrag doch einfach mal mit einem Lied oder einem passenden Motto fuer 2015

Englisch:
Hakuna Matata, what a wonderful phrase
Hakuna Matata, ain’t no passing craze
It means no worries for the rest of your days
It’s our problem free philosophy, Hakuna Matata

Deutsch:
Hakuna matata, diesen Spruch sag ich gern
Hakuna matata, gilt stets als modern
Es heißt, die Sorgen bleiben dir immer fern
Keiner nimmt uns die Philosophie, Hakuna matata

Warum also Hakuna Matata? Naja, „it means no worries“, und die habe ich hier nun wirklich nicht. 😉
Viel ist seit Silvester nun nicht wirklich passiert. Waehrend mich Alex aber zwingt „Friday Night Tykes“ oder sowas anzugucken (soweit ich das mitbekommen habe geht es um uebergewichtige Kids die in einem Football Boot Camp untergebracht sind), dachte ich mir kann ich auch genauso gut einen neuen Blogeintrag ueber dies und das schreiben.
Wie gesagt, viel ist seit Silvester nicht passiert – der Alltag eben. Die große Action blieb vorerst aus, was auch mal ganz entspannend ist.

 

Mein Job:

Da ich in meinem Job mit mehreren Organisationen zusammenarbeiten werde, hat mich Paul (mein Chef) gefragt ob ich nicht Zipora Gur, die Gruenderin der Organisation „Classrooms Without Borders“ kennenlernern moechte. Klaro. Warum nicht. Wir trafen uns also zu Dritt auf einen Kaffee, naja bei mir bleibt es nach wie vor beim Kaba. Die Begegnung war ziemlich witzig, denn Zipora stellte sich mir gleich als „Zippy“ vor und berichtete mir gleich das sie gebuertig aus Israel kommt. Was noch so witzig war? Naja, also… wie soll man das beschreiben… Ihr Style… Fuer mich sah das so ein bisschen aus wie: aus dem Bett gefallen, auf den letzten Metern zum Auto noch schnell ein paar Klamotten angezogen, Lippenstift und Lidstrich mal kurz waehrend der Fahrt gemacht, muss ja auch alles nicht so akkurat sein – reicht ja wenns irgendwie ansatzweise an die richtige Stelle im Gesicht geklatscht wurde. Außerdem vermute ich, dass Zippy wohl einen Kampf mit ihrem Foen oder ihrer Haarbuerste hatte – was auch immer es war, es hat den Kampf gegen Zippy uns ihre Frisur gewonnen, wenn man es ueberhaupt Frisur nennen durfte. Normalerweise heißt es ja „dont judge a book by its cover“ (deutsch: beurteile ein Buch nicht nach dessen Cover), allerdings spiegelte Zippy’s Aussehen zu 100% ihre Verruecktheit wider. Sie loecherte mich nur so mit Fragen. Bevor ich ueberhaupt wirklich mit der Antwort fertig war kam schon die naechste. Neben der Fragenstellerei diskutierte sie noch einige Events mit Paul. Auch er schaffte es nicht zu Antworten ohne das Zippy ihn unterbrach und mit der naechsten Idee ums Eck kam. Nach gut einer Stunde dachte ich, dass das Treffen vorbei ist. Tja, denkste… Zippy arbeitet von ihrem Loft aus und wollte mich gleich mitnehmen um mich den anderen zwei Mitarbeiterinnen vorzustellen. Isabel und Melissa. Isabel ist ebenfalls Deutsche aus Rosenheim, Melissa Amerikanerin mit israelischen Wurzeln. Zippy’s Loft? Richtig cool. Es ist auf dem Mount Washington gelegen, gucke ich also aus dem Fenster sehe ich die Skyline von Pittsburgh. Die Arbeitsatmosphaere? Ziemlich locker. In Zippys Kueche kocht sie ab und an fuer uns und es wird viel gelacht. Allerdings ist alles sehr chaotisch, wie gesagt Zippy schießt einfach so mit Saetzen und Ideen um sich, am besten man filtert einfach raus was gerade wichtig und was Kaese war. Sicher nicht mein Traumjob, aber fuer 6 Monate definitiv eine Moeglichkeit meine coole Zeit hier genauso cool fortzusetzen. Bekomme ich hin. 😉

 

Sport Sport Sport:

Ja, den gibt es immernoch. Denn obwohl wir vor meiner Abreise aus Deutschland scherzten, dass ich wohl gewichtstechnisch nicht mehr an meinen Schreibtisch auf der Arbeit passen wuerde, wollte ich es bei einem SCHERZ belassen. 😉
Diaet? Ich? Come on! Wer wuerde mir denn das abkaufen?! Ich esse hier natuerlich noch mehr junk food als ich eh schon in Deutschland gegessen habe. Meine 118 kcal Milchschnitte pro Tag, die ich hier ja nicht zu mir nehmen kann, gleiche ich einfach mit einem 300 kcal Cheesecake Brownie von Starbucks aus. Was soll der Geiz.
ABER… Ich mache Sport, viel Sport. Bis jetzt hat es fuer Fußball, Basketball, Ultimate Frisbee, einen 5k Lauf, American Football, Skifahren, Schlittschuhlaufen und Personal Trainer Workout gereicht. Findet ihr nicht, dass da noch mehr geht? Richtig. Finde ich auch. Deshalb dachte ich mir; wer ueber einen Fußballplatz stolpern kann, der kann ja wohl auch ein bisschen uebers Eis rutschen. Ja, ich habe mich also zum Eishockey angemeldet. Naja nicht ganz. Alex spielt Eishockey, und da gibt es 1x pro Saison ein Spiel „Erwachsene gegen Kids“. Vorausgesetzt wir koennen eine Ausruestung auftreiben, werde ich da dann teilnehmen. Meine Cousins werden sich jetzt wohl totlachen, aber ich melde mich dann wieder wenn die Pittsburgh Penguines mich gesichtet haben. 😉

Und sonst so? Alex hat mich zu seiner Personal Trainerin gemacht, d. h. wir sitzen jetzt jeden Tag fuer 20 Minuten da und machen ein paar Uebungen. Achja, und dann ist da ja noch die Plank Challenge. Liebes Maedels des Horna Teams, ich weiß wie wenig ihr es vermisst das ich mit irgendwelchen komischen Challenges ankomme (30 Tage Situp Challenge, 30 Tage Kniebeuge Challenge, etc.) aber vielleicht ist ja die 30 Tage Plank Challenge etwas fuer Euch… 😉

„Die 30-Tage-Plank Challenge
Die Aufgabe: Unterarmstütz vorlings „Plank“ also einfach ein Brett sein 😉

Übungsausführung Unterarmstütz (Planks):

Die Ellenbogen sind direkt unter den Schultern.
Die Beine gestreckt wie bei einer Liegestütze.
Spann dein Gesäß (M. Gluteus Maximus) an.
Bleib in dieser Position. Atmen nicht vergessen.

blaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

 

Das große Schwester Dasein:

Jap, das gibt es auch noch.
Wenn Lisa aus Geschaeftsreise ist, und Emely die Nacht-Nanny keine Zeit hat, bringe ich Alex ins Bett. Keine große Sache. Bettzeitverlaengerung aushandeln. Film gucken. Bettzeit. Gute Nacht.
Am Morgen wecke ich dann alle auf, sodass sie ihren Bus erwischen. Auch keine große Sache, waere da nicht Noah.
Noah aufzuwecken ist so ziemlich das schlimmste was es gibt… Beispiel?
Naja wie berichtet habe ich mich mit meinem Chef Paul getroffen, das war um 8:30 Uhr – um 7:45 Uhr musste ich dafuer los, d. h. alle mussten wach und ready to go sein.
Im Schlafanzug bin ich also zwei Stockwerke nach oben geschlappt, habe Noah das 1. mal aufgeweckt.
2 Stockwere nach unten, Hose von Schlafanzughose in normale Hose wechseln und wieder ins Obergeschoss – Aufwecken Klappe die Zweite. Nach einem Grummeln also wieder nach unten, Oberteil an und wieder von vorne. Und weil es so schoen war noch einmal mit Schuhen. UND noch einmal als ich dann endlich gegangen bin. Er war wach, aber blieb im Bett liegen, was noch nie ein gutes Zeichen war. Oh ja, ich weiß wovon ich rede denn ich musste ihn schon unzaehlige Male in die Schule fahren weil er ein chronischer Busverpasser ist. Ich musste allerdings wirklich los, deshalb machte ich Alex einfach „man of the house“. Laut seiner Aussage „Ronja, mach dir keine Sorge, ich bekomme das hin. Viel Spaß“… Oki Doki Alex… Hat auch ganz gut geklappt, Noah hatte 2 Stunden zeit sich fertig zumachen und hat es tatsaechlich gerade so zum Bus geschafft. Juhu!

Und wer bringt mich ins Bett? Na klar! Alex! Wenn ich mal einen Powernap brauche und mit Handy oder Laptop in der Hand einschlafe, ist er zur Stelle. Er legt den Laptop oder mein Handy weg, macht das Licht aus UND deckt mich sogar zu. Ja die Nervensaege kann auch total sueß sein. 😉

 

Der Fuehrerschein:

Ich habe mich dazu entschlossen den amerikanischen Fuehrerschein zu machen. Bringt einfach ein paar Vorteile in Sachen Ausweis oder Versicherung. Naja bevor ich ueberhaupt eine Pruefung ablegen darf, brauchen die Amis noch eine Art Attest von einem Arzt. So ein Schwachsinn. Naja, ist eben so. Also bin ich auf zu einem Medical Express, die machen das naemlich fuer $30 und ohne groeßes Prozedere. Also wenn DAS kein großes Prozedere war, moechte ich nicht wissen wie es in einer normalen Arztpraxis zu geht. Vor ein paar Wochen lag ich noch halbtot mit einer Grippe auf der Couch und bin natuerlich nicht zum Arzt gegangen, und jetzt? Jetzt wird mein Blutdruck, mein Puls, meine Lunge und weiß der Herr was noch alles fuer meinen Fuehrerschein gecheckt. Ich wurde ueber saemtliches Krankheiten ausgefragt von denen ich eh keine Ahnung hatte also habe ich einfach jede Frage mit NEIN beantwortet. Achja dann war da noch meine Lieblingsfrage: „Haben sie noch beide Arme und Beine???“. Liebe Frau medizinische Assistentin, meine Arme bewahre ich grundsaetzlich im Handschuhfach auf, die Beine passen leider nur in den Kofferraum. Ernsthaft Amerika?!

 

Orthodox Christmas:

Orthodox Christmas ist quasi an unserem Drei Koenigs Tag, und die Khoreys feiern das weil sie eben syrisch orthodox sind. Es gab fuer jeden ein persoenliches Geschenk und ein Familiengeschenk.
Die persoenlichen Geschenke waren:
Fuer Nina 2 Taylor Swift Konzert Tickets
Fuer Noah 2 Linkin Park Konzert Tickets
Fuer Alex 2 Tickets fuers Collegebasketball Turnier
Und ich? Ich habe 2 Tickets fuer ein Pittsburgh Penguines Eishockey Spiel bekommen.
Aktuell gibt es noch einen harten Kampf zwischen Noah und Alex, denn beide wuerden gerne mit mir dorthin…

 

Noah’s Show:

Ja, und dann war da Noah’s Show.
Noah hat eine Band namens FaceBox, die sich allerdings aufloesen wird. Er und Jaxon, der Gitarrist sind gerade dabei eine neue Band zu gruenden. Die Musikrichtung ist so gar nicht mein Ding – Metal.
Aber, große Schwester eben… Noah kann ziemlich gut singen (macht er ja zu Hause 24 Stunden am Tag), also kann ich ja mal bei seinem Konzert vorbei gucken.

Hier mal ein kleiner Ausschnitt:

So das war es mal wieder.
Am Sonntag geht es dann ab zum Skifahren und ab Dienstag faengt dann das Arbeitsleben an.
Der Superbowl steht bald an, leider ohne Beteiligung der Steelers.
Aber ich werde Euch natuerlich weiterhin auf dem Laufenden halten.
So long…..

 

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