#16 Meine Arbeit & Update der letzten Monate

Nun, fast fünf Monate später, habe ich es endlich mal hinbekommen, wieder einen Blogeintrag zu schreiben.

Ich werde hier mal bisschen zusammenfassen, was ich innerhalb der letzten 5 Monate so erlebt und unternommen habe (natürlich nicht so detailliert, sonst würde ich ein ganzes Buch schreiben müssen :P). Wenn jemand etwas genauer wissen will, oder Fragen hat, könnt ihr mich gerne über Facebook (Isabell Schmaus) oder über meine Email-Adresse (isabell.schmaus@gmx.de) kontaktieren.

In meinem letzten Eintrag habe ich noch von Weihnachten und Silvester erzählt und angekündigt, dass ich im darauf folgenden Blogeintrag von meiner Jobsuche und meiner Arbeit an sich erzählen werde. Mancher hat vielleicht schon mitbekommen, wo mich mein Weg hingeführt hat (steht auch auf Facebook)… nämlich zu AIRBUS!

Die ganze Jobsuche war nicht so leicht wie anfangs gedacht.

Wie die Organisation (Cultural Vistas) uns schon zu Beginn empfohlen hatte, habe ich mir bei der Abteilung für Jobsuche im College Hilfe für die Resume-Erstellung gesucht. Auch dem Rat, möglichst vielen Leuten zu erzählen, dass ich einen Job suche, bin ich nachgegangen.

Trotzdem hatte ich, als ich für die Silvesterreise nach Florida flog, immer noch keine Jobzusage erhalten…(Ich muss dazu sagen, dass es wahnsinnig schwer ist, in Amerika jemandem unser Bildungssystem in Deutschland zu erklären. Vor allem aber auch, was eine Ausbildung ist und all das am besten noch ins Resume oder in das Anschreiben zu Verpacken war wirklich eine Herausforderung).

Wie ich aber letztendlich dann doch noch einen Job fand, und auch noch bei Airbus, lief folgendermaßen ab:

Zuvor hatte ich schon mehrmals die Airbus-Homepage auf offene Stellen überprüft und nichts gefunden. Schon von Anfang an war mir klar, dass ich unbedingt in der Luft-und Raumfahrtbranche arbeiten möchte (Wichita ist ja nicht umsonst die Air Capital of the World).

Ich hatte mich also schon damit abgefunden, dass ich im Business-Bereich nichts finden werde und schon gar nicht in der Luft-und Raumfahrtbranche;  Sondern, dass ich mich  wohl im Einzelhandel umschauen muss (an der Kasse von Walmart oder so).

ABER DANN…:

Bei dem monatlichen Zusammenkommen des deutschen Stammtisches lernte ich jemand Deutschen kennen. Er war aus Hamburg und für Airbus in Deutschland taetig und aus beruflichen Gründen für ein paar Monate in Wichita. Wir tauschten Telefonnummern aus und blieben im Kontakt. Als Scherz meinte ich eines Tages zu ihm, dass ich die Schnauze voll habe von der ewigen Jobsuche und ob er mich nicht einfach einen Job bei Airbus „klarmachen“ könne :P.

Von da an kam alles ins Rollen. Er kannte den höchsten Engineering Manager in Wichita sehr gut und unterhielt sich mit ihm über mich und eine mögliche Position. Darauf hin kontaktierte ich den Manager, welcher die Personalabteilung kontaktierte usw. Jedenfalls erhielt ich ein paar Wochen vor Weihnachten einen Anruf der Personalabteilung und wurde zu einem Interview eingeladen. Und als ich mich auf meinen Reisen in New Orleans und Florida befand, erhielt ich dann auch schließlich die positive Zusage, dass ich den Job erhalte!!!

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Gott sei Dank hatte ich meinen Laptop auf all meinen Reisen dabei und konnte von dort aus die ganzen organisatorischen Sachen machen.

So kam das alles, dass ich nun seit dem 12. Januar glücklich bei Airbus als Finance and HR Assistance tätig bin. Ich arbeite zwar nur 30 Stunden die Woche (normalerweise Montag – Donnerstag), aber dafür verdiene ich über dem Durchschnitt pro Stunde und die Arbeit macht mir wahnsinnig viel Spaß. Und auch die Kollegen sind alle supernett und waren sehr excited mich als neue deutsche Kollegin zu haben.

Außerdem freu ich mich sehr darüber, bei einem so internationalen Unternehmen wie Airbus tätig zu sein (sodass ich auch hin und wieder mal Deutschen begegne) und dass ich einen Job im Bereich meiner Ausbildung und meines Interesses gefunden habe.

Besser hätte es hier für mich also gar nicht laufen können.

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Ich an meinem Arbeitsplatz im Großraumbüro von Airbus Americas Engineering

Bevor ich zu arbeiten begonnen habe, hatte ich Anna in Lincoln, Nebraska auch noch einen Besuch abgestattet und mit ihr gemeinsam unter anderem die Stadt Omaha besichtigt und das State Capitol in Lincoln.

Anna war mich im März auch mal zu Besuch. Ansonsten war in den Monaten Februar und März nicht allzu viel los. Ende März unternahm ich mit Lisa aus Kansas City einen Trip nach Arkansas. Nein, es wird nicht wie die meisten denken, wie KANSAS ausgesprochen sondern mehr wie [ARKÄNSOO]. Wir gingen ein bisschen hiking, waren in Eureka Springs, im Petite Jean National Park, bei einem Wasserfall, in Hot Springs und einfach so noch etwas in der Natur unterwegs. Der Trip war mal wieder eine wunderbare Abwechslung zu dem bereits eingependelten Arbeitsalltag.

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Im April fuhren Anna, Lisa und ich nach Memphis, in die Stadt des Rock n‘ Rolls, die Heimat von Elvis Presley und auch der Geburtsort des Blues.

Selbstverständlich durfte dann eine Besichtigung von Graceland nicht fehlen. Graceland war Elvis‘ Villa wo er gemeinsam mit Priscilla gelebt hat. Im Garten des Hauses kann man sogar sein Grab besuchen, welches mit vielen Blumen und Bildern von ihm geschmückt ist.

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Die Beale Street ist eine der wenigen Straßen in den USA, wo man öffentlich Alkohol trinken kann. Dort verbrachten wir unseren ersten Abend und ließen uns mit viel guter Livemusik volldröhnen und beobachteten die tanzenden Leute auf den Straßen. Memphis würde ich auf jeden Fall wieder besuchen, aber dann wenn ich 21 bin 🙂

Am 21. April stand dann mal wieder einer meiner größeren Trips an.

Ich besuchte Juli (eine gute Freundin, mit der ich schon gemeinsam auf die Realschule gegangen bin) im wunderschönen Washington State. Sie holte mich am Flughafen in Seattle ab. Unsere erste Nacht verbrachten wir auch gleich in Seattle, um am nächsten Tag möglichst viel Zeit für Sightseeing zu haben. Wir besuchten die berühmte Washington State University, den ‚Original Starbucks‘, den Pike Place Market, gingen Sushi essen und noch viel mehr…

Am Tag darauf, fuhren wir nach Portland, Oregon wo wir bei Philipp, auch einem Teilnehmer des Programms, übernachteten. Der Donnerstag wurde mit Sightseeing in Portland gefüllt und am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zurück, ganz in den Norden von Washington State, nach Mount Vernon, wo Juli mit ihrer Gastfamilie lebt. Am Freitag nahmen wir uns eine Fähre von Anacortes zu den San Juan Islands, welche sich an der Grenze zu Kanada befinden. In der Historie Kanadas und der USA stritten sich beide um diese Inseln (heute gehören sie zu den USA).

Die Natur war einfach atemberaubend schön mit den vielen Bergen, Gewässer und den vielen grünen Pflanzen rundherum (so etwa das Gegenteil von Kansas).

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Für Samstag war auch leider schon wieder mein Rückflug gebucht und wir fuhren am Vormittag zusammen mit Bene, der mit Julia zusammen in Mt. Vernon platziert ist, nochmal nach Seattle, gingen noch zu Chinatown, dem Pioneer Square, der Gum Wall und dem Pike Place Market, bis es für mich dann auch schon wieder „Goodbye sagen“ hieß.

Leider gab es ein paar Probleme mit meinen Rückflügen, sodass ich gegen 3 Uhr morgens erst wieder in Wichita  ankam.

Nun bin ich wieder Zuhause in Wichita und es ist wieder mal bisschen Zeit für den ganz normalen Arbeitsalltag. Am 02. Mai organisierte Airbus ein Familien-Picknick, für das ich Anna als mein PLUS ONE mitnahm. Wir aßen, trafen Kollegen, fuhren Go Kart und spielten Mini Golf. Außerdem besuchten wir (für mich nicht das erste Mal) Oklahoma City und gingen in das Oklahoma City National Memorial Museum, welches sehr interessant war und an den Bombenanschlag vom 19. April 1995 erinnert.

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Zu guter Letzt noch ein paar News so nebenbei:

  • Ich habe etwa 25 cm meiner Haare abschneiden lassen und das übrige Haar blond färben lassen.
  • Mein Auto war WIEDER kaputt. Diesmal durfte ich gleich mal 800 Dollar dafür blechen und brauchte neue Reifen auch noch.
  • Seit Donnerstag hab ich zwei große Risse in der Autoscheibe, meine Versicherung übernimmt meine Kosten für eine Reparatur bzw. Ersatz nicht, daher muss ich wohl selbst demnächst für eine neues windshield bezahlen.
  • Im Februar wurde mir offiziell bekannt gegeben, dass sich meine Gasteltern scheiden lassen. Er ist gleich im Februar noch ausgezogen und nur wenige Wochen später ist eine andere Frau aus Janette’s Kirche ins Haus mit eingezogen. Wir sind jetzt also sozusagen eine „Mädls-WG“.
  • Und momentan liege ich leider mit Fieber im Bett und konnte nicht in die Arbeit gehen. (In den USA werden Krankheitstage NICHT bezahlt. Sprich: Keine Arbeit = Kein Geld)
  • Und meinen 21. Geburtstag (23. Mai) werde ich gemeinsam mit Anna, welche nur einen Tag vor mir Geburtstag hat, in Las Vegas feiern! Also keine Zeit für Langeweile

Eure Isabell

 

#15 Besuch aus Deutschland, Weihnachten in New Orleans & Silvesterfeierei!

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Zuerst einmal wünsche ich allen noch ein verspätetes HAPPY NEW YEAR! Man kann’s kaum glauben, aber die Hälfte meines Auslandsaufenthaltes ist nun schon vorbei und nun steht der zweite Part des Programmes an: ARBEIT!

Aber bevor es ran an die Arbeit geht, gibt es noch jede Menge andere Sachen zu erzählen, die ich hier alle bisschen zusammenfasse:

Zum einen stand ja mein sehnsüchtig erwarteter Besuch aus Deutschland von meinem Freund an, aber auch das College war vorbei und viele freie Tage und auch Weihnachten und Silvester standen vor der Tür.

Am 10. Dezember war es soweit. Abends holte ich meinen Freund vom Flughafen ab und überraschte ihm mit einem selbstgebastelten Lebkuchenherzal-Plakat, welches „Grias Di Spotzal“ aufgeschrieben hatte. Ich zeigte ihm mein College, Wichita mit Umgebung, besuchten das superinteressante Cosmosphere-Museum in Hutchinson und verbrachten auch ein paar Tage in Kansas City. Anschließend tourten wir noch ein bisschen durch Texas und klapperten Städte wie Galveston, Houston, San Antonio, Austin und Dallas ab. In Houston durfte natürlich ein Besuch des Space Centers nicht fehlen, welcher sogar eine Besichtigung des Mission Control Centers beinhaltete. In Dallas besuchten wir den Ort, an dem John F. Kennedy damals ermordet wurde, sowie das Sixth Floor Musuem, welches näher von seinem Leben und seinem Tod erzählt. Super Stimmung gab es bei einem Basketballspiel der Dallas „Mavericks“, für welches Dirk Nowitzki spielt, gegen die San Antonio „Spurs“.

Wichita und Umgebung

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Galveston und Houston

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San Antonio

Austin

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Dallas

Als wir wieder Zuhause in Wichita ankamen, fuhren wir sehr bald weiter gemeinsam mit meiner host mom Richtung Louisiana, wo zwei ihrer Töchter wohnen. Wir besuchten die eine Tochter mit Sohn in Baton Rouge und die Andere mit Familie in New Orleans und feierten Weihnachten mit beiden.

Selbstverständlich blieb auch etwas Zeit für Sightseeing und so besuchten wir unter anderem auch den French Quarter mit seinem French Market, als auch das Aquarium in New Orleans.

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In New Orleans am Flughafen hieß es dann Goodbye sagen von meinem Freund. Für ihn ging es wieder nach Hause nach Deutschland und für mich nach Orlando (FLORIDA!). Ja, nach Florida.

In Florida buchten ich und einige andere PPP-Teilnehmer uns eine Villa für ein paar Tage in der Nähe von Orlando. Dort feierten wir auch in das neue Jahr 2015 hinein. Außerdem unternahmen wir Tagesausflüge unter anderem nach Key West (den südlichsten Punkt der USA), Miami und Miami Beach, sowie auch zum Everglades National Park, wo wir Delfine und Alligatoren in freier Wildnis vorfanden.

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Dezember war für mich also ein wahnsinnig ereignisreicher Monat.

Und nun geht’s wieder ran an die Arbeit!

In meinem nächsten Eintrag werde ich bisschen von meiner Jobsuche erzählen, wie, wann, wo ich einen Job gefunden habe und auch von meiner Arbeit an sich und meinem ersten Arbeitstag.

See ya!

Isabell

 

 

 

 

 

 

#14 Thanksgiving mit meiner amerikanischen Familie und JUSTIN TIMBERLAKE Konzert

 

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Am 27. November war Thanksgiving. Für alle, die nicht wissen, was Thanksgiving denn eigentlich ist: Thanksgiving heißt übersetzt so viel wie „Danke fürs‘ Geben“ und ist eine Art Erntedankfest. Allerdings wird es ganz anders zelebriert als unser traditionelles Erntedankfest.

Schon am Wochenende vor Thanksgiving reiste Ashley, meine Gastschwester, mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern Eden (6 oder 7) und Benjamin (4) an.

Sie sind extra von New Orleans (Louisiana) angereist, damit die Familie gemeinsam Thanksgiving verbringen kann. Paar Tage später ist auch die andere Tochter, Courtney mit ihrem 1-Jährigem Sohn Tanner angereist. Man kann sich vorstellen, dass diese Woche nicht gerade eine ruhige Woche war.

 

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Es waren auch regelmäßig Freunde meiner Gastfamilie zu Besuch um gemeinsam Abend zu essen, Spiele zu spielen usw. An Thanksgiving selbst gab es typisch amerikanisch Turkey mit süßen Kartoffeln, Kartoffelpüree, Soße, Mais, Brötchen und als Nachspeise noch viele verschiedene Pies (Kuchen) zur Auswahl. Darunter Pumpkin (Kürbis) Pie, Pistazien Pie und Schokopudding Pie. Danach haben wir noch ein paar Spiele gespielt und uns so einfach etwas unterhalten und den Tag ruhig ausklingen lassen.

 

Der Tag nach Thanksgiving heißt Black Friday und ist für seine supergünstigen Angebote bekannt. Lange Warteschlangen gehören hier allerdings auch dazu. Besonders Elektronik ist an diesem Tag besonders beliebt und man kann schon mal Stundenlang an der Kasse anstehen. Auch ich wollte mir den weltberühmten Black Friday nicht entgehen lassen und bin mit Ashley, Courtney und Michelle (noch eine Freundin der Familie) in einen Bookstore gefahren und später noch mit Courtney in die Mall. Ich selbst habe mir allerdings nicht gekauft und war auch nicht wirklich scharf darauf, zwischen den Menschenmassen nach etwas passendem für mich zu suchen, um anschließend Ewigkeiten an der Umkleide anzustehen und dann nochmal an der Kasse.

Am Wochenende fuhren Ashley und Courtney mit Familie dann auch schon wieder nach Hause. Der Montag nach Thanksgiving ist allerdings auch nochmal für seine tollen online Angebote bekannt. Ich habe allerdings fast den gesamten Montag damit verbracht, meiner ehrenamtlichen Arbeit in der Kidzone des YMCAs nachzugehen. In dieser Woche hatte ich dann schließlich auch meine 40 Stunden ehrenamtliche Arbeit im YMCA erreicht. Im gesamten Jahr werde ich allerdings versuchen, 100 Stunden zu erreichen, da ich zusätzlich auch noch Deutsch Nachhilfe gebe und auch hier schon etwa 25 Stunden erreicht habe. Im nächsten Jahr kann ich zwar nur noch an Wochenenden oder Abenden Nachhilfe geben, aber ich bin mir sicher, dass ich das auch noch hinbekommen werde.

Letztes Wochenende fuhren meine Gastschwester Courtney und ich nach Oklahoma City für ein Justin Timberlake Konzert. Wir waren beide so aufgeregt ihn live zu sehen und hatten die Karten schon Anfang September besorgt. Das Konzert war wirklich Klasse und jeden Cent wert.

Die Woche von 8.-12. Dezember finden die Final Exams im College statt und ich muss auch noch einige Präsentationen halten. Am Mittwoch, den 10. Dezember kommt mich mein Freund aus Deutschland besuchen und wird gemeinsam mit mir und meiner Gastfamilie auch Weihnachten in New Orleans (bei Ashley) verbringen, worauf ich mich schon SOOOOOOOOOO RIESIG freue!!  Und am 15. Dezember habe ich einen Termin beim Congressman für Wichita bekommen. Einen Job habe ich leider immer noch nicht gefunden, aber ich bin fleißig dabei und bemühe mich so schnell wie möglich einen zu finden.

 

Eure Isabell

 

 

 

#13 Ein Trip in die Windy City – Chicago!

 

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Um mich auf das bevorstehende Wochenende in Chicago vorzubereiten, unternahm ich zuvor noch einen riesen Winter-Shopping Trip zu Target und deckte mich ordentlich mit warmen Sachen ein. Der Wetterbericht hatte nämlich schon Minusgrade und Schnee für das Wochenende angesagt.

Freitag morgens, fuhr ich dann auch schon Richtung Overland Park zu Lisa und ihrer host family. Zuvor traf ich mich noch mit Anna auf ein kurzes Lunch. Bei Lisa Zuhause angekommen ging es für uns drei dann auch schon ziemlich schnell weiter zum Flughafen nach Kansas City, von wo aus wir direkt nach Chicago flogen. Dort angekommen, ging es noch einige Straßenbahnstationen weiter und dann erwarteten uns auch schon Kevin und Ronja. Die beiden sind auch Teilnehmer des Programms und Kevin wohnt mit seinem host dad in einem Suburb von Chicago, wo wir auch unser Chicago-Wochenende verbrachten. Gut eingepackt machten wir gleich an dem ersten Abend noch eine kleine Sightseeing tour unter anderem zu der Bean, die wegen ihrer Form so genannt wird, offiziell aber „Cloud-Gate“ heißt. Wir fanden sogar ein deutsches Restaurant namens „The Berghoff“ in dem wir dann zu Abend aßen. Ich entschied mich für Schweinefilet mit Spätzle und obwohl es bisschen anders war, kam es der guten deftigen Küche von Zuhause sehr nahe.

 

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Nach gefülltem Magen fuhren wir schließlich zu Kevin nach Hause, wo wir aber nur kurz rasteten und uns dann auch schon wieder zur Bowling Alley aufmachten um dort Kevins host dad Jim kennen zu lernen und eine Runde Bowling zu spielen.

Am nächsten Morgen fuhren wir, nach Frühstück bei Pancake-House um die Ecke, nach Chicago Downtown wo wiederum ein anderer Teilnehmer des PPP (Felix) platziert ist. Er lebt dort gemeinsam mit einem schwulen Paar namens Victor und Bill in einem wunderschönem Apartment mit einem gigantischen Ausblick.

Wir verbrachten den Tag mit einem Musikfestival, bei welchem Bands in unterschiedlichen Orten, wie Geschäften, Bars, Gallerien usw. spielen. Anschließend liefen wir einfach so noch etwas in der Stadt umher. Abends wagten wir uns an die berühmte „Deep Dish Chicago Pizza“ welche den Belag statt obendrauf, innendrin in der Pizza hatte. Sie war wirklich gut und nur nach wenigen Stückchen Pizza waren wir alle proppenvoll. Diese Nacht verbrachten wir bei Felix und seiner host family.

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Den Sonntag verbrachten Anna, Lisa und ich fast nur zu dritt und unternahmen nochmals eine Sightseeing-Tour.  Wir besuchten auch das Adler Planetarium, welches sehr interessant war und liefen an der Küste entlang. Der Tag war sehr schnell vorbei und wir verbrachten unsere letzte Nacht wieder bei Kevin und Jim. Am letzten Tag war sehr schnell verabschieden angesagt. Anna, Lisa und ich besuchten vor unserem Rückflug nach Kansas City noch den Willis Tower, der zuvor Sears Tower hieß und 2009 umbenannt wurde. Er ist mit einer Höhe von 442 Metern Höhe das zweitgrößte Gebäude der USA. Im obersten Stock des Gebäudes befinden sich vier Glaskästen die komplett aus Glas sind, die man betreten kann und sich fühlt als würde man in der Luft stehen.

 

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Völlig von der wunderschönen Aussicht bezaubert, hätten wir drei beinahe unseren Rückflug verpasst. Aber nur beinahe. So ging auch dieses ereignisreiche Wochenende schon wieder zu Ende.

 

Eure Isabell

 

 

 

 

 

#12 German Stammtisch und Tagesausflug nach Oklahoma City

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Am Donnerstag in dieser Woche fand wieder mal der „German Stammtisch“ statt, welcher jeden ersten Donnerstag im Monat in einer alten Brauerei in Wichita Downtown veranstaltet wird. Es treffen sich Leute, die ursprünglich aus Deutschland kommen, einfach an Deutschland interessiert haben oder vielleicht mal Deutsch classes im College oder in der Highschool belegt hatten. Also eigentlich kann hier wirklich jeder kommen. Es ist jedes Mal wieder ein Erlebnis, da jedes Mal neue Leute hinzu kommen und man hier die Möglichkeit hat, sich auch mal auf deutsch auszutauschen in den USA.

Am Wochenende plante ich einen Tagesausflug nach Oklahoma City mit einer anderen internationalen Studentin. Ich holte Eva morgens ab und dann ging es auch schon los in das nur 2,5 Stunden entferne Oklahoma City.

Leider machte meine Spiegelreflexkamera genau an diesem Tag schlapp und wollte nicht mehr funktionieren. So musste Eva also ganz viele Bilder schießen. Nach geraumer Zeit auf Parkplatzsuche, fanden wir schließlich einen und machten uns auf zur Stadtmitte um dort nach einem Essenslokal oder einem Imbiss zu suchen. Nach einiger Suche fanden wir schließlich einen super leckeren Imbiss. Anschließend liefen wir in der Stadt  noch etwas umher und schossen einige Fotos. Die Stadt war schon richtig weihnachtlich dekoriert und das an dem Wochenende nach HALLOWEEN! Kaum ist hier das eine Fest vorbei, wird gleich alles für das nächste Fest vorbereitet.

Wir besuchten den botanischen Garten und fuhren nach Bricktown, was ein Stadtteil von Oklahoma City ist, wo wir den Riverwalk entlang liefen und Eis schlemmten.

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Botanica garden

 

Außerdem besuchten wir die St. Joseph Old Cathedral und das Oklahoma City National Memorial, welches an den Bombenanschlag von 1995 in Oklahoma City erinnern soll.

Leider ging der Tag viel zu schnell zu Ende und am frühen Abend fuhren wir dann auch schon wieder nach Hause nach Wichita.

Eure Isabell

#11 Halloween in Amerika & Besuch aus Washington State & BROKEN CAR!

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Lange habe ich mich schon auf dieses Wochenende gefreut. Ich habe nämlich mit meiner guten alten Freundin Julia, welche im kleinen Mt Vernon im Staat Washington platziert wurde, ausgemacht, dass sie mich das Wochenende besuchen kommt.

Aber wie es das Schicksal so wollte, blieb genau am Donnerstag, den Tag bevor Julia kommt, mein Auto stehen und wollte nicht mehr anspringen. Es passierte bei der Heimfahrt vom College… nach meiner Yoga class stieg ich ins Auto und wollte mich auf den Nachhauseweg machen, als mein Auto nach der zweiten überquerten Ampel plötzlich nicht mehr lenkbar war und mitten auf der Straße einfach stehen blieb. Für mich war das Ganze natürlich die völlige Katastrophe. Selbst mit meinem Problemauto in Deutschland ist mir sowas noch nicht passiert. In völliger Hektik und Panik rief ich sämtliche Nummern an, unter anderem die meiner host mom und meines College Advisors… ich wähle sämtliche Nummern mehrmals bis schließlich mein host dad Brian antwortete und sich auf dem Weg machte mich ZU RETTEN! Währenddessen versuchte ich noch mehrmals das Auto zu starten, aber es funktionierte gar nichts. Als Brian da war, funktionierte das Auto komischerweise auf einmal wieder. Allerdings blieb es auf dem Weg zur Werkstatt noch mehrmals stehen. Naja.. das Ende der Geschichte war eine Reparatur in Höhe von satten 530 $ (ich hatte für das Auto ansich eh schon viel zu viel ausgegeben) und dass ich das ganze Wochenende bis einschließlich Dienstag Abend kein Auto hatte.

Also musste ich erst mal meine ganzen Wochenendpläne ändern… Erstmal wieder völlige Panik… Was mach ich mit Volunteering? Wie hole ich Julia vom Flughafen ab? Wie bringe ich sie am Montag zurück wenn weder Janette, noch Brian Montags da sind?…

Zum Glück hatte sich Brian netterweise bereit erklärt, mich zum Volunteering zu fahren, abzuholen und auch mit mir gemeinsam Julia vom Flughafen abzuholen.

Julia kam zwar 4 Stunden später an als geplant, da sie den ersten Flug verpasst hatte, aber letztendlich war sie ja doch noch da. Als wir nach Hause kamen waren Janette, Courtney und Tanner (Tochter von Janette, die mit ihren Kind aus Oklahoma extra angereist war für Halloween) bereits fertig kostümiert für Trick & Treat im berühmten Stadtteils Wichita „College Hills“.

Die Häuser in College Hills waren so wahnsinnig übertrieben geschmückt und dekoriert. Nicht nur ein paar Kürbisse wie wir es meistens aus Deutschland kennen, NEIN! Die Gärten wurde zu einer Art Friedhof, überall Skelette, Zombies, Spinnen und vieles mehr.

 

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Als wir nach Hause kamen, gingen Julia und ich auf eine typisch amerikanische Halloween Hausparty mit Kostümpflicht. Hier in den USA ist Halloween aber nicht nur gruselig, hier laufen Kinder an Halloween als Feen und Prinzessinnen herum, wie es bei uns ja eher für Fasching üblich ist. Trotzdem werden aber auch viele gruselige Kostüme getragen.

Die nächsten Tage verbrachten wir die meiste Zeit mit meinem Freund Brian. Wir haben gesamt Wichita abgeklappert und ihr Oldtown, Downtown, Riverside, mein College und noch viele andere Orte gezeigt. Auch ein „Field of Screams“ haben wir mit einem Klassenkameraden von mir besucht, welches wirklich sehr gruslig war. Gut maskierte Schauspieler lauerten überall und nutzen jede Möglichkeit, den Besuchern Angst einzujagen. Man musste durch Labyrinthe laufen, dunkle Häuser, dunkle Gassen, einfach nur durch das Feld und vieles mehr. Es war auf jeden Fall ein Programm geboten.

Am Montag war dann leider schon wieder Abflug für Julia angesagt und so ging das auch ohne Auto bestens gelungene Halloween Wochenende zu Ende.

 

Eure Isabell

 

 

 

#10 St. Louis – Gateway to the West

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Vorletztes Wochenende (ich weiß das hört sich an wie eine Ewigkeit), haben wir sehr spontan (am selbigen Tag) entschieden, dass ich zu Lisa nach Kansas City fahre und es am nächsten Tag weiter nach St. Louis geht.

Unser Ziel Nummer EINS bei diesem Trip war natürlich die für St. Louis berühmte „Arch“. Die Arch wurde 1961-1965 erbaut und erinnert an die Besiedelung des Westens. Der Bogen symbolisiert das Tor/den Ausgangspunkt der sogenannten „Lewis-und-Clark-Expedition“ in den Westen. Unterirdisch der Arch befindet sich ein Museum, welches wir natürlich auch besucht haben nachdem es eh kostenlos war. Außerdem nutzen wir die Tram um bis ganz nach oben der Arch zu kommen und gesamt St. Louis von oben betrachten zu können. Es war wirklich unglaublich, sich am obersten Punkt der Arch zu befinden, wenn man die Größe des Bogens zuvor von außen gesehen hat.

Wie bei jedem Trip, hatte ich auch bei diesem wieder mein „großes, dickes, schlaues Buch der USA“ dabei, welches ein dicker USA-Reiseführer ist den ich von meinem Freund zum Geburtstag bekommen hatte.

Mein Buch empfohl, unbedingt die für St. Louis bekannten „Toasted Ravioli“ zu probieren, die es in nahezu jedem Restaurant in St. Louis zu kaufen gibt. Wir entschieden uns für ein Restaurant sehr nahe des Baseball Stadions der St. Louis Cardinals, wo wir unsere süchtig machenden, delicious Toasted Ravioli schlemmten.

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Außerdem besuchten wir noch den St Louis Zoo, den Forest Park und viele andere Orte in St Louis. Wir schlossen unseren Trip mit einen Shoppingausflug in die Outlet Mall, welche unter anderem einen Nike Factory Store, wie auch einen Guess Outlet Store zu bieten hat, ab.

 

Bei Lisa in Overland Park (Vorort von Kansas City) angekommen, ging es erst mal ins Bett. Doch am nächsten Tag, nach einem amerikanischen Sonntagsfrühstück mit Lisas Host family, verbrachten wir noch einen halben Tag mit Sightseeing in Kansas City.

 

Leider bin ich momentan sehr mit College und Volunteering beschäftigt und vernachlässige daher meinen Blog etwas. Es ist vom Programm vorgeschrieben, 40 Stunden ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Bestenfalls sollte man diese während der Collegephase erreichen, da es nur noch wenig Freizeit geben wird, sobald ich erst mal arbeiten muss ab Januar. Ich leiste meine Stunden im YMCA (eine Art Fitness Studio) in der Kidszone und kümmere mich dort um die Babys und kleinen Kindern, während die Eltern Sport treiben. Außerdem gebe ich noch Deutschnachhilfe.

Derzeit bin ich auch fleißig dabei einen Job oder ein bezahltes Praktikum zu suchen, damit ich Anfang Januar 2015 gleich los legen kann, so wie es das Programm vorschreibt.

In meinem nächsten Eintrag werde ich euch von meinem Halloween-Wochenende erzählen.

 

Eure Isabell

 

 

#9 Trip to NEW MEXICO!

Route 66

Land of Enchantment (Land der Verzauberung)

Letztes Wochenende stand mein zweiter großer Roadtrip auf dem Plan. Dieses Mal sollte es nach Albuquerque und Santa Fe, beides im Staat New Mexico oder auch „Land of Enchantment“ genannt, gehen. Santa Fe ist die zweitälteste Stadt der United States… auch wenn die USA ansich nicht gerade sehr alt ist und man die Gebäude mit den Europäischen und Deutschen nicht vergleichen kann.

Letzten Donnerstag kamen die beiden anderen PPP-Teilnehmerinnen aus Kansas City und Lincoln zu mir nach Wichita angereist. Lisa aus KC war bereits etwas früher da und wir gingen noch gemeinsam mit meiner host mom zu Abendessen nach Wichita Oldtown und gingen dort auch noch etwas spazieren.

Lisa und ich

 

Als Anna kam war es schon fast 1 Uhr Nachts. Es war also eine nicht sehr lange Nacht, da wir sehr früh morgens schon wieder Richtung Albuquerque aufbrachen. Leider war das Wetter am ersten Tag sehr sehr windig, regnerisch und kalt. Und als wir ankamen war es bereits Abends.  Wir brachten unser Gepäck nur noch in unser Hostel und gingen ins Diner zu essen. Dort ist uns etwas sehr beeindruckendes passiert.. wir haben ein Ehepaar aus New Mexico stammend getroffen, die auch in dem Diner zu Abend gegessen haben. Wir haben das Ehepaar einige Sachen über das Balloonfestival (der Grund, warum wir eigentlich hier in Albuquerque waren) gefragt. Als wir schließlich gehen wollten, sagte der Mann, dass er unsere gesamte Rechnung für Abendessen und Getränke übernehmen will und bat den Kellner um unsere Rechnung. Wir waren sehr sehr überrascht und verstanden überhaupt gar nicht, warum er denn unbedingt für uns bezahlen möchte. Er meinte, dass wir hier Gäste sind, dass wir das als Zeichen von Gastfreundlichkeit sehen sollen und er möchte dass wir uns hier wohl fühlen und unsere Zeit hier genießen. Er möchte sich großzügig uns gegenüber zeigen und wir können die Großzügigkeit vielleicht weitertragen und eines Tages das Gleiche tun in Deutschland wie er es hier in den USA für uns getan hat.

 

Am nächsten Morgen war wieder mal sehr früh schon Aufbruch angesagt. Schließlich wollten wir das berühmte Balloonfestival ja erleben. Ich hatte auch geplant wunderschöne Fotos der Balloons bei Sonnenaufgang zu machen, aber leider spielte das Wetter nicht mit und es gab garkeinen richtigen Sonnenaufgang wegen der vielen Wolken die alles verdeckten. Schließlich wurde das Wetter aber doch noch bisschen besser..

Es gab außer Balloons auch noch wahnsinnig viele Essensstände, Souvenir Shops und zum Beispiel auch einen NASA-Stand. Ich musste natürlich gleich ein Foto von mir mit dem Astronauten machen..

 

 

Anschließend ging es in die wunderschöne Oldtown von Albuquerque. Es gab viele viele Souvenirshops, alte Bauten und auch Kirchen zu bewundern. Wir besuchten auch noch einige Drehorte der amerikanischen Serie „Breaking Bad“. Auch die Route 66 fuhren wir entlang und waren immer auf der Suche nach diesem alten ursprünglichen Route 66 Schildern ohne diesem „Historical Sign“. Leider vergebens, aber trotzdem kehrten wir zum Abendessen noch in das typische Route 66 Diner ein.

 

Danach ging es weiter zu unserem nächsten Hostel in Santa Fe. Als wir dort eincheckten war es bereits dunkel und wir konnten den Tag auch nicht mehr wirklich nutzen. Den nächsten gesamten Tag verbrachten wir damit Santa Fe unsicher zu machen. Santa Fe ist wirklich eine wunderschöne Künstlerstadt. Sie hat sehr viele Kunstgallerien, da sich sehr viele Künstler in Santa Fe niedergelassen haben.. Wir haben viele davon besucht und es war einfach großartig all das anzuschauen. Viel Zeit haben wir rundum des Plazas verbracht, wo es wieder Kirchen, Märkte und andere alte Bauten zu sehen gab. Nachdem wir ganz Santa Fe mit dem Auto abgefahren hatten, machten wir uns Abends auf die Heimreise und fuhren die komplette Nacht durch, bis wir schließlich wieder bei mir in Wichita ankamen. Nach ein paar Stunden Schlaf, traten dann auch Anna und Lisa ihre Heimreise an.

 

Dieses Wochenende war eigentlich geplant, dass ich zu Anna nach Lincoln (Nebraska) fahre und wir uns auch die Stadt Omaha anschauen, aber leider hat sich mein schwaches Immunsystem bemerkbar gemacht und jetzt muss ich mit einer Grippe im Bett liegen und Tee trinken bis ich wieder gesund bin. 🙁

 

Ich hoffe, dass ich mit meinem langen Text keinen erschlagen habe.

 

Eure Isabell

 

#8 Wochenendtrip Nebraska, South Dakota & Wyoming

Mount Rushmore

 

Auch wenn Kontakte knüpfen bisher vielleicht noch nicht ganz so gut geklappt hat, hatte ich ja immer noch das Wochenende um mich darauf zu freuen…

Ich hatte nämlich mit Nils, einem anderen Teilnehmer spontan ausgemacht nach South Dakota zu fahren. Ich wollte schon immer mal Mount Rushmore in Wirklichkeit sehen.

Freitag in der Früh gegen 6 Uhr morgens sollte es los gehen. Nils ist in Nebraska in North Platte platziert und für mich lag das eh auf dem Weg wenn ich nach South Dakota fahre, also habe ich Nils nach 6 Stunden reine Autofahrt in North Platte abgeholt und anschließend ging es noch 5,5 Stunden (ohne Pausen) nach South Dakota. Wir haben uns im Voraus ein Hotel in Custer für eine Nacht gebucht, damit wir nicht am ersten Abend spontan nach einem Hotel suchen mussten. Die Landschaft ist einfach wunderschön in South Dakota.. Viele Hügel (Nebraska und Kansas sind im Vergleich sehr flach), sehr viel Grünes, Wälder und einfach wie man’s im Fernseher sieht bei irgendwelchen Filmen, bei denen amerikanische Familien mit dem Wohnwagen zum campen fahren..

wald

 

South Dakota gibt auch wahnsinnig viele National Parks her…Unter anderem den Black Hills National Forest.

Der Wetterumschwung an dem Wochenende war echt heftig…  Es lag SCHNEE als wir in South Dakota ankamen… und da es in Kansas seeeeehr seeeehr warm ist, hab ich auch noch keine Winterklamotten besorgt.. zum Glück hat mir meine Hostmum paar warme Klamotten von ihr mitgegeben.

 

nach laaanger laaaanger Fahrt endlich in South Dakota in Custer angekommen...

nach laaanger laaaanger Fahrt endlich in South Dakota in Custer angekommen…

 

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück gleich auf in Richtung Crazy Horse, welches nur wenige Minuten von unserem Hotel entfernt ist.

Crazy Horse ist riesengroß und ein Denkmal das ähnlich wie Mount Rushmore in Stein gemeißelt wurde, nur wesentlich größer als Mount Rushmore. Leider wurde das Crazy Horse Denkmal nie komplett fertig gestellt und es wird immer noch daran gearbeitet.

 

crazy horse

 

ich und crazy horse

 

Auch Mount Rushmore wurde gleich anschließend besucht, welches ein Denkmal in den Black Hills ist. Hier wurden die vier Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in Stein gemeißelt. Auch hier wurde das Werk nie komplett fertig gestellt wie es eigentlich geplant war, da der Bauherr verstarb. Eigentlich sollten die ganzen Präsidenten bis zur Taillenhöhe abgebildet werden.. die Kinder der Bauherren führten den Bau noch einige Monate fort, doch wegen Geldmangels wurde es letztendlich komplett eingestellt und als vollendet erklärt.

 

ich vor mount rushmore

 

 

Wir besuchten auch einen „Drive through Bären-Park“. Wir konnten also durch einen Park fahren und vor unserem auto hüpften massenweise Bären und andere Tiere herum. Es war verboten auszusteigen und Fenster zu öffnen, aber trotzdem war es ein wirklich tolles Erlebnis.

 

 

Wir besuchten auch noch Anna-Lena. Sie ist ebenso eine Teilnehmerin des PPP-Programms, die in Spearfish (South Dakota) platziert wurde. Dort haben wir auch eine Nacht verbracht und gleich mit einem Ausflug nach Wyoming zum Devils Tower verbunden. Direkt bei dem Devils Tower war auch noch ein Prairie Dogs Park.

gruppenfoto

 

 

 

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Das Wochenende war wirklich der HAMMER und die weite Fahrt hat sich auch gelohnt! 🙂

 

Eure Isabell

#7 Kansas State Fair & neue Bekanntschaften

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An das College gewöhn ich mich schon mehr und mehr.. trotzdem fällt es mir oft noch schwer, alles zu verstehen und muss immer viele Wörter übersetzen. ich bin nun schon etwa 1,5 Monate in den USA und hab auch jemanden am College kennen gelernt. Wir wollten letzten Freitag eigentlich bowlen gehen zu „The Thunderbird“, aber als ich schon vor der Bowlinghalle mit meinem Auto gewartet habe, hat sich herausgestellt, dass Stromausfall ist und stattdessen sind wir dann in ein Cafe gegangen in der Nacht gegen halb 12. Auch in meinem Englischkurs hab ich ein Mädchen kennengelernt. Sie kommt ursprünglich aus Vietnam. Wir haben uns verabredet nach meinem Yogakurs Dienstags was zu unternehmen. Sie hat mich Zuhause abgeholt und gemeint, dass sie mir ihre ganzen Freunde vorstellt und alles „soooooo cool“ wird..

Naja.. mit Freunden vorstellen war dann irgendwie garnichts.. Es hat sich herausgestellt, dass ihre gesamtem Freunde Vietnamesen sind und selbst als ich dabei war, hat sich keiner die Mühe gemacht Englisch zu reden, dass ich auch etwas hätte verstehen können. Mit vorstellen oder Hand geben oder sowas war irgendwie auch nichts.. Nicht mal n „Hi“ oder sowas wurde gesagt.. Naja kam mir dann halt schon ziemlich doof vor den ganzen Tag/Abend. Anschließend haben sie mich noch in ein vietnamesisches Restaurant mitgenommen. Die Idee fand ich eigentlich ganz gut.. und einer ihrer Freunde hat sich sogar darum bemüht, mit mir auf Englisch zu reden und mich mit ein zu beziehen. Er hat mir auch gezeigt, wie man vietnamesisches Essen „isst“ 😀 und letztendlich hat er auch für alle am Tisch Essen und Trinken bezahlt, was ich ziemlich ungewöhnlich fand. Als ich das vietnamesische Mädchen anschließend danach fragte, meinte sie nur, dass er ein Gentlemen sein will und das immer so macht.

In der Woche davor hatten meine Gastmutter, Janette, und ich Zumba im YMCA ausprobiert. Das war echt richtig lustig.. und auch wenn die Musik seeeehr modern war und mit viel Elektro, Hip-Hop und allen möglichen Musikelementen, hat es auch meiner Hostmum sehr gut gefallen. Wir mussten ziemlich viel über uns gegenseitig lachen wie wir mitgehampelt sind und versucht haben die Schritte der anderen nach zu machen… 😀 Man muss aber dazu sagen, dass wir die einzigen Neulinge in diesem Kurs waren und immer die gleichen Lieder „getanzt“ werden.

Den Samstag stand aber kein Zumba an.. wir hatten geplant zum State Fair nach Hutchinson zu fahren. Der größte State Fair in Kansas.

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Trotz des State Fairs war ich an diesem Tag ein bisschen traurig, weil ich in Deutschland die Hochzeit des Bruders meines Freundes verpasste… 🙁

Kansas State Fair ist riiiiiesengroß und es gibt wahnsinnig viele Tiere zu sehen, kleine Ausstellungen, aber auch Riesenrad und Fahrgeschäfte waren im Angebot.

Der Höhepunkt des State Fair war für mich der Hypnotiseur, der wirklich witzig war und trotzdem die Leute total unter seiner Kontrolle hatte… 😀

Mein nächster Eintrag wird von meinem Wochenendtrip nach Nebraska, South Dakota und Wyoming handeln 🙂

Eure Isi

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