Consular Munich

Nach einer schlaflosen Nacht machte ich mich morgens kurz vor sechs auf nach München ins Konsulat. Relativ schick => Weißes Hemd = weiße Weste ^^ suchte ich mir einen Parkplatz (Gefühlt

am anderen Ende der Stadt) und spurtete zum Konsulat. Es regnete in Strömen. Falls ihr euch noch erinnert => Weißes Hemd = Nass = Durchsichtig. Supergeil. Dann hieß es warten. Natürlich vorm Konsulat. Im Regen. Als die Schuhe dann auch vollgelaufen waren durfte ich endlich in den Vorraum zur Kontrolle (alla Flughafen). – Dann endlich ins warme – dachte ich.

Im Konsulat gab es eine Klimaanlage die es schaffte den Raum kühler zu machen als draußen und draußen war es sau kalt. Zwei Stunden, 3 Grippeinfektionen und 14 Fingerabdrücke ?? später

war alles abgegeben, alle Fragen beantwortet und die Sache nicht mehr in meiner Hand. Zum Abschluss gings noch mit ein paar anderen PPPlern zum Frühstücken an den Viktualienmarkt.

Tolle Nachrichten

Die Anspannung steigt, der Konsulatstermin steht, Freitag nach Christi Himmelfahrt. Erstaunlich wie schnell die ganzen Termine näher rücken. Schon war August. HALT!! – ein paar Dinge kommen vorher schon noch. Zum Beispiel am Freitag vorm Termin in München. Das erste offizielle Dokument von Programmseite, das nicht per Post kommt. Betreff der E-Mail:

„Deine Platzierung!“ – Juhu. In unserer Facebook Gruppe hatte ich erfahren, dass es bis jetzt ein zwei Leute wussten. Es geht nach … Racine, Wisconsin – Geil!!! Schon gings meinen Inklusivminuten wieder an den Kragen ^^ kurz darauf meldete sich auch schon der PPPler aus dem 30. Jahr, der momentan bei meiner Hostfamilie lebt bei mir. Wir schrieben ein wenig – das wird ein Super geiles Jahr!

Stressige Wochen

Vollbepackt mit Dokumenten, Checklisten und Infomaterial kam ich am Karfreitag von Würzburg zurück. Es gab viel zu erzählen und noch mehr zu tun. Hinzu kamen noch IHK Abschlussprüfungen und der wohl wichtigste Termin rückte immer näher. VISA – Beantragung. Wobei ich sagen muss, dass wir den Termin fürs Visum erst Anfang Juni vereinbaren konnten, da bis Dato Rahmenbedingungen ungeklärt waren. Wie so viele wurde auch die US-Visabeantragung nun modern und „online“. Und natürlich hatte man dabei die Hälfte nicht bedacht. Zum Beispiel, dass PPPler keine Gebühren zu bezahlen haben und dass war ein riesen Problem. Doch so blieb zumindest genug Zeit alle Dokumente Fotos und lächerlichen Bescheinigungen zu sammeln damit wir vorbereitet im Konsulat ankommen. Außerdem musste ich noch Versicherung, Handy, Kreditkarte, Bank, Kindergeld etc etc klären. Gut das mich alle so Unterstützen und vor allem meine Mam – Danke.

Seminar Highlights

Neben den bereits erwähnten Abenden in der Weinstube 😉 war der Besuch von ehemaligen Programmteilnehmern ein absolutes Highlight. Von ihnen konnten wir im Vorfeld bereits viele wichtige Dinge erfahren und die Fotoabende schürten die Vorfreude nochmal zusätzlich. Außerdem wurden wir ab Montag von Beth, eine unserer Betreuerinnen von CV aus New York ergänzt.

Über das Seminar in Würzburg gibt es so viel zu erzählen, darüber könnte ich ein ganzes Buch schreiben.

Test of English as a foreign Language

Ja der berüchtigte Test. Als super unvorbereiteter Teilnehmer – wie ich – erfährt man dann auf dem Seminar, dass es eine Mindestpunktzahl zu erreichen gibt. Andernfalls muss man sein English vor der Ausreise nochmals aufbessern. Ist der Test schwer? Das kann ich nicht ganz so gut beurteilen. Ich würde sagen anspruchsvoll. Allerdings hatte ich mich mit einem Teilnehmer und einem Referenten Tag´s zuvor in Tiefgründige Gespräche verstrickt, was eindeutig zu Lasten meiner Konzentrationsfähigkeit am nächsten Morgen ging. Falls ein zukünftiger Bewerber den Blog ließt, es lohn sich schnelles lesen und Listening intensiv zu üben, da vor allem die Zeit knapp ist und die Texte über die Mauser bei Vogeln, die Kunst des Töpferns oder dem Klima auf der Venus nicht gerade alltags Lektüre sein dürften (Egal ob auf Deutsch oder Englisch)

Was für Leute

Man kennt ja so Gruppenarbeiten und Seminare und stellt sich das ein bisschen wie in der Schule vor – Pustekuchen. Ich habe noch nie 28 so tolle Leute auf einem Haufen gesehen. Man gehört einfach überall dazu. Keine Sticheleien eine Woche Spaß pur. Ich denke hier hat sich das Auswahlverfahren am stärksten bemerkbar gemacht. Nach den Seminartagen und dem Abendessen saßen wir noch gemütlich zusammen und hatten eine tolle Zeit.

Würzburg.

Ups, wo sind jetzt die eineinhalb Monate hin, die ich noch bis zum Seminar hatte? Das waren so die ersten Gedanken die ich im ICE nach Würzburg hatte. Vom Hauptbahnhof in Würzburg gings per Taxi dann hoch zur Frankenwarte. Überraschender Weise war ich dort wieder mal der letzte – ich muss zu meiner Verteidigung allerdings anmerken ich hätte noch 30 Minuten Zeit gehabt zur Anreise ^^. Nach dem Zimmerbezug machte ich mich mit ein paar anderen Seminarteilnehmern auf zum Tagungsraum. Dort saß dann bereits der Großteil der anderen PPPler und nach ein paar Worten der Tagungsstätte gings los. Zuerst der Film vom Seminar in Bad Bevensen – Klasse, die Musik ist seitdem mein Synonym für meinen USA-Trip. Das so langweilig klingende Tagungsprogramm war voll mit Gruppenarbeiten und Interaktiven erörtern der Informationen – tolle Referenten und super Essen der Tagungsstätte.

Die Einladung

Einige Tage später hatte ich mich wieder halbwegs beruhigt und vor allem konnte ich auch die Verwandtschaft davon überzeugen, dass bis August noch genügend Zeit zur Verabschiedung bleibt.

Da lag bereits das nächste Schreiben im Briefkasten. Alle PPP-Briefe der GIZ sind immer sehr persönlich nett und freundlich geschrieben und es mach Spaß diese zu lesen. Dieser Brief

begann mit einigen Worten zur ersten Aufregung und der bitte daran zu denken sich bei seinem Wahlkreiskandidaten zu bedanken. Hatte ich natürlich schon längst erledigt – wer mich kennt ist vor allem über den letzten Satz etwas erstaunt, aber so war es ^^. Es folgte die Einladung und Gott sei Dank gings nach Würzburg. Es folgte noch eine Teilnahmebestätigung sowie erneut die Bestätigung der Adressen. Im Anhang wurde es dann spannender. Neben den Erläuterungen, welche Dokumente man für Würzburg benötigt, befand sich bereits die Seminar-Agenda.

Wie sich später herausstellt kann man sich aber das lesen sparen, da die Reihenfolge eh anders ist und man wahrscheinlich nochmals eine überarbeitete Version bekommt.

Außerdem hört sich das auf der Agenda wesentlich langweiliger an als es wirklich ist 😉

Die ersten Infos

Die Nominierungsmitteilung umfasste circa 20 Seiten, auf denen nochmals alle Programmbedingungen und Programminfos mitgeteilt wurden. Als nächstes folgt eine Teilnahme Bestätigung – Klar, ich schreibe Stundenlang Bewerbung fahre nach Berlin und lass mich mit Fragen löchern um herauszufinden dass ich es schaffen würde, fahre aber dann nicht mit ??? Haken dran…

Darauf folgten Informationen zum weiteren Ablauf. In den nächsten Tagen würden wir beispielsweise die Einladung zu den Vorbereitungsseminaren erhalten. Potentielle Orte sind dabei Bad Bevensen, Geisha und Würzburg. Abschließend sollte ich nochmals alle persönlichen Daten und angegebenen Kontaktinformationen bestätigen und mit der Teilnahmebestätigung zurück schicken.

Nur zwei Worte…

Das Butterbrot, das ich mir gerade schmierte begann zu fliegen und ich öffnete den Briefumschlag so ungeduldig wie ein Kind an Weihnachten. „GIZ“. Ich begann zu lesen. „Sehr

geehrter Herr Buchner, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH“ in sekundenbruchteilen wurde mir klar, dass niemand eine Absage mit „Herzlichen Glückwunsch“ betiteln würde. Es war unglaublich, ein Gefühl, nicht zu beschreiben. Wenn ich es müsste, könnte ich mir vorstellen, dass vereinzelte Lottoscheinbesitzer, die Ihre Zahlen gerade in einer Achterbahn prüfen dieses Gefühl kennen. mein Herz schlägt jetzt noch schneller beim schreiben dieses Abschnitts. An dem Abend habe ich so ziemlich alles an Inklusiv Volumen meines Handyvertrages verbraucht, dass ich hatte. Abgerundet wurde das ganze am nächsten Morgen auf dem Weg zur Arbeit von der lokalen Verkehrüberwachung und meinem ersten Punkt in Flensburg – grandios.