# 24 Was lange währt, währt gut

Aller guten Dinge sind DREI !!!

Ich bin stolz darauf, euch in diesem Blog, von einem meiner schönsten Tage im Leben berichten zu können. Dabei wäre alles beinahe nicht Zustande gekommen …

Alles begann am Montag, denn das ist immer der Tag, an dem ich den Schichtplan vom Country Club bekomme. Gary ist da immer schneller sodass ich immer Mittwochs weiß, wie ich die kommende Woche zu arbeiten habe. Nun es stellte sich heraus, dass ich am Mittwoch sowie am Donnerstag sowohl im Country Club als auch im The Egge and I, nicht zu arbeiten brauche. Zunächst dachte ich mir nichts dabei bis ich die Werbung im Fernsehen sah, dass das NBA Spiel der Atlanta Hawks gegen die Dallas Mavericks am Mittwoch den 25. Februar stattfindet. Ich dacht mir ohhhh mein GOTT !!! Da musst du hin und ich schaute nach Karten. Ich fand schnell eine Seite, bei der Leute ihre Karten zurück geben können und hab beim Kauf einer Karte für $ 25 inklusive Steuer ein wahres Schnäppchen gemacht. In dem Moment hab ich einfach nicht überlegt sondern nur gehandelt. Ich dachte mir so eine Chance, deine zwei Lieblingsteams der NBA hautnah zu sehen, bekommst du im Leben nur einmal. Zumal ich ja mit Dirk noch was offen hatte. 🙂

Der Mittwoch kam also und ich war bereits früh schon wahnsinnig aufgeregt, da ich nichts gutes über das Wetter hörte. David, ebenfalls ein Teilnehmer des PPP und Platziert in Jasper, eine Stunde nördlich von Atlanta, empfahl mir zu Hause zu bleiben. Nun saß ich 11 Uhr früh im Auto und las seine Nachricht über Schneesturm etc. Ich war hin und hergerissen, ob ich es riskieren sollte oder nicht. Meine Letzte Chance war Karin (Brantleys Mum). Sie war in der Zeit in Altanta und ich bat sie um einen Rat. Sie meinte wenn ich es bis 4 Uhr Nachmittags nach Atlanta schaffen würde, wäre ich auf der sicheren Seite, den Sturm doch noch zu umgehen. Und so vertraute ich ihrem Rat und fuhr nach Atlante ohne Rücksicht auf Verluste. Ich schaltete meinen Verstand aus und hörte einfach auf mein Bauchgefühl. Ich war aufgeregt wie sau und 50 Meilen vor Atlanta fing es dann nun an mit richtig heftigem Regen. Ich blieb ruhig und dachte mir dir kann nichts passieren solange es nicht gefriert. Ich dachte mir nur ich will endlich ankommen.

Gegen 2:30 Uhr erreichte ich das Parkhaus und just in dem Moment fing es mit dem Eisregen an. Mir war in dem Moment alles egal ich dachte auch nicht daran, wie ich wieder heim komme ich wollte einfach nur zum dritten mal Dirk ganz nah sein und mir endlich ein Traum erfüllen ein Autogramm und ein Foto mit ihm zu bekommen. Ich ging es ruhig an. Nahm Platz im CNN Center, welches gleich neben der Arena ist, aß etwas und trank einen Kaffee. Dann passierte etwas, was ich gar nicht auf der Rechnung hatte, die wollten ernsthaft das Spiel, aufgrund des Wetters absagen. !!! Bitte WAS !!! Ich bin fast vom Stuhl gekippt und dachte mir dass kann doch alles nicht wahr sein. Dann laß ich einen Kommentar von Al Horford (Basketballer der Hawks), dass die Hawks auf jeden Fall spielen. Ich war nur noch erleichtert.

Um der Erste in der Halle zu sein, stellte ich mich eine Stunde vor Einlass an den Eingang, wo ich ein paar nette Leute aus Mexico kennen lernte, die allerdings schon einige Jahre in America leben. Sie halfen mir ein wenig runter zu kommen und es tat einfach gut mit jemanden zu quatschen. Pünktlich um 6 Uhr, gingen die Türen auf. Es brachen alles Dämme bei  mir ich rannte einfach nur noch zu Section 5, um einen Platz in Nähe der Bank von Dallas zu ergattern. Ich konnte es nicht fassen. Ich stand in dem Moment in der Ersten Reihe und ganz nah lediglich mit zwei anderen Leuten. Dirk musste an mir vorbei, wenn er zurück in die Kabine wollte. Ich war meinem Ziel so verdammt nah. Bevor wir Dirk sahen, bekam ich noch drei Autogramm von seinen Teamkollegen wie zum Beispiel von J.J. Barea. Nachdem sich Dirk eingeworfen hatte ging es zurück in die Kabine. Er nahm sich wirklich Zeit und ich bekam es hin mit ihm ein Bild zu machen und ein Autogramm zu bekommen. Ich war in dem Moment der glücklichste Mensch auf Erden und bin es auch heute noch. 🙂 … Man kann sagen, dass sich im Leben alles auszahlt. Ja ich glaub sogar es war mein Schicksal, dass ich an diesem Abend nach Atlanta bin. Es war einfach nur unfassbar, dass ich ihm so nah sein konnte. Ein Moment von den ich meinen Kindern noch berichten werden. 🙂

Foto mit Dirk Nowitzki

Foto mit Dirk Nowitzki

Das Spiel war super !!! Ich hatte keinen wirklich Favoriten, wobei mein Herz am Ende doch für Atlanta etwas höher schlägt. An diesem Abend war Dennis Schröder mit 17 Punkten Topscorer der Hawks. Ich habe dann einfach das Spiel genossen, denn ich hatte bereits alles was ich wollte und einen der schönsten Tage meines Lebens, sodass das Ergebnis von 104 zu 87 für die Hawks nur noch Nebensache war. 🙂

Es war nun soweit, das Spiel war vorbei und ich musste mich entscheiden, fahre ich wieder die 3,5 Stunden bei strömenden Regen zurück nach Valdosta oder suche ich mir ein Hotel. Zunächst war ich für Variante Nummer Zwei. Ich fuhr etwas südlicher von Atlanta um in einem Hotel nach einem Zimmer zu fragen. Man wollte $ 90 haben + Steuern. Nach ein wenig verhandeln hatte er mir $ 80 inklusive Steuer angeboten, was mir aber immer noch zu viel war. Ich entschied mich ca. 50 Meilen weiter südlich nach Macon zu fahren, um dort nochmal mein Glück mit Hotel zu probieren. Als ich dann Höhe Macon war und ich mich gut fühlte, dachte ich mir hältst nicht an und ballerst einfach die 150 Meilen noch nach Valdosta. Die Verlockung war zu groß in zwei Stunden zu hause zu sein und mich ins Bett zu legen, auch wenn es schon knapp 1 Uhr in der früh war. Ich hab mir einfach noch meinen letzten Monster Energy Drink reingepfiffen und bin einfach gefahren. Zwischendurch hab mich Selbstgespräche geführt, meine Linkin Park CD das achte Mal angehört, mir ab und zu ins Knie gekniffen und versucht mich bei Laune zu halten 🙂

Am Ende war es gegen 3 Uhr in der Früh, als ich Valdosta erreichte. Ich war einfach nur Glücklich, das ich so einen geilen Tag hatte, der beinahe nicht zustande kam und ich $ 80 für ein Hotelzimmer gespart hatte.

Ich kann schon mal ein wenig Spannung aufbauen, denn mein nächstes Ziel wird am 4. April Dennis Schröder sein, denn dann spielen die Hawks zu Hause gegen die Brooklyn Nets. Ich nehme mir fest vor ihn zu treffen. Genügend Erfahrung habe ich ja nun. Wenn das Glück mir hold ist, schaffe ich auch das. Drückt mir also die Daumen … !!! 🙂

 

 

# 23 Die Jobsuche hat ein Ende

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen …

Schließlich, kann ich nicht ganz ohne stolz sagen, dass ich meinen Zweiten Job in den Staaten gefunden habe. Man kann sagen, dass sich letztendlich meine harte Arbeit, einen Job zu finden, ausgezahlt hat, denn diesmal wurde ich angerufen, ob ich noch einen Job suche. Aber der Reihe nach. 🙂

Es war also der 7. Februar und ich war mit ein paar Leuten vom College auf dem Weg nach Jacksonville zum Paintball spielen. Allein darüber könnte ich einen Blogeintrag schreiben, doch ich versuche es auf das Wesentlichste zu begrenzen. Es war für mich definitiv eine Erfahrung wert. Wir waren eine wirklich coole Truppe, was denke ich beim Paintball viel ausmacht. Es war ein reiner Outdoor Parcour mit insgesamt acht verschiedenen Maps, die wir auch alle bespielten. So war eine Map zum Beispiel einem kleinen Dorf nachempfunden eine andere wiederum simulierte ein altes Fabrikgelände. Es war richtig viel Nervenkitzel dabei und wir alle hatten eine Menge Spaß. 🙂

Paintball Gruppenbild

Paintball Gruppenbild

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Ich saß also nichtsahnend in unserem Kleinbus, der uns nach Jacksonville brachte, da bekam ich einen Anruf von Gary. Er ist der Besitzer der Egg and I Filiale in Valdosta und ich hatte mit ihm bereits am 9. Januar Kontakt, ob er nicht einen Job für mich hat. Diesen Kontakt habe ich Candace zu verdanken, die ich durch meinen Community Service kenne. Sie rief ihn mal spontan in meinem Beisein an, ob er mich denn nicht mal kennen lernen wolle. Sie erzählte ein wenig von mir und Gary lud mich dann am 9. Januar zum Vorstellungsgespräch ein. Wir verstanden uns auf Anhieb und ich erkannte sehr schnell, dass er ein wirklich herzlicher und fairer Chef ist, dem die Mitarbeiter am Herzen liegen. Leider hatte er zu dem damaligen Zeitpunkt keine Stelle für mich offen, doch er versprach sich bei mir zu melden, sobald er was offen hätte. Zugegeben ich gab nicht viel auf das Versprechen, da ich schon zu oft gesagt bekommen habe, man melde sich bei mir und dann wurde nichts draus. Doch als ich dann den Anruf von ihm bekam, war ich echt von den Socken, denn er war wirklich der Erste, der sein Versprechen hielt und sich bei mir meldete. Scheine ich doch schon eine recht positive Wirkung auf ihn gehabt zu haben, was er mir auch mehrfach wissen lies. 🙂 Wir vereinbarten nun dann ein nächstes Treffen am 9. Februar und ich war aufgeregt wie Bolle, was er mir zu sagen hatten.

Ich traf Gary dann am Montag den 9. Februar und er bot mir eine Stelle als Busser in seinem Restaurant an. Ich war es gewohnt als Busser zu arbeiten und hatte dadurch meinen Job im Country Club reichlich Erfahrung, doch war ich positiv überrascht über das Aufgabengebiet eines Bussers in seinem Restaurant. Ich bin Hauptsächlich für das Decken der Tische verantwortlich und einige sauber mach Aktivitäten. Ich muss zum Beispiel nicht die riesigen Tablets tragen, wie ich es im Country Club machen muss und zudem, ist es nicht mein Job die Teller von den Tischen zu räumen, dass sollen die Kellner machen. Anfangs viel es mir nicht leicht mich daran zu halten, war ich es doch vom Country Club ständig gewohnt, die Teller in die Küche zu tragen. 🙂 Rundum muss ich sagen, ist es rein körperlich gesehen etwas einfacher als in meinem Ersten Job und Gary halte ich für einen faireren Chef, denn er bezahlt mich wirklich für die Zeit, die ich auch wirklich im „The Egg and I“ arbeite, was man vom Country Club nicht behaupten kann. Dort bekomme ich täglich eine halbe Stunde abgezogen, für eine Pause, die ich letztendlich aus Zeitgründen nicht machen kann. Als ich das Gary erzählte, war er entsetzt.

Da ich für diese Woche schon einige Tage für den Country Club eingeplant war, einigten wir uns darauf, dass ich die darauffolgende Woche bei ihm anfangen durfte. Damit war der 17. Februar mein Erster Arbeitstag im The Egg and I. Kurz noch was zum Unternehmen. Es ist ein Restaurant der gehobenen Mittelklasse. Es gibt Frühstück und Mittag dort, wonach sich auch die Öffnungszeiten von 6:30 Uhr früh bis 2:00 Uhr Mittag, richten. Ich beginne meine Schicht meist um 8:30 Uhr oder 9:00 Uhr. Gar zahlt mir $ 4 die Stunde fest. Bitte nicht erschrecken, denn das ist schon gut. Andere Restaurants zahlen meistens nur $ 2,5 die Stunde. Der Rest den ich bekomme ist über das Trinkgeld geregelt. Er versicherte mir, dass ich mindestens $ 7,50 verdienen werde, was bisher auch immer stimmte. Hab im Schnitt sogar knapp $ 8  Dollar die Stunde. Es ist bei ihm also so, dass ich teils per Scheck und teils in Bar bezahlt werde. Den Stundenlohn bekomme ich aller zwei Wochen per Scheck und das Trinkgeld täglich immer vom Vortag, sprich ich werde nahezu jeden Tag bezahlt, was schon ne ganz schlecht ist. Gerade weil ich grad eine Zeit erlebe, in der ich ständig abgebrandt bin und ich mir erst einmal ein finanzielles Polster wieder ansparen muss.

Nach einigen Tagen, die ich nun schon dort arbeite, kann ich sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. Das Team ist sehr nett, alle unterstützen sich gegenseitig und ich hatte nie das Gefühl gehabt einen schweren Start gehabt zu haben. Im Gegenteil man machte mir dein Einstieg recht unkompliziert und einfach, sodass ich mich schon nach gut einer Woche Arbeit als fester Teil des Teams fühle, was nicht zuletzt an den coolen Polo Shirts liegt, die mir Gary auf seine Kosten bestellt hat. 🙂 Vergleich zum Country Club, musste ich mir meine schwarzen Hemden selbst kaufen.

Es ist auch Wahnsinn was es dort für Essen gibt. Es ist wirklich SUPER lecker !!! Bisher habe ich nur zwei mal dort gegessen doch es wird sicherlich mehr werden, da ich auch 50% Rabatt auf jedes Gericht bekomme und zudem noch bis zu drei Freunde mitnehmen kann, die ebenfalls in den Genuss von dem Rabatt kommen können. Finde ich eine echt tolle Sache. 🙂

Für die Nächste Zeit nehme ich mir mal vor ein paar Bilder zu machen, von meiner Arbeit, dem Essen und natürlich von mir in meiner Arbeitskluft. Ihr dürft gespannt sein 🙂

 

# 22 Orlando die Zweite

Wiedersehen macht Freude …

Nun ging es bereits das Zweite mal innerhalb eines Monates nach Orlando. Diesmal jedoch, war mein Weg Begleiter Nathalie. Hauptziel unserer Reise war das NBA Spiel der Orlando Magics gegen keinen geringeren als die Dallas Mavericks. Doch zunächst der Reihe nach.

Wir fuhren also am Samstag den 31. Januar, recht gemütlich nach Orlando. Unser Weg führte uns in die bekannten Outlet Stores, dort wo man Markenklamotten zu Schnäppchenpreisen ergattern kann. 🙂 Nach einer gefühlten halben Stunde Parkplatzsuche, starteten wir unsere Shoppingtour bzw. Nathalie, denn ich hielt mich zunächst zurück, wollte ich doch ein wenig Geld sparen. In dem Komplex gab es nun wirklich alles was das Herz begehrt. Um nur mal ein paar Namen zu nennen wie Tommy Hilfiger, Adidas, Nike, Fossil, Puma, Lacoste etc. Bei Tommy Hilfiger, konnte ich mich dann noch nicht zurück halten, sodass ich dann  dort gut $ 200 gelassen habe. 🙂 Was soll´s dachte ich mir.

Nach einer ausgedehnten Shoppingtour, ging es dann für mich zum Zweiten mal zum Amway Center, wo das Basketball Spiel stattfinden sollte. Wir waren recht zeitig dort, da wir mit die Ersten in der Halle sein wollten, um uns die Chance zu wahren, ein Autogramm von Dirk Nowitzki zu bekommen. Als dann die Türen geöffnet wurden, hieß es erneut eine Stunde warten, bis man letztendlich ins Stadion ließ. Nun war es dann soweit und ich stiefelte schnurstracks zu dem Bereich, wo die Bank der Mavs war, um eventuell Dirk abfangen zu können. Leider war ich nicht der Einzige der dort stand und das Glück schien mir nicht so hold an diesem Tag. Ich wartete geduldig bis Dirk seine paar Körbe warf und dann in die Kabine zurück ging. Er schrieb nur ein paar Autogramm und leider hatte ich an diesem Abend kein Glück. Sofort wurden wir von ein paar Polizeibeamten höflich hinfort gebeten. Das war es meine Chance war in diesem Moment verflogen. Ich muss an dieser Stelle auch sagen, dass die im Allgemeinen in Orlando ziemlich penibel mit den Zeiten sind, was ich in Atlanta damals viel besser erlebt habe. Sprich man kommt leichter an die Spieler ran. Wie dem auch sei. Meine Stimmung war im Tiefpunkt und zeitweilig viel es mir schwer mich auf das anschließende Spiel zu konzentrieren. Nach wie vor, war es eine tolle Atmosphäre einmal all die Stars wie Chandler, Rondo oder Ellis zu sehen, doch im Hinterkopf war immer der Gedanke, was hast du falsch gemacht, warum hast du kein Autogramm bekommen. Das nagte sehr an mir, zumal es nach der Chance 2012 in Berlin nun schon meine Zweite Chance war. Hinzu kommt noch, dass neben uns ein deutsches Pärchen saß, welche auch Dallas und insbesondere Dirk Fans waren und diese, wie sollte es auch sein, Glück hatten und ein Autogramm ergattern konnten. 🙁 … Natürlich sprach der Mann auch die ganze Zeit darüber und ich dachte mir nur ALTER !!! Noch ein Wort und du lernst das Fliegen. Trotz aller Enttäuschung war es ein schönes Spiel und Dallas hat gewonnen.

Am nächsten Tag, ging es dann zu unserem Zweiten Ziel, dem Kennedy Space Center. Es liegt ca. 45 Fahrtminuten östlich von Orlando. Für uns beide, war es schon ein Highlight mal an dem Ort zu sein, wo einst der Erste Mensch zum Mond gesandt wurde. So was sieht man nicht jeden Tag und dementsprechend waren auch die Eintrittspreise. Allein zum KSC waren es $ 50 zuzüglich $ 10 Parken. Dar war aber noch nichts groß dabei. Wenn man wirklich mal was besonderes Sehen wollte Wie die Abschussrampen oder die Launch Control, so musste man es separat buchen. Wir hatten eine Bustour im Vorfeld dazu gebucht bzw. reserviert, weil wir mal die Abschussrampen von nahem sehen wollten und so waren weitere $ 25 dahin. 🙂 Im Grunde ging es mir nicht ums Geld ich meine man ist vielleicht nur einmal dort, dennoch fand ich es ein wenig überzogen. Neben einigen 3D Animationen aus verschiedenen Apollo Missionen, die wirklich richtig gut gemacht waren, gab es noch ein Space Shuttle in Originalgröße zu bestaunen. Es war schon recht sehenswert und auch wenn es teuer war, hatten wir beide den Ausflug nicht bereut. Gegen 17 Uhr, ging es dann die 260 Meilen zurück nach Valdosta. Leider muss man sagen, dass es grad am Tag des Super Bowl´s war, was wir im Vorfeld, als wir die Reise vor Monaten planten, nicht mit in Betracht gezogen hatten. Zumindest haben wir am Abend das Vierte Viertel noch ansehen können. 🙂

# 21 Jobsuche sowie die Ersten Tage auf Arbeit

Ein hartes Stück Arbeit …

Den heutigen Blogeintrag, möchte ich voll und ganz dem Thema „Job“ widmen, wie schwer es für mich gewesen ist überhaupt eine Arbeitsstelle zu finden und wie es mir dabei so ergangen ist. Ich kann schon einmal eines vorweg nehmen, dass es am Ende geklappt hat, was mich sehr stolz gestimmt hat, da ich es auch eigener Kraft geschafft habe, letztendlich einen Job zu bekommen. 🙂

Seit Mitte November, kann man sagen, suchte ich intensiv nach einer Arbeit. Dabei lag mein Fokus von Anfang an bei einer Part-Time, sowie Full-Time Stelle, auch wenn ich immer bestrebt war auch eine Full-Time Stelle zu bekommen. Full-Time bedeutet, ich muss von meinem Programm aus eine Arbeitsstelle mit mindestens 35 Stunden die Woche finden, anderenfalls muss ich zwei Part-Time Jobs finden, um auf die Mindeststundenzahl von 35 Stunden Arbeitszeit wöchentlich zu kommen. Noch dazu, war es von mir verlangt gewesen, diese Stelle in einer Bank zu finden, da ich nun mal gelernter Banker bin. Also versuchte ich mein Glück zunächst in sämtlichen Banken im Raum Valdosta sowie Quitman, welche eine Stadt ca. 20 Meilen von Valdosta ist. In dieser Stadt wohnt auch mein Gastdad sowie meine Gastmum. Brantley´s Vater, versuchte mich in seiner Bank unterzubekommen als möglicher Assistent von ihm, nur leider hat da sein Chef nicht ganz mitgemacht, wodurch ich, was die Jobsuche anging, auf mich allein gestellt war. Ungelogen, ich habe mindestens 15 Banken, Kreditinstitute, Versicherungen etc. abgeklappert. Immer trug ich meinen Anzug und redete gleich mit dem jeweiligen Geschäftsstellenleiter oder Präsidenten. Die Antwort war immer dieselbe, dass man momentan niemanden suche, man dennoch meinen Lebenslauf dabehalten möchte. Ich denke der häufigste Grund, warum man mich nicht beschäftigen wollte war der, dass man keine Lust hatte mich für sechs Monate einzustellen und ich dann wieder nach Deutschland mache. Zugegen, ich hätte auch lügen können und sagen ich wüsste nicht, wann ich wieder zurück müsse, doch das ist nun mal nicht meine Art und so, gemäß dem Motto „Ehrlichkeit wehrt am Längsten“, versuchte ich mein Glück weiter, auch wenn ich es langsam leid war immer wieder eine Absage zu bekommen.

Ich erweiterte nun meinen Kreis der Suche und bewarb mich bei zahlreichen Restaurants, wie „Applebees“, The Egg and I, Zaxby´s, Cheddar´s, um nur mal ein paar zu nennen. Ich bewarb mich als „Server“ (Kellner) oder „Hostess“ (platziert die Gäste am Tisch). Ich versuchte wirklich alles. Redete mit den Restaurant Managern, fragte regelmäßig nach, doch nie meldete sich bei mir jemand und nur selten klappte es mit einem Jobinterview. Dennoch versuchte ich es weiter und gab die Hoffnungen nicht auf.

Durch meinen Community Service im „Katzentierheim“, baute ich einen sehr guten Kontakt zu Candace auf. Sie ist die Leiterin der Einrichtung und hat mich von Anfang an in ihr Herz geschlossen. Ihr hatte ich es auch zu verdanken, dass sie den Kontakt zu „Publix“ hergestellt hat. Publix ist eine Art Supermarkt, wobei Supermarkt untertrieben ist. Es ist eher was gehobeneres. Die Preise sind etwas höher als normal in einem Lebensmittelgeschäft, dafür kennen die Mitarbeiter fast alle Kunden mit Namen. Da ich zuvor schon im REWE gearbeitet hatte, wusste ich das mir die Stelle als „Cashier“ (Kassierer) sicher spaß machen würde. Ich bewarb mich und bekam auch eine Einladung zum Jobinterview, was bei einer Anzahl von über 30 Bewerbern für eine Stelle nicht gerade selbstverständlich war. Noch dazu bin ich Ausländer und warum um alles in der Welt, sollte man mich einstellen. Das Gespräch lief gut, doch leider bekam ich keinen Anruf. Ich fragte nach und man war sehr verlegen mir zu sagen, dass sie mich nicht einstellen können. Der Grund war, dass man intern eine größere Prüfung hätte durchführen müssen über meine Person, die über zwei Monate in Anspruch genommen hätte. Man wollte mich wirklich anstellen, doch ließen es die Hausinternen Kriterien nicht zu bzw. erschwerten es wesentlich. Das warf mich sehr zurück. Dennoch war ich beruhigt, dass es nicht an mir selbst lag. Im Gegenteil man sagte mir sogar ich wäre die Nummer Eins Wahl gewesen und das habe ich den auch wirklich geklaubt. Fürs Gefühl war es gut, dennoch hatte ich noch immer keinen Job.  So ging die Suche weiter …

Während meiner Jobsuche, besuchte ich das Arbeitsamt insgesamt drei mal, um mich nach Jobs zu erkundigen. Ich bekam meist zwei bis drei Stellen ausgedruckt, auf die ich mich bewerben konnte, was ich auch immer tat. Meist funktionieren Bewerbungen immer online und nehmen recht viel Zeit in Anspruch. Ich habe dann irgendwann mal aufgehört zu zählen, wie viele Bewerbungen ich online abgeschickt habe. Glaubt mir es waren viele. Jedenfalls brachte auch dieser Schritt mir keinen gewünschten Erfolg.

Ich warf nun alles in die Waagschale und ging zum College. Dort gibt es ein „Career Opportunity Center“, welche dir bei dir Jobvermittlung helfen. Leider war ich nicht im Stande einen Part-Time Job am College anzunehmen, da ich kein Student mehr gewesen bin. Ich stellte mir oftmals die Frage, warum ich gerade als Full-Time Student nach Valdosta komme, wenn all meine Vorgänger Part Timer gewesen sind. Es half jedoch nichts sich weiter den Kopf darüber zu zerrbrechen. Die Dame vom Center war recht nett und bemüht mir zu helfen. Sie zeigte mir eine Stelle im Valdosta Country Club als „Busser“, auf die ich mich hätte bewerben können.

Gleich am nächsten Tag fuhr ich hin und sprach mit Leslie, der Chefkellnerin. Das übliche Prozedere nahm seinen Lauf, dass ich zunächst einige Formulare ausfüllen musste. Zwei Tage später bekam ich eine Zusage für ein Jobinterview. Das Gespräch verlief prächtig und man merkte schnell dass wir auf einer Wellenlänge schwimmen und sie mich unbedingt haben wollten, dass heißt es war denen förmlich peinlich, dass sie mir nur die Stelle als „Busser“ anbieten konnten. Leslie meinte sie würde mich eher in der Bank sehen, doch da wollte mich nun mal niemand haben. Sie sicherte mir förmlich zu, dass ich bei denen anfangen darf und so war nur noch der Drogentest zu absolvieren. Damit hatte ich kein Problem. Wenige Tage später viel das Ergebnis, wie erwartet negativ aus und so stand nichts mehr im Wege, meine Arbeit als „Busser“, nachzugehen. Ich war nun überglücklich endlich was gefunden zu haben, auch wenn man mich nur für den Mindestlohn von $ 7.25 anstellte und lediglich für 20 Stunden die Woche. Ich war froh überhaupt erst einmal was bekommen zu haben. Zumal ich noch Trinkgeld obendrauf bekomme.  Das ist nicht immer üblich in Amerika. Normal sind Kellner für $ 3.00 die Stunde angestellt und kommen lediglich  mit Trinkgeld auf den Stundenlohn von $ 7.25. Somit hatte ich es schon wirklich gut.

Nach dem Ausfüllen der letzten Formular, konnte ich am nächsten Tag , also dem 28.01., Meine Tätigkeit als „Busser“ im „Valdosta Country Club“, aufnehmen. Der Country Club, ist eine Art Restaurant neben dem Golfplatz in Valdosta. Er bietet den Mitgliedern die Möglichkeit dort Mittag aber auch Abendbrot essen zu gehen. Darüberhinaus, kann man die Lokalität für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstage, Geschäftstagungen etc., buchen. Meine Hauptaufgabe ist es solche Events vorzubereiten, indem ich den Raum herrichte, Tische decke, Besteck oder Gläser poliere und letztendlich das Essen aus der Küche zu den Kellnern bringe. Es ist nun kein wirklich abwechslungsreicher Job, doch ich habe mich schnell eingefunden, da auch das Team sehr nett zu mir ist. Es dauerte ein paar Tage, bis ich mich dran gewöhnte die schweren Tabletts zu tragen, doch mittlerweile mache ich eine gute Figur dabei. Alle meinten ich mache einen sehr guten Job und Leslie fragte schon, ob ich nicht für immer bleiben könnte. 🙂 Solche Aussagen machen mich schon stolz. Rundum fühle ich mich wohl zumal ich auch Kontakt zu den Mitgliedern des Country Clubs pflegen kann. Es sind sehr reiche Leute und auch die Wohngegend um den Country Club ist sehr vornehm.

Derzeit arbeite ich für gewöhnlich von Dienstag zu Freitag von 10 Uhr bis 15 Uhr. Manchmal kann die Zeit auch variieren, kommt auch immer mit darauf an, wie viel Betrieb gerade ist und wie ich gebraucht werde. Noch bin ich flexibel, allerdings suche ich nebenbei noch nach einem zweiten Job und hoffe das sich demnächst etwas ergeben wird. Vielleicht habe ich etwas in Aussicht, doch darüber berichte ich, wenn ich es spruchreif wird. 🙂

 

# 20 Trip nach Orlando

 

Das Neue Jahr begann, wie es aufgehört hatte ….

… sehr EREIGNISREICH … 🙂

Heute berichte ich euch von meinem Ersten Trip nach Orlando. Am 1. Januar, früh um 7 Uhr, hieß es dann bei Zeiten aufstehen, damit wir so früh wie möglich in Orlando ankommen. Immerhin fährt man ca. 3,5 Stunden bis dorthin. Ich und Tobi, hatten Karten für den „Universal Studio Park“, sowie für den „Island of Adventure Park“ gekauft. Wir hatten jeweils ein 2-Tages Ticket, wodurch wir genügend Zeit hatten, uns alles in Ruhe anzuschauen. Auch wenn die Eintrittspreise jenseits von gut und böse sind, war der Besuch beider Parks jeden Dollar wert.

Ich und Tobi vor dem Logo des Universal Studio Parks

Ich und Tobi vor dem Logo des Universal Studio Parks

Gegen 10:30 Uhr, sind wir dann in Orlando angekommen und durften freundlicherweise das Auto am Hotel stehen lassen, obwohl wir noch nicht einchecken durften. Es war dann zwar nochmal ein halbstündiger Fußmarsch zu den Parks, jedoch haben wir so eine Menge Geld gespart. Letztendlich hatten wir dann gut 10 Stunden Zeit uns den Universal Studio Park anzuschauen, mit welchem wir gestartet hatten. Man muss sich vorstellen, dass in dem Park einzelne Abschnitte sind, wo gewisse Themen behandelt werden. Beispielsweise von sehr bekannten Filmen wie Transformers, Men in Black, ET, Die Mumie, Terminator oder Twister. Außerdem war auch ein größerer Abschnitt den Simpsons und insbesondere Harry Potter gewidmet.

"Marilyn Monroe" lässt grüßen

„Marilyn Monroe“ lässt grüßen

Ich und "Duffman" bekannt aus den Simpsons

Ich und „Duffman“ bekannt aus den Simpsons

Auf den Spuren von "Harry Potter" in der Winkelgasse

Auf den Spuren von „Harry Potter“ in der Winkelgasse

In jedem Bereich gibt es also ein Gebäude in welchem zum jeweiligem Motto eine Attraktion gezeigt wird. Das war zum Beispiel eine Show, ein 3D bzw. 4D Film, verschiedene Simulationen, kleinere Achterbahnen wie zum Beispiel ET, was einer Fahrradfahrt entsprach über den Wolken. Also alles ziemlich cool gemacht. Besonders gefallen hat mir die Mumie. Es glich eher einer Geisterbahn mit vielen Spezialeffekten, Feuer und Wassereffekten. Also echt cool gemacht … 🙂 Den Abend haben wir dann auf der Achterbahn ausklingen lassen. Wohl die Beste, die ich jeh gefahren bin. Man wird im 90 Grad Winkel hochgezogen und denkt man fährt gerade aus. Danach geht’s steil bergab einfach GENIAl !!! Zwischendurch konnte man Musik hören. Hab ich auch noch nie erlebt, dass in den Kopfstützen Lautsprecher integriert sind, aber gut. 🙂 Man konnte zwischen 10 Songs wählen und ich habe mich für einen der Metalband „Evanescence“ entschieden. Müde und kaputt sind wir dann schließlich gegen 11 Uhr abends im Hotel wieder angekommen.

Am nächsten Tag, sind wir dann in den anderen Park gegangen. Dieser ist eher bekannt für Achterbahnen und Wasserattraktionen. Gleich um 8:30 Uhr, sind wir wohl die geilste Achterbahn im gesamten Park gefahren. Sie nennt sich „Hulk“ und besitzt mehrere Loopings. Um die Zeit betrug die Anstellzeit lächerliche 5 Minuten und so kamen wir in den Genuss das ganze Ding zweimal zu fahren. Einmal saßen wir ganz vorn und einmal ganz hinten. Das coole an der Bahn war, dass diese bei der Anfahrt beschleunigt statt dem üblichen Prozedere. Bei voller Fahrt ging es gleich erst mal in eine Schraube hinein … Einfach MEGA !!! 🙂 Wir haben uns den Park weiter angeschaut und besonders Spider Man, Juarassic Park sowie Harry Potter ins Auge gefasst. Ja auch in diesem Park gab es das Motto Harry Potter mit einer Nachbildung vom „Hogwarts“ Schloss sowie „Hogsmeade“. Außerdem gab es wieder eine ziemlich coole Achterbahn die wir auch zweimal gefahren sind. Cool war auch die Idee, beide Parks mit dem „Hogwarts-Express“ zu verbinden, so sind wir dann nochmal in den Movie Park gefahren. Mein Fazit auf jeden Fall empfehlenswert. Jedoch sollte man schauen in welcher Zeit man geht. Im Sommer würde ich es auf keinen Fall machen, weil man da ohne Expressticket eine halbe Ewigkeit anstehen muss. Hinzu kommt noch die unerträgliche Hitze.

Attraktion "Spieder Man"

Attraktion „Spider Man“

Willkommen im "Juarrasic Park"

Willkommen im „Juarrasic Park“

"Hogsmeade" bekannt aus "Harry Potter"

„Hogsmeade“ bekannt aus „Harry Potter“

Mein Persönliches Highlight am 2. Januar, war der Besuch meines Zweiten NBA Basketball Spiels im Amway Center in Orlando. Gespielt haben natürlich die Orlando Magic, gegen mein Drittlieblingsteam aus der NBA, den Brooklyn Nets. Es war eines der besten Spiele die ich jeh gesehen hatte. Bis zur letzten Minute spannend. Obwohl Brooklyn schon mit über 20 Punkten geführt hatte, hat Orlando das Spiel nochmal drehen können und kam gefährlich nah heran. Am Ende hieß es dennoch Sieg für Brooklyn mit einem Endstand der hätte knapper kaum sein können. Orlando 98 : 100 Brooklyn. 🙂

Vorfreude auf das Spiel vor dem "Amway Center"

Vorfreude auf das Spiel vor dem „Amway Center“

Amway Center in Orlando

Amway Center in Orlando

Ich in angemessener Fankleidung :-)

Ich in angemessener Fankleidung 🙂

Zweifelslos der Lustigste Moment war nach dem Spiel. Wir wollten unbedingt mal aufs Spielfeld, was eigentlich nicht gestattet ist, sofern man eine Anmeldung hat. Dreist wie wir sind, haben wir es trotzdem geschafft aufs Spielfeld zu gelangen. Es war eine Mischung aus total höflich sein und ein bissl auf dumm stellen, was uns den erwünschten Erfolg gebracht hat. 🙂 Zunächst durften wir runter in den Unterrang, weil man glaubt wir gehören einer Gruppe an, die sich angemeldet hatten. Ich weiß bis heute nicht, wie man darauf kommt, weil wir ja Fankleidung der Brooklyn Nets anhatten. Wie dem auch sei. Es war soweit und eine Gruppe ist runter. Als wir auf dem Feld waren viel uns ein, Mensch … Wir gehören ja gar nicht zu der Gruppe. Ja wie auch … 🙂 Man wollte uns dann schon runter schicken, hätte nicht eine nette Frau die Initiative ergriffen und uns gefragt, ob wir ein Foto haben wollen. Wir natürlich KlARRRRR !!! Und so haben wir zusammen mit zwei Cheerleadern ein Foto in Mitten auf dem Parkett der Orlando Magics bekommen. Ein großartiger Moment, was schon Seltenheitswert hat, da Einzelfotos dort keinesfalls üblich sind. Wir waren danach stolz wie BOLLE 🙂 !!!

Noch am Selben Abend, fuhren wir heim voller Eindrücke. Es war ein langer Abend und recht anstrengend, dennoch hat alles gut geklappt und ich habe Tobi am nächsten Tag wieder sicher auf den Flughafen nach Atlanta gefahren. Es war wirklich eine schöne Zeit und nochmal vielen Dank an dich Tobi, dass du sie so unvergesslich gemacht hast. 🙂

 

# 19 Kurztrip nach St. Augustine sowie Jahreswechsel

Inmitten einer unvergesslichen Woche …

Nach der Rückkehr aus Atlanta, begannen ich und Tobi mit den Planungen für die nächsten Tage. Wir planten unter anderen einen Trip nach St. Augustine sowie Orlando in die Universal Studios.

Demnach führte es uns am 30. Dezember für einen Tag nach St. Augustine, in die älteste Stadt Amerikas. Eine Stadt mit viel Charme, die einst von den Spaniern gegründet wurde. Wir fuhren über Jacksonville, entlang der Ostküste des Atlantiks, bis hin nach St. Augustine. Unterwegs legten wir einen kleinen Zwischenstopp am Jacksonville Beach ein, wo wir Pelikane aus nächster Entfernung sahen. Ein sehr majestätischer Anblick. 🙂

In St. Augustine angekommen, gingen wir zunächst in das Old Jail, einem alten Gefängnis aus dem 18. Jahrhundert. Wir bekamen einen kleinen Einblick, wie der Alltag eines Gefangenen im Gefängnis aussah. Wir waren uns einig, wir hätten nie im Leben tauschen wollen. 🙂

Old Jail in St. Augustine

Old Jail in St. Augustine

Zellenblock der Gefangenen

Zellenblock der Gefangenen

gefangen und doch wieder frei gelassen

gefangen und doch wieder frei gelassen

Nach erfolgreichem Ausbruch, setzten wir unseren Auslug zur Alligator Farm fort. Wir hatten recht große Erwartungen, da wir jeder für unser Ticket stolze 21 Dollar zahlen musste. Ich kann schon verraten, dass sich der Eintrittspreis nicht lohnte und völlig überzogen war. Die Farm glich eher einer Art Tierpark, wo neben Krokodilen auch viele Vögel sowie Schlangen zu sehen waren. Wir sahen eine Fütterung, die jedoch wenig spektakulär war. Nichtsdestotrotz blieben wir tapfer und schauten uns alles an.

Highlight der Alligator Farm

Highlight der Alligator Farm

spektakulärster Vogel auf der Farm

spektakulärster Vogel auf der Farm

Als wir unseren Rundgang beendet hatten, viel uns auf, dass unsere Tickets am Eingang nicht entwertet wurden und so kamen wir auf den grandiosen Gedanken, die Karten wieder zu verkaufen. 🙂 Wir hatten Glück, denn vor dem Eingang fanden sich spontan Abnehmer, sodass wir im Endeffekt die Alligator Farm kostenlos besucht haben. Schlau muss man sein. 🙂

Das Kunststück gelang uns erneut, als wir zum Leuchtturm gingen. Wir nahmen eine kleine Abkürzung, um dorthin zu gelangen und gingen durch den Eingang, den sonst nur das Personal nimmt. Ich versichere euch, in dem Moment wussten wir nicht, dass wir den Ticketschalter galant umgehen würden. 🙂 Wir dachten zunächst, dass der Eintritt kostenlos sei.

Lighthouse in St. Augustine

Lighthouse in St. Augustine

Sonnenschein in St. Augustine

Sonnenschein in St. Augustine

Erst als wir an der Spitze des Leuchturms angelangt waren, viel uns auf, dass alle anderen ein Bändchen am Handgelenk trugen, was uns etwas stutzig machte. Nun ja wir hatten ein langärmliges Sweatshirt an, wodurch wir unsere Handgelenke verdecken konnte. So viel es ne auf, dass wir im Grunde nicht bezahlt hatten. Wohlmöglich hätten wir dann auch einen Freiflug nach unten bekommen, wenn ihr versteht was ich meine. 🙂

Zum Schluss schauten wir uns noch die wunderschöne Altstadt an. Das Stadtbild ist geprägt von vielen tollen Häusern und man sieht, dass die Stadt einst von Spanien gegründet wurde.

klassisches Wohnhaus in St. Augustine

klassisches Wohnhaus in St. Augustine

Lightner Museum

Lightner Museum

Voller toller Eindrücke, kehrten wir am späten Abend nach Valdosta zurück. 🙂

Der Jahreswechsel, verlief für uns gemütlich und recht unspektakulär. Wir feierten mit Brantley, Mandy, Jack, einigen Nachbarn und seinen Eltern in deren Haus in Quitman. Wir machten ein schönes Lagerfeuer und grillten über dem Feuer Würstchen für unsere Hot Dogs. Tobi zeigte allen ein interessantes Trinkspiel, welches mit einem Wasserball und einer leeren Plastikflasche gespielt wird. Ich versuchte weitestgehend nüchtern zu bleiben, da wir am nächsten Morgen weiter nach Orlando fahren wollten, doch konnte und wollte ich mich dem Spiel nicht gänzlich entziehen. 🙂

Jahresabschluss mit einem kleinen Bonfire

Jahresabschluss mit einem kleinen Bonfire

Am Ende blieben uns noch vier Stunden Zeit zu schlafen, bevor es dann gegen 6:30 Uhr hieß AUFSTEHEN, auf nach Orlando, aber davon dann mehr im nächsten Blogeintrag. 🙂

 

# 18 NFL Spiel in Atlanta

Besuch aus Vermont …

Am 28. Dezember war es dann soweit und ich fuhr mit Brantley nach Atlanta, um das letzte Saison Spiel der Atlanta Falcons (Football), im Georgia Dom, zu sehen. Es war zugleich auch DAS Spiel, da es gegen die Carolina Panthers, um den Einzug in die Playoffs ging. In Atlanta angekommen, begrüßten wir zugleich auch einen alten bekannten von mir. Tobi, auch ein Teilnehmer aus dem Parlamentarischen-Patenschafts-Programm, kam spontan aus Vermont, um mich für ein paar Tage zu besuchen. Zusammen mit noch ein paar Freunden von Brantley, welche selbst in Atlanta wohnen und große Fans der Falcons sind, gingen wir dann gemeinsam zum Spiel. Vor dem Stadion war einiges los und so nutzte ich und Tobi die Gelegenheit, ein Air Prusch Falcons Logo auf unsere Wange malen zu lassen. Wir waren nun offizielle Fans der Falcons und heiß wie Fritten Fett das das Spiel zu sehen. 🙂

Gruppenbild vor dem Logo der Atlanta Falcons

Gruppenbild vor dem Logo der Atlanta Falcons

 

Bild zusammen mit Tobi vorm Georgia Dom in Atlanta

Bild zusammen mit Tobi vorm Georgia Dom in Atlanta

Es war einfach ein atemberaubendes Gefühl in solch ein gigantisches Stadion zu gehen, um ein Footballspiel zu sehen. Etwas, was man in Deutschland garantiert nicht zu Gesicht bekommt. Auch für Brantley, der selbst großer Footballfan ist, war es ein beeindruckender Anblick und zugleich sein Erster Besuch eines NFL Footballspiels.

Ich zusammen mit meinem Kumpel Brantley

Ich zusammen mit meinem Kumpel Brantley

Georgia Dom Spielstätte der Atlanta Falcons

Georgia Dom Spielstätte der Atlanta Falcons

Vor Spielbeginn im Stadion

Vor Spielbeginn im Stadion

Unser Team versuchte ALLES, doch es blieb nicht aus, dass sie einen rabenschwarzen Tag erwischten und letztendlich verdient mit 3 zu 34 verloren hatten. Es war nicht wirklich ein schönes Footballspiel. Dennoch, ein wirklich cooles Erlebnis einmal live im Stadion zu sitzen, auch wenn wir am Ende ziemlich deutlich verloren hatten. Was soll´s nächstes Jahr holen wir den Titel. 🙂

 

# 17 Weihnachten in den Staaten

Wo ist nur der Schnee geblieben ? …

Ein besonderer Moment für mich, seitdem ich in den USA bin, war zweifelslos das Weihnachtsfest. Im Grunde völlig anders, als wie ich es zuvor in Deutschland gefeiert hatte. Das fing schon mit dem Wetter an. Es ist schon recht lustig gewesen, Weihnachten bei Frühlingshaften Temperaturen, um die 20 Grad Celsius, zu feiern. Auch war der Anblick von Plamen mit Lichterketten anstelle von einer klassischen Nordmanntanne mit Beleuchtung, auch einer, an den man sich erst einmal gewöhnen musste. 🙂

Haupteingang meines Colleges mit beleuchteter Palmen Allee und Springbrunnen

Haupteingang meines Colleges mit beleuchteter Palmen Allee und Springbrunnen

Auch blieb der Schnee aus, sodass für mich keine richtige Vorweihnachtsstimmung aufkommen wollte. Es war einfach anders aber nicht weniger schön, wobei mir dann ein traditioneller Weihnachtsmarkt aus dem Erzgebirge schon ein wenig gefehlt hatte.

Weihnachten begann für mich am 24. Dezember, als ich mit Brantley nach Quitman fuhr, um in der örtlichen Kirche am Weihnachtssingen teilzunehmen. Es war sehr schön. Besonders gut hat mir gefallen, das Lied `Stille Nacht heilige Nacht`einmal, in Englisch zu singen mit einer Kerze, die wir in unseren Händen hielten. Den Abend haben wir dann gemütlich im Haus seiner Eltern verbracht. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Karin (Brantleys Mum), für mich eine Socke an den Kamin gehängt hat. Mein Name war in goldener Schrift eingestrickt. Ich war sehr gerührt und freute mich Bekanntschaft mit dieser Art von Tradition zu machen.

Im Wohnzimmer der Wheeler´s

Im Wohnzimmer der Wheeler´s am Abend vor dem 25. Dezember

Am 25. Dezember früh am Morgen, war es dann soweit. Die Geschenke warteten nur darauf ausgepackt zu werden. Traditionell kommt `Santa`am Morgen des 25. Dezembers, was für mich auch eine neue Situation darstellte, da ich es gewohnt war, am Abend des 24. Dezembers die Bescherung zu haben. Somit habe ich es fast verschlafen, als dann am frühen Morgen um 9 Uhr Mandy, Jack und die Kinder ins Haus kamen und ich noch im Schlafanzug auf der Couch lag. 🙂 Nach kurzer Umziehzeit, haben Brantley und Jack die Geschenke verteilt. Auf jeden der gefühlten 100 Geschenke, war fein säuberlich der Name notiert, sodass es recht fix ging. 🙂

Auch für mich brachte Santa einige schöne Dinge. So bekam ich unter anderen ein Navigationsgerät, eine Karte für das College Basketball Spiel in Tallahassee am 17. Januar sowie einen Pullover mit Mütze und zwei T-Shirts. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den selbstgemachten Kalender, den mir meine Eltern geschickt haben. Fand ich eine wirklich schöne Idee von euch. Er hängt nun an meiner Schreibtischwand, sodass ich regelmäßig an euch denken werde. 🙂

Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsgeschenke

Ich freue mich auch, dass die Weihnachtsgeschenke aus Deutschland, an meine Gastfamilie in Amerika, die meine Eltern mit der Unterstützung meiner Oma in die USA geschickt haben, sehr gut gefallen haben. Bill hatte viel Freude an dem deutschen Brandy, sodass er uns spontan zu einem Schluck einlud. Auch seine Nachbarn sind ein wenig auf den Geschmack gekommen. Vor allem der Schwipp Bogen mit der Seifner Kirche, ist eine gute Ergänzung zur all den Nussknackern die bereits zur Weihnachtssammlung von Karin und Bill gehören. 🙂

Auch wenn die Familie und Freunde aus Deutschland ein wenig fehlten, war es ein rundum schönes und zufriedenstellendes Weihnachtsfest. 🙂

#16 Bye Bye College / Job wo bist du ? …

Aller Anfang ist schwer …

Ich bin nun schon seit gut vier Monaten in Amerika und leider Gottes ist der Punkt erreicht, an dem meine schöne College Zeit ein Ende findet. Das Herbstsemester ist nun rum und auf mich warten jetzt neue Herausforderungen.

Es ist schon ein komisches Gefühl, das letzte mal in die Basketball Halle zum Basketball spielen zu gehen, oder das Letzte Mal ein Spiel der Blazers (Name jeglicher Collegemannschaften) kostenlos zu sehen. Ich bin mir sicher ich werde diese Zeit vermissen. Es war eine sehr schöne, interessante und eindrucksvolle Zeit, in der ich viele nette Menschen kennen lernen durfte und allerhand Freundschaften knüpfen konnte. Nichtsdestotrotz, freue ich mich nun auf eine Zeit, in der ich etwas Geld verdienen kann. Geld welches ich vor allem für meinen Road Trip im Juli sparen möchte. 🙂

Es beginnt für mich nun der Abschnitt meines Programmes, indem ich ein Job benötige und bis Ende Juni arbeiten werde. Leider habe ich noch immer keinen Job gefunden, was mich langsam schon etwas frustriert und verzweifeln lässt. Zugegeben, Valdosta ist nun keine Weltstadt und mit den Möglichkeiten, welche vielleicht Atlanta bietet keineswegs zu vergleichen, dass es aber so lange dauert, hätte ich dann auch nicht gedacht. In Amerika läuft viel über persönlichen Kontakt, sprich es gibt jemanden der dich kennt und bei jemanden empfiehlt. Leider kann man nach vier Monaten noch nicht den gewünschten Kontakt aufbauen, der einen eventuell zu einem Job führt. Meine komplette Gastfamilie hat ihr Möglichstes getan, mir bei meiner Jobsuche zu helfen, wofür ich allen sehr dankbar bin.  Auch ich habe jede mir verfügbare Möglichkeit genutzt, nach einem Job zu suchen. Ich war auf dem Arbeitsamt, der Handelskammer, hab sämtliche Banken in Valdosta und Umgebung abgeklappert und war sogar in Supermärkten sowie zahlreichen Unternehmen vorstellig. Immer wider war die selbe Antwort, dass sie momentan nichts suchen. Ich hoffe einfach, dass sich meine Hartnäckigkeit am Ende auszahlt und ich das nötige Glück habe, jemanden zu finden, der mich für ein halbes Jahr anstellt. Ich motiviere mich damit, dass ich bisher jede Hürde gemeistert habe, mag es der Autokauf, die Beantragung der Social Security Card oder der Führschein gewesen sein.

Manchmal kann es recht schnell gehen. Drückt mir also die Daumen, dass ich schon bald was in Aussicht habe. 🙂

 

 

 

#15 Auflug nach Atlanta und Erstes NBA Spiel …

Ein Traum wird wahr …

Im Ersten Dezemberwochenende war es dann soweit und ich bin zusammen mit Rio, aus Japan, und meinen beiden deutschen Freundinnen, Yvonne und Natalie, nach Atlanta gefahren. Unser Weg führte uns ins Coca Cola Museum, was nahe liegt, da in Atlanta der Hauptsitz des Unternehmens ist. Das Museum bot einiges an Attraktionen, so besuchten wir das 4D Kino, lernten einiges über die Entstehungsgeschichte von Coca Cola und stillten schließlich unseren Durst bei der anschließenden Verkostung, aller Marken, der Coca Cola Company.

Startklar für das 4D Kino im Coca Cola Museum

Startklar für das 4D Kino im Coca Cola Museum

Unser Weg führte uns weiter ins CNN Gebäude, wo wir eine Kleinigkeit aßen und anschließend weiter zur Philips Arena, der Hauspielstätte der Atlanta Hawks (Basketball), gingen. Nicht zu übersehen war der Georgia Dom, indem die Atlanta Falcons (Football) spielen. Eine 88 m große Arena, wo man sich fragt, wie man so etwas nur bauen kann. Definitiv für mich sehr beeindruckend. Nachdem wir dann unser Auto wieder gefunden haben, ging es zu den „Little Five Points“ und danach ins Hotel, wo wir dann unsere kleine private Party schmissen. 🙂

Am Nächsten Tag erfüllte ich mir mit dem Besuch des NBA Spiels, der Atlanta Hawks gegen die Denver Nuggets, einen kleinen Traum. Ich war einfach sprachlos und gefesselt von der Aura, die mich umgab, als ich das Erste mal einen Fuß in das Stadion setzte. Ich war recht früh da gewesen, sodass ich die Gelegenheit hatte von Kyle Korver, den Besten Dreierschützen der gesamten NBA, ein Autogramm zu ergattern. 🙂 Leider war Dennis Schröder, mein eigentliches Ziel, nicht mehr anzutreffen und so muss ich es auf das Nächste Spiel vertagen ein Foto mit ihm zu machen. Das Spiel ging los und ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Am Ende hat Atlanta verdient gewonnen und sichert sich derzeit den Zweiten Platz in der Eastern Conference. 🙂

NBA Star Kyle Korver fleißig beim Autogramme schreiben

NBA Star Kyle Korver fleißig beim Autogramme schreiben

Blick vom Oberrang der Philips Arena auf das Spielfeld der Atlanta Hawks

Blick vom Oberrang der Philips Arena auf das Spielfeld der Atlanta Hawks

Bevor es wieder heim ging, besuchten wir noch einen Markt, der Speisen aus aller Welt anbot. Früchte aus Asien, Schokolade aus Deutschland, Käse aus der Schweiz oder Fisch aus allen Weltmeeren dieses Planeten. Die Vielfalt war erdrückend, aber interessant anzusehen. 🙂

"International Market" in Atlanta

„International Market“ in Atlanta

Etwas müde, aber glücklich und voller neuer Erfahrungen, sind wir dann am Abend wieder sicher in Valdosta angekommen. Der Nächste Ausflug nach Atlanta ist bereits geplant 🙂