It’s been 4 weeks

Aloha ihr Lieben!

Es ist genau 4 Wochen her, dass ich Hawaii verlassen musste. Das war der schwerste Abschied, den ich bis jetzt in meinem Leben hatte. Und wiederholen möchte ich das nicht nochmal. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich das Jahr so wie ich es hatte, nicht genauso wieder erleben möchte. Ich hatte die beste Zeit dort.
Die letzten Wochen vor meiner Abreise verbrachte ich jeden Tag an einem der Strände oder wanderte die Berge hoch, um so viel hawaiianische Schönheit wie möglich in meinem Kopf abzuspeichern. Und dann gab es natürlich einige Abschiedsdinner mit Freunden und Kollegen und mit meiner Familie.
Auf dem Abschlussseminar in Washington DC wurde dann von dem „Reverse Culture Shock“ gesprochen, der uns bei der Rückkehr in Deutschland erwarten würde. Meiner fing an sobald ich die Inseln hinter mit gelassen hatte und das amerikanische Festland betrat. Ich muss gestehen, dass mir nie aufgefallen war wie anders das Leben auf Hawaii ist, bis ich weg war. Und es fehlt mir jeden Tag immer wieder aufs Neue.

Wahnsinnig doll über Familie und Freunde habe ich mich selbstverständlich gefreut, als ich hier in Deutschland ankam. Aber diese 4 Wochen hätten mir gereicht und nun möchte ich wieder zurück. Wenn das nur so einfach wäre. Hawaii ist so weit weg. Allerdings meinte meine Oma zu mir, dass sich Hawaii nun so viel näher für sie anfühlt durch meine Bilder und Erzählungen. Und so empfinde ich das auch.
Einen neuen Job habe ich auch ab 1. September. Ich versuche mich dann mal an der Rezeption des Excelsior Hotel Ernst in Köln. Das sehe ich definitiv als neue Herausforderung. Ansonsten versuche ich mich so gut es geht abzulenken, bis dann endlich im Januar ganz wichtiger Besuch aus Hawaii eintrifft. Vor einem Jahr wünschte ich die Zeit stände still und jetzt hätte ich gern einen Zeitraffer.
Für mich steht fest, dass ich in 2 Jahren in mein hawaiianisches Zuhause zurückkehre. Ich mag zwar hier in Deutschland sein, aber mein Herz habe ich auf Hawaii zurück gelassen. Und wie der schöne Spruch sagt: Home is where your heart is.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass ich die beste Entscheidung in meinem Leben getroffen habe, als ich mich für das Stipendium bewarb. Alles andere war Schicksal.

Mareike

Wie schnell die Zeit vergeht

Alooooooooohaaaaaaaa ihr Lieben!

Ich habe meinen Blog sehr vernachlaessigt. Was soll ich sagen, die Zeit hier ist knapp. Seit meinem letzten Eintrag ist so viel passiert, dass ich hier nur einige Highlights erzaehlen werde. Die Jobsuche im Dezember hatte ihre ihr Hoehen und Tiefen, aber am Ende hatte ich dann doch die Zusage fuer eine Stelle am Empfang des Paradise Bay Resort in Kaneohe. Dort habe ich auch seit 2.Januar 2015 Vollzeit gearbeitet und naechsten Dienstag habe ich meinen letzten Arbeitstag. Ich hatte viel Spass mit meinen Kollegen und Gaesten und weiss, dass ich es vermissen werde. Trotz dessen bin ich froh, dass ich den Juli frei hab, denn viel Freizeit hatte ich ploetzlich nicht mehr, als ich dort angefangen hatte. Alle denken, dass ich hier jeden Tag nur Urlaub mache, aber dem ist nicht so. Das Leben in Hawaii muss man sich hart verdienen. Aber es ist jede Muehe wert.
Und weil ich diese Inseln so sehr liebe, habe ich mich dafuer entschieden im Gegensatz zu den anderen PPPlern nicht einen langen Roadtrip zu planen, sondern hier zu bleiben. Es gibt so vieles was ich noch machen moechte und so vieles, dass ich nicht schaffen werde.
Ich habe in den vergangenen Monaten Big Island und Maui besucht und in 2 Wochen geht es fuer ein Wochenende nach Kauai. Somit waeren dann alle bekannten Inseln abgehakt. Es gibt noch andere unbekanntere Inseln, aber ich weiss nicht, ob ich es schaffe auch diese zu sehen.
Nach wie vor bin ich hier sehr gluecklich und moechte am liebsten fuer immer hier bleiben. Ich freue mich aber auch riesig auf Familie und Freunde in Deutschland! Hawaii wird mir wahnsinnig fehlen. Und diejenigen, die meine Bilder auf Facebook gesehen haben, wissen, dass ich mich nicht nur in die Inseln verliebt habe, sondern auch in einen ganz besonderen Menschen.
Auch wenn ich noch ein bisschen Zeit hier habe, denke ich manchmal zurueck an den Anfang dieses unglaublichen Jahres oder daran wie ich mich in Deutschland darauf vorbereitet habe. Oder wie ich ausgeflippt bin, als ich erfahren habe, dass es fuer mich nach Hawaii geht. Niemals haette ich ahnen koennen, was mich hier erwartet hat. Ich bin unglaublich dankbar dafuer!

Bis bald,

Mareike

Long time no see

Aloha kakou! 🙂

Es ist jetzt schon über 4 Monate her, dass ich Deutschland verlassen habe. Es kommt mir gar nicht so vor, ich wünschte die Tage wären länger!!

Meinen Blog habe ich vor knapp 3 Monaten das letzte Mal aktualisiert, was mir total entgangen war. Zum einen liegt das daran, dass ich hier nur unterwegs bin, zum anderen ist das Leben hier auch manchmal nicht so paradiesisch wie man es sich wünscht. Ich habe nun vor knapp 2 Wochen nach langem Überlegen die Gastfamilie gewechselt. Ich hatte mit meiner vorigen Gastfamilie 3 Monate lang große Probleme und habe das Ganze aber irgendwie nicht realisieren wollen. Deswegen hat es so lange gedauert bis ich endlich mit meiner College Coordinatorin Pauline geredet habe. Sie war mir wirklich eine große Hilfe und hat mich so schnell wie möglich da raus geholt.

Somit kann ich nun mit großer Freude verkünden, dass ich jetzt auf der Eastside von Oahu bei einer neuen Gastfamilie in Waimanalo lebe! 🙂

Einen Job habe ich hier leider noch nicht gefunden, womit ich vor 4 Monaten in Deutschland nicht gerechnet hätte. So schön wie das Leben hier ist, so kostspielig ist es auch. Fast jeder hier hat 2 Jobs, um sich das Leben im Paradies finanzieren zu können. Hotels gibt es hier zwar wie Sand am Meer, aber ebenso gibt es viele qualifizierte Hotelfachleute. Hinzu kommt, dass sich meine bisherige Zeit hier wie ein großer Dauerurlaub angefühlt hat und ich ja gar nicht besorgt darüber war einen Job zu finden, bzw. dachte ich, ich hätte einen Job am Front desk eines schönen Resorts gefunden, aber dem war leider nicht so…das rächt sich jetzt 😀

Ich bewerbe mich nun also einfach überall und habe morgen auch schon 3 Bewerbungsgespräche! Mal sehen was daraus wird. 🙂 Außerdem habe ich Dienstag einen Glückskeks gegessen und der Spruch darin besagte, dass neue finanzielle Quellen bald für mich erreichbar sein werden…ich nehme das mal ein gutes Zeichen!

Aber genug von den Problemen, Weihnachten steht vor der Tür!! Mein absoluter Lieblingsfeiertag jedes Jahr auf’s Neue!! 🙂 Auch wenn wir hier sommerliche Temperaturen haben und es definitv keine weiße Weihnacht wird, bin ich in Weihnachtsstimmung. Jedes Wochenende gibt es in einem Teil der Insel Christmasparades und wunderschöne Lichter zieren die Häuser. Außerdem sind die Hawaiianer so bekloppt Christmas trees zu importieren, weshalb eine Tanne in unserem Wohnzimmer steht. 😀 Das passte für mich am Anfang so gar nicht, aber als wir unseren Christmas tree alle zusammen geschmückt haben, wurde mir doch ganz warm um’s Herz 🙂

Und auch wenn nicht alles glatt läuft, kann ich nur sagen, dass ich wahnsinnig glücklich und zufrieden bin. Es könnte nicht schöner sein! Ich denke die Bilder sprechen für sich 😉

Der nächste Beitrag folgt ganz bestimmt nicht erst wieder in 3 Monaten. Ich wünsche allen noch eine ganz tolle Vorweihnachtszeit! 🙂

Mahalo, Mareike

O Melia ko’u inoa.

Aloha! 🙂

Ich kann mich schon gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal etwas in meinen Blog gepostet habe. Vielleicht sollte ich mir den letzten Beitrag selbst erst durchlesen, bevor ich hier irgendwas doppelt reinschreibe. Aber das dauert mir zu lange. 😀
Man kann sagen, dass ich so langsam einen Rhytmus hier gefunden habe. Von Montag bis Donnerstag gehe ich zum College. Ich habe keinen Englischkurs belegen müssen, weil alle schon voll waren und ich trotz der netten EMail von Steve an die Lehrerin einfach aus der Warteliste geschmissen wurde. Deshalb durfte ich dann einen anderen Kurs finden, was gar nicht so einfach war, weil die tollen Kurse natürlich auch alle schon belegt waren. In einem Hawaiianisch Kurs war aber noch ein Platz frei und deshalb lerne ich jetzt von Montag bis Donnerstag 08:00 – 08:50 die hawaiianische Sprache! Da mein Name hier soooooo schwer für alle auszusprechen ist, hat mein Lehrer mir einen hawaiianischen Namen gegeben. Ich heiße jetzt Melia. Oder auf hawaiianisch: O Melia ko’u inoa.
Ich liebe diesen Kurs, weil mein Lehrer viel mehr als nur die hawaiianische Sprache vermittelt. Gestern zum Beispiel mussten wir alle erzählen woher wir kommen und ob es irgendeine Geschichte zu dem Ort gibt. Die Winde und Regen haben hier auch Namen, es war total interessant mehr über Hawaii zu erfahren. Natürlich waren alle gespannt auf meine Geschichte, denn ich bin hier die einzige Deutsche am College. Wir haben eine etwas ältere Frau bei uns im Kurs, denn an Community Colleges kann jeder studieren, auch wenn er nur einen Kurs belegt. Sie hat ein Lied über ihre Heimat auf hawaiianisch gesungen. Das ging mitten ins Herz. Die Hawaiianer sind an sich viel herzlicher als die Deutschen. Und wesentlich entspannter und fröhlicher. Das liegt bestimmt am Wetter und der Natur hier.

Ich hatte bis jetzt nur einen Moment hier, in dem ich wirklich sauer wurde.
Ich versuche jetzt seit einer Woche die hawaiian driver’s license zu machen. Ich muss zuerst den schriftlichen Teil schaffen, um mich dann für den Fahrtest anmelden zu können. Das Ganze kostet insgesamt 22$, also kein Vergleich zu dem deutschen Führerschein. Allerdings muss man hier mindestens zwei Dokumente haben, die belegen, dass man wirklich dauerhaft in Hawaii lebt. Die nette Dame im DMV wollte aber keines meiner Dokumemte akzeptieren. Ich hatte meine Social Security Card dabei, damit war sie auch einverstanden, obwohl sie mich tausendmal gefragt hat, warum ich denn eine bekommen hätte und das geht sie gar nichts an. Also habe ich 2 Stunden in der Schlange gewartet, um dann wieder nach Hause zu fahren…ohne irgendwas erreicht zu haben. Ich warte jetzt auf ein Schreiben meiner Autoversicherung, denn das wäre wohl akzeptabel. Und dann darf ich wieder mindestens 2 Stunden warten. Es bleibt spannend.

Ansonsten ist das Leben hier paradiesisch. 🙂 Ein Strand ist schöner als der andere. Letztes Wochenende war ich mit Freunden am Lanikai Beach, das ist einer der schönsten Stränder der Welt. Leider hatte ich weder Kamera noch Handy dabei, aber ich werde da noch sehr oft hinfahren. Ich habe noch nie in meinem Leben so einen Strand gesehen. Waikiki ist übrigens der hässlichste Strand hier. Jeder ist enttäuscht, wenn er andere Strände der Insel gesehen hat.
Am Sonntag habe ich mit dem Multi-Cultural Club vom College Diamond Head besucht. Man kann den Berg hinauf wandern, um dann den unglaublichen Blick auf Waikiki zu genießen. An sich war der Weg auch nicht anstrengend, aber unglaublich heiß! Wir haben alle literweise Wasser ausgeschwitzt. Wenn man aber oben angekommen ist, entschädigt der Blick für alles. Ich hab dort auch die ersten deutsche Touris getroffen. Ansonsten sehe ich die irgendwie nie.
Ich habe hier das erste Mal deutsch gesprochen (Skype zähle ich jetzt nicht dazu) als zwei Freunde von Karin und David am Mittwochabend hier ankamen. Die beiden sind geschäftlich hier und schlafen deshalb bei uns. Es gibt ja genug Gästezimmer. 😀
Gestern abend waren wir im Turtle Bay Resort essen, es war unglaublich lecker und auch das Resort sieht echt toll aus! Heute morgen haben ich an einem Beach Clean-up teilgenommen zusammen mit dem PBL/Enactus Club von meinem College. Diesem Club bin ich beigetreten, weil ich so bessere Chancen habe einen Job zu finden.
Und das ist jetzt die nächste und wichtigste Aufgabe, die hier gemacht werden muss: Einen Job finden!
Aber wie die Hawaiianer nehme ich das im Moment noch alles gelassen. Mal sehen, wann meine deutsche Art wieder zum Vorschein kommt.

Ich hoffe, dass es euch in Deutschland mindestens genauso gut geht wie mir hier!! 🙂

Mahalo,
Mareike

12 Tage Hawaii

Aloha! 🙂

Es ist immer schwierig für mich einen Anfang zu finden. Morgen habe ich meine erste richtige Unterrichtsstunde am College. Diese Woche hatte ich Montag und Mittwoch Einführungstage. Ich musste unter anderem nochmal meine Englischkenntnisse unter Beweis stellen, was auch sehr gut geklappt hat. Leider sind die tollen Englischkurse, für die ich mich qualifiziert habe, schon voll. Ich stehe auf der Warteliste, aber Steve aus dem International Students Office wollte sich darum kümmern, dass ich trotzdem noch reinkomme. Mal sehen 🙂

Morgen habe ich Intro to Travel Management, da habe ich noch einen Platz ergattert. Mehr Kurse konnte ich bis jetzt leider noch nicht wählen, weil Cultural Vistas in meinem Fall eine besondere Vereinbarung mit meinem College getroffen hat. Also werde ich morgen auch meine Collegecoordinatorin aufsuchen und mit ihr reden. Sie konnte diese Woche leider nicht bei der Orienation dabei sein. Ich war ein bisschen überrascht, wie viele Asiaten hier studieren. Wir waren nur eine Kanadierin, zwei Schwedinnen und ich die Deutsche, die das Ganze dann auch wirklich international und nicht nur asiatisch gemacht haben. Ich bin sehr froh, dass ich Willa und Frida kennen gelernt habe. Wir haben  uns schon zusammen im Kroc Center, ein Mix aus Gym und Wellness, angemeldet und Freitagabend waren wir zusammen mit anderen Internationals (Asiaten und eine Mexikanerin) in Waikiki feiern. Wir haben sehr viel Spaß zusammen. 🙂

Es läuft alles besser als ich es mir erhofft hatte. Ich liebe mein Auto, es bringt mich sicher von A nach B. Ich kenne mich jetzt schon ein bisschen auf den Straßen hier aus. Besser als in Deutschland würde ich sagen. Hier gibt es nur drei Highways. H1, H2, H3. Ganz simpel, sogar für mich. 😉 Meine Social Security Number habe ich in weniger als einer Woche erhalten und das ohne Probleme. Somit kann ich endlich mein Bankkonto hier eröffnen und den hawaiianischen Führerschein machen, jippieh! Dann habe ich alles erledigt, was notwendig ist. Ich wurde außerdem gefragt, ob ich den Multicultutral Club am College leiten möchte. Das zählt auch als Community Service. Und ich möchte gerne an meinem College arbeiten, während ich dort studiere, weil das Leben hier in Oahu nicht ganz so günstig ist. Da ich nur zwei Kurse belege, habe ich ja genug Zeit dafür. Vielleicht finde ich ja einen tollen Job in der Bibliothek.

Es ist so unglaublich toll hier, dass ich jetzt schon weiß, dass ich am liebsten länger bleiben würde. Am Freitag hatte David frei und ist mit mir die Westküste entlang gefahren. So klar und blau wie hier ist das Wasser nirgendwo sonst auf der Welt, da bin ich mir sicher. Ich war total überwältigt. Obwohl ich das sowieso von allem hier bin. So kann es gerne das ganze Jahr weitergehen. 🙂

Mareike

 

Eine Woche in New York und Ankunft in Oahu

Aloha! 🙂

Jetzt bin ich schon eine Woche in den USA und kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht! Es passieren so viele Dinge, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Wir sind letzte Woche Dienstag nach einem reibungslosen Flug in NYC angekommen. Gott sei Dank verlief die Immigration auch ohne Probleme, obwohl wir in einer sehr sehr langen Schlange anstanden. Unfassbar wie viele Menschen in die USA einreisen. Wir sind danach mit Bussen zum YMCA gefahren, in dem alle 75 PPPler bis Freitag untergebracht waren. Das Hostel liegt sehr zentral, das entschädigt für die wirklich kleinen Zimmer ( Koffer rein, Zimmer voll). Ich hatte das Glück mit Svenja auf einem Zimmer zu schlafen! Sobald die Koffer auf die Zimmer gebracht worden waren, ging es los zum Chipotle, wo ich dann meinen ersten Burrito in den USA gegessen habe. Sehr lecker! 😉 Danach liefen alle durch NYC Richtung Times Square und weiter zum Rockefeller Center. New York ist eine beeindruckende Stadt, die meiner Meinung nach jeder mal gesehen haben sollte. Irgendwann siegte dann die Müdigkeit und ich war sehr froh, als ich in mein Bett fiel. Allerdings war ich dann morgens um 4:00 Uhr wieder wach…in Deutschland war es ja auch schon 10:00 Uhr 😀

Mittwoch und Donnerstag hatten wir dann unser Orientation Seminar im US State Department. Wir wurden mit vielen Informationen gefüttert, die uns in unserem Jahr in den USA helfen sollen. Mittwoch haben wir dann abends eine Doppeldeckerbustour gemacht. Wir hatten eine sehr lustige, ältere Dame, die unser Tourguide war. Als ich ihr dann erzählte, dass ich nach Hawaii komme, war sie total aus dem Häuschen. Donnerstag hatten wir dann ab 13:30 Zeit NYC zu erkunden, bevor am Freitag jeder auf seine individuelle Homestaytour aufbricht. Ich habe an dem Tag die Staten Island Ferry genommen, weil sie umsonst ist und ich die Freiheitsstatue unbedingt sehen wollte.. Ich hatte sie mir ehrlich gesagt größer vorgestellt. Danach sind wir noch zu Ground Zero und dem Freedomtower gefahren. Ein wirklich sehr beeindruckendes Denkmal. Ich hatte Gänsehaut. Anschließend sind wir noch ein bisschen durch NYC gelaufen und zurück ins Hostel gegangen, um die Koffer für die Homestaytour zu packen. Meine fiel eher kurz aus. Ich würde zusammen mit Adriane, Lukas und Andre für 4 Tage bei Mike in Manhattan bleiben.

Also hieß es am Freitag schon wieder Abschied nehmen. Ich hasse das so sehr 😀 Mike hat uns dann um 13:00 Uhr am YMCA abgeholt. Er war vor 20 Jahren mit dem PPP/CBYX in Deutschland. Sobald wir unsere Sachen in sein Apartment gebracht hatten, ging es erstmal zum Brasilianer essen. Es hat wahnsinnig gut geschmeckt! Die nächsten Tage haben wir weiterhin sehr viel Leckeres gegessen. Wir waren unter anderem in Chinatown in einem chinesischen Restaurant mit 800 !! Sitzplätzen. Wir sind außerdem auf der Park Avenue gelaufen, die extra für Fußgänger und Fahrradfahrer am Samstag gesperrt war, wir waren in Brooklyn und auf der Brooklynbridge, im Museum of Modern Art, im American Museum of Natural History und im Central Park. Dort liefen wir zufällig an einem Konzert von Passenger vorbei! Der Eintritt hat nur 3 $ gekostet. Es war wirklich eine unglaublich schöne Zeit mit Mike!!

Für mich sollte es dann Dienstagmorgen um 03:30 mit Supershuttle zum JFK gehen. Von dort bin ich über Phoenix nach Honolulu geflogen. Ich bin vorher nicht schlafen gegangen, sondern bin mit Andre ( und Lukas zeitweise) wach geblieben. Nachdem ich mich dann verabschiedet hatte und unten vor dem Gebäude stand, fiel mir auf, dass ich mein Handy oben vergessen hatte. Es gab keine Klingel!! Ich habe so doll an die Tür gehämmert, dass der Nachtportier mich irgendwann endlich bemerkt hatte. Andre war zum Glück mein Handy auf der Couch aufgefallen und so war diese kleine Krise nochmal gut ausgegangen. Ich hätte mich aber gar nicht stressen müssen, weil mein Shuttle erst um 04:10 Uhr kam, nachdem ich dort angerufen hatte. Mike hatte mir vorher gesagt, dass er Supershuttle STUPIDshuttle nennt und ich weiß jetzt auch warum. Mein Flug ging um 06:45. Ich war um 05:50 am JFK Airport. Zum Glück hatte Mike mich den Abend vorher schon eingecheckt. Leider war die Schlange an der Security so lang, dass ich genau um 06:35 am Gate angerannt kam. Ich bin noch nie so schnell gelaufen. Ich war total fertig und bin direkt eingeschlafen. In Phoenix gab es dann keine Probleme beim Umsteigen. In Honolulu bin ich dann sogar eine halbe Stunde früher gelandet. Der Blick aus dem Flugzeug hat für alles entschädigt. Hawaii ist das Paradies auf Erden. Meine Hostmom Karin hat mich dann vom Flughafen abgeholt. Ich war so glücklich sie zu sehen und endlich irgendwo anzukommen. Ich bekam dann auch gleich traditionell einen Lei, diese hübschen Blumenketten, die jeder bei seiner ersten Ankunft auf Hawaii erhält. Mein Hostdad David hat mir auch noch einen mitgebracht, als er von der Arbeit kam. Danach sind wir zu seiner Arbeitskollegin Michelle gefahren, die ihr Auto verkauft. Also bin ich Probe gefahren und habe somit an meinem ersten Abend auf Hawaii mein Auto gekauft!! 🙂

Ich habe ein riesiges Glück mit Karin und David. Die beiden sind unglaublich herzlich und haben sich schon im Voraus wahnsinnig viel um mich gekümmert. Sie helfen mir hier gerade mit allem, sodass ich nicht den Kopf verliere. Ich habe ein wunderschönes Zimmer mit einem riesigen Kleiderschrank (der sich bestimmt schnell füllen wird) und sogar ein eigenes Bad!

Ich könnte mir mein Jahr in den USA nicht schöner vorstellen!!

Mareike

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Brooklynbridge

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Das lange Warten hat sich gelohnt!!!

Am Dienstag, den 22.07. war es dann auch endlich bei mir soweit. Diese Email kommt wirklich, wenn man es am wenigsten erwartet.

Ich war für eine Woche mit meinen Freundinnen Marie und Andrea an die Ostsee gefahren, um nochmal ein bisschen zu entspannen, bevor das Abenteuer beginnt. Es war der erste Tag seit langem, an dem ich nicht immer wieder die Mails auf meinem Handy gecheckt habe. Ich hatte mich gerade in den Strandkorb gesetzt und sah auf meinem Handy den kleinen Briefumschlag, der mir anzeigte, dass ich neue Mails hatte. Naja, dachte ich mir, bestimmt wieder nur Spam. Von wegen. Plötzlich sah ich den Betreff: Deine Platzierung. Meine Hände fingen total an zu zittern und tun es jetzt schon wieder, wenn ich an den Moment denke. Die Email zu öffnen habe ich aber trotzdem hingekriegt. Meine Augen suchten nur nach den fett geschriebenen Worten und danach erinnere ich mich ehrlich gesagt nicht mehr richtig, was überhaupt passiert ist. Denn da stand Pearl City, Hawaii. Das Einzige, was ich wohl gesagt habe war: Hawaii. Erst als Andrea und Marie mich gefragt haben, was denn los sei, kam der Satz richtig aus mir raus. Ich komme nach Hawaii. Ich war mittlerweile aus dem Strandkorb rausgesprungen, weil das Adrenalin in mir hochkam. Die zwei schauten mich immernoch an, als hätte ich den Verstand verloren. Hatte ich auch. Wir haben uns dann zu dritt in den Strandkorb gequetscht und die Email zusammen gelesen, aber alles rauschte nur so an mir vorbei.

Was ich mir merken konnte war, dass ich die Erste sein werde, die nach Hawaii geht. Ich werde das Leeward Community College besuchen und bei Karin, David und ihrer Katze Cassius leben. Diese Neuigkeiten mussten aus mir raus. Also schrieb ich schnell bei Whatsapp den anderen vom Vorbereitungsseminar aus Bad Bevensen. Und dann versuchte ich meine Mutter anzurufen. Erst auf ihrem Handy und dann auf dem Festnetz. Sie ging nicht ans Telefon, rief mich aber zwei Minuten später zurück. Sie sagte nur: Was ist los??? Aus mir sprudelte es förmlich nur so raus: Mama, ich komme nach Pearl City auf Hawaii. Ich weiß nicht wie oft ich diesen Satz wiederholt habe. Wir waren beide fassungslos. Die anderen Menschen am Strand guckten schon komisch zu mir hinüber. Ich rannte die ganze Zeit hin und her und redete auf meine Mutter ein, weil wir es beide nicht glauben konnten. Irgendwann liefen mir Tränen über die Wangen, weil ich mein Glück gar nicht fassen konnte. Am Ende des Gesprächs sagte meine Mutter dann zu mir: Es war schon immer dein Traum ins Ausland zu gehen und du hast so lange darauf gewartet. Das hast du verdient, Mareike.

Danach packte mich ein Anflug von Panik. In genau zwei Wochen würde ich schon im Flieger nach NYC sitzen. Also zog ich los, um meinem College Coordinator und meinen Gasteltern Mails zu schreiben. Mein Kopf war total leer, obwohl eine Millionen Gedanken hin und her rasten. Gott sei Dank hatte Svenja das alles schon durchgemacht, als ich sie für ein Wochenende in Bremen besucht hatte. Also schickte sie mir Auszüge aus ihren ersten Mails. Ohne sie hätte ich das in dem Moment nicht hingekriegt. Nach einer Stunde hatte ich die Mails dann fertig. Danach fühlte ich mich besser. Also nahm ich mir noch einen Moment, um Pearl City Hawaii zu googlen. Die Bilder reichten schon, um mein Herz noch schneller schlagen zu lassen. Ich hätte stundenlang vor dem PC sitzen können, aber ich war ja mit meinen Freundinnen im Urlaub. Also verkündete ich die frohe Botschaft noch bei Facebook, der einfachste Weg sich allen mitzuteilen.

Zurück am Strand hüpfte ich dann noch mit Marie und Andrea ein bisschen auf und ab, obwohl wir immer noch nicht so ganz begreifen konnten, dass ich wirklich die lang ersehnte Email bekommen hatte. Abends wurde natürlich auf Hawaii angestoßen. Ich bekam an dem Tag dann so viele Nachrichten, dass ich gar nicht wusste, wem ich zuerst antworten sollte. Ich war einfach überfordert. Alle freuten sich riesig für mich und kündigten ihren Besuch an. Ich denke, wenn man eine Nacht drüber geschlafen hat oder alleine die Flugpreise googelt, kommt dann bei vielen die Ernüchterung. Hawaii ist ja nicht gerade einen Katzensprung entfernt. Momentan haben wir eine Zeitverschiebung von 12 Stunden, in der Winterzeit dann 11 Stunden. Da bekommt man schon eine ungefähre Vorstellung wie weit weg die Inseln sind.

Natürlich gibt es auch Menschen, die Hawaii echt cool finden, aber dort nicht so gerne platziert werden möchten. Absolut verständlich, wenn man plant viel von den USA zu sehen, denn ich werde Hawaii bestimmt nicht verlassen bis es im Juli Zeit für den „großen“ Roadtrip ist. Der Flug von Honolulu nach L.A. dauert 5 ½ Stunden und ist auch nicht gerade günstig. Ich habe nichts gegen ehrliche Meinungen, im Gegenteil bin ich davon überzeugt, dass Ehrlichkeit mit das Wichtigste auf der Welt ist. Wenn ich allerdings einen Tag nach der großen Überraschung aufwache und so eine Nachricht erhalte, in der dann auch noch drin steht, dass man mich trotzdem gerne dort besuchen würde, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Für mich ist Hawaii die Traumplatzierung und ich könnte es mir nicht schöner vorstellen. Bis jetzt fällt es mir immer noch schwer, mir vorzustellen, dass ich dort ein Jahr leben werde. Der Gedanke „Ich komme nach Hawaii“ schießt mir immer wieder durch den Kopf. In mir kommen so viele Glücksgefühle hoch, dass ich gar nicht weiß, wie ich damit umgehen soll.

Es wird ein aufregendes, spannendes, nervenaufreibendes, unglaubliches, hammermegasuperdupergeiles Jahr werden!

Mareike

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