Braunschweiger Zeitung, 20. August 2015

Zeitungsartikel

Abschied heißt was Neues kommt

Die letzten Tage waren so emotional, dass ich sie kaum in Worte fassen kann. Erst der Abschied in Amerika, dann der lange Flug, das Empfangskomitee am Flughafen in Hannover, das Wiedersehen mit Familie und Freunden und letztendlich die Realisierung wieder in Deutschland zu sein. Ich befinde mich noch immer etwas in meinem Re-Entry Shock und bin schnell mit Vielem überfordert. Aber es wird von Tag zu Tag besser dank der tollen Unterstützung. Mein Koffer für die nächste kleine Reise nach Sylt ist bereits gepackt. Dort werde ich ab Dienstag 10 Tage mit meiner Familie verbringen, bevor ich zum Wintersemester mein Studium beginne und umziehe.

Mich ruft mein Stern

Hier sitze ich nun auf gepackten Koffern, fertig zur Abreise nach Washington DC.. Die letzten Tage/Nächte konnte ich kaum essen und schlafen. Meine Gefühlsachterbahn pendelt zwischen der Aufregung, Freunde und Familie wieder zu sehen und dem harten Abschied der Menschen die mir hier ans Herz gewachsen sind, vor allem aber von Erica.

Am Mittwoch lande ich um 5 Uhr morgens in Washington und muss mich von dort gleich auf den Weg zur Deutschen Botschaft machen, bei der ich um 10 Uhr eingeladen bin. Danach geht es weiter zur Georgetown University an der das Abschlussseminar meines Programmes stattfindet. Donnerstag Abend ist es dann endlich so weit und wir steigen in unseren Flieger nach Deutschland.

2015 German Eval Seminar Tentative Agenda

Es war ein Jahr voller Abenteuer und Herausforderungen und ich kann gewiss sagen, dass diese Erfahrung mein Leben verändert hat. Oft bin ich an meine Grenzen gestoßen und habe dennoch alle Schwierigkeiten gemeistert. Ich habe großartige Menschen auf meinem Weg kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und meine bessere Hälfte kennengelernt. Kalifornien ist von nun an mein zweites Zuhause und freue mich schon jetzt sehr darauf, hierher zurück zu kommen.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die mich während dieser aufregenden Zeit unterstützt haben. Vor allem bei meinen Eltern, die mir seit dem Bewerbungsprozess geholfen- und mich in der ganzen Zeit während jeder Gefühlsphase begleitet haben. Außerdem möchte ich mich bei Sigmar Gabriel bedanken, der mir dieses Stipendium ermöglicht hat.

Mein letzes Video werde ich erst nach meinem Trip nach Washington hochladen, wenn ich bereits zurück in Deutschland bin.

Kalifornien im Herzen

Es ist ein komisches Gefühl zu wissen, dass es bald in mein “altes” Leben zurück nach Deutschland geht. Vor knapp einem Jahr habe ich angefangen Vorbereitungen für meine große Reise zu treffen und nun ist sie fast vorbei. Zurück in Deutschland werde ich hoffentlich an einer der Fachhochschulen, bei denen ich mich bereits beworben habe, angenommen. Danach heißt es wieder: Sachen packen, umziehen und eine neue Herausforderung beginnen.

Erica und Carla waren bei einer Hochzeit eingeladen und sind dafür Ende Juni für 10 Tage nach Irland geflogen. Ich hatte währenddessen meine letzte Woche bei der Arbeit und wurde reichlich von meinen Kollegen verwöhnt. Jede Abteilung lud mich zum Mittagessen ein und an meinem letzten Tag wurde ich mit einem großen Lunch in der Firma verabschiedet. Im Juli hatte ich einen Roadtrip geplant der wegen meiner enormen Krankenhausrechnung von dem Vorfall im November und einigen Reparaturen an meinem Auto unglücklicherweise ins Wasser fällt. Somit werde ich in den letzten 3 Wochen ein paar kleinere Ausflüge mit Erica machen und meine freie Zeit am Strand genießen.

Am 28. Juli geht mein Flieger von San Jose nach Washington D.C., wo ich auf die anderen 74 Teilnehmer treffen werde. Das Abschlussseminar findet dort vom 28. – 30. Juli an der Georgetown University statt. Danach fliegen wir alle gemeinsam zurück nach Deutschland.

Geburtstagskind

Die Mai-Wochenenden waren alle ausgebucht. Es fing an mit Muttertag, den ich mit Erica’s Mama Carla und ihrem Bruder Ian verbracht habe. Wir sind zusammen zum Stanford Campus gefahren, auf dem eine “Powwow” stattfand. Powwows sind Treffen nordamerikanischer Indianer bei denen die indianische Kultur geehrt wird (http://de.wikipedia.org/wiki/Powwow). Zu indianischer Trommelmusik bummelten wir um die kleinen Buden, die rings um den Festplatz aufgebaut waren. Und was in Amerika auf gar keinen Fall fehlen darf: Essen! Von Fry Bread bis hin zu Buffalo Burgern habe ich eine Menge probiert und Geschmack an der Kultur gefunden.

Das Wochenende darauf sind Erica und ich nach San Francisco gefahren und haben dort einen schönen Tag im kalten Wetter verbracht. Wir waren am Palace of the Fine Arts, dem Cupids Span, im Ferry Building und zu guter Letzt bei den Painted Ladies. Seit ich nur 45 Minuten von San Francisco entfernt wohne, ist es nicht mehr ganz so besonders dort zu sein. Letztendlich ist es auch nur eine Stadt mit vielen verrückten Menschen. Am 27. und 28. Juni findet die Pride Parade statt, die in Deutschland wohl eher unter dem Namen Christopher Street Day (CSD) bekannt ist. Sie ist eine der bekanntesten Paraden weltweit und ich bin gespannt was mich dort erwartet.

Dann war es endlich Zeit für mein Geburtstagswochenende, auf das ich mich lange Zeit gefreut habe. Ericas Großvater hat ein Ferienhaus in den Sierra Nevada Mountains und hat uns dieses für ein langes Wochenende überlassen. Das Haus liegt ganz privat mitten im Wald, in der Nähe von Camp Connell. Es war bereits dunkel als wir am Freitagabend dort ankamen. Wir entluden das Auto und gingen wenige Zeit später schlafen. Samstag regnete es den ganzen Tag in Strömen. Wir genoßen das schmuddlige Wetter mit Snacks und Getränken im überdachten Jacuzzi. Danach zündeten wir den Kamin an und haben bis Mitternacht gewartet um in meinen Geburtstag zu feiern. Am Sonntag fuhren wir in den Big Tree State Park der, dank des Regens am Tag davor, wenig besucht war. Am Montag war Memorial Day, weshalb wir Beide ein langes Wochenende hatten und ganz gemütlich am Montag Nachmittag nach Hause fahren konnten.

Die einfachen Dinge im Leben

An der University of Reno angekommen, haben wir uns bei der Konferenz angemeldet und uns mit dem Programmheft vertraut gemacht. Unsere Präsentation war am Samstag um 16:30 Uhr. Nach einem kurzen Abendprogramm waren wir bereits sehr müde und sind daher zu unserer Unterkunft gefahren. Unser Zimmer lag in einem Studentenhaus, indem 5 Studentinnen wohnten. Am nächsten Morgen gingen wir pünktlich frühstücken und schlenderten anschließend durch die Casinos auf dem Strip. Nachdem wir Beide $50 Dollar verspielt- und nichts gewonnen haben, war es eine gute Entscheidung aufzuhören. Wir fuhren zurück zur Universität und verbrachten den Nachmittag damit, verschiedene Präsentationen zu besuchen. Von 16:30 – 17:30 Uhr waren wir an der Reihe. Alles lief reibungslos ab! Nach dem Abendessen und einer weiteren, sehr guten Präsentation über Shakespeare sind wir mit Sack- und Pack zum Lake Tahoe gefahren. Den nächsten Tag haben wir damit verbracht die Gegend am Lake Tahoe zu erkunden und haben letztendlich eine schöne Route zum Wandern gefunden. Zurück im Hotel angekommen dachten wir Beide es wäre an der Zeit für ein wenig Entspannung und somit ließen wir den Abend im Spa-Bereich unseres Hotels ausklingen. Am Montag Morgen war ich nach einer 5-stündigen Autofahrt endlich wieder in meinem geliebten Zuhause.

Das Wochenende darauf habe ich es etwas ruhiger angehen lassen und bin mit Erica zum Wandern ins Naturschutzgebiet Monte Bello gefahren. Anlässlich unseres 6-monatigem Zusammenseins haben wir den 25. und 26. April in Monterey am Strand verbracht und es uns gutgehen lassen.

Mein Praktikum neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Ganze 4 1/2 Monate arbeite ich nun schon bei Lohmann und bin vertraut mit allen Namen und Gesichtern. Am 30. Juni ist mein letzter Arbeitstag, danach brechen meine letzten 4 Wochen in den USA an. Für die Teilnahme am Programm musste ich einen Vertrag unterschreiben, der besagt, dass ich nach Abschluss des Stipendiums eine 2-Jährige Arbeitssperre in den USA habe. Gäbe es diese Vereinbarung nicht, würde ich hier bleiben und meinen Traum weiter leben. Um die Abreise etwas leichter zu machen haben Erica und ich bereits Pläne für die Zukunft geschmiedet. Zum Glück ist bis dahin noch etwas Zeit und ich werde die letzten Monate nicht in Trauer verbringen, sondern sie in vollen Zügen genießen.

Ich habe eine neue Kolumne eröffnet in der ich alle Vergleiche, die mir aufgefallen sind und noch auffallen werden, liste.

Zeit zum Genießen

Nachdem die Aufregung über den Umzug und dem damit verbundenen Stress verflogen ist, war nun endlich Zeit um die Bay-Area richtig zu genießen. Das Wetter ist nach wie vor herrlich, die Sonne scheint jeden Tag und bringt Temperaturen von 20-30 Grad. Das habe ich mir natürlich zum Vorwand genommen um neue Klamotten zu kaufen, was meinem Gepäckproblem auf dem Rückflug nicht gerade zu Gute kommt.

Vor kurzem hat mir Alex einen Besuch abgestattet und den mehr- oder minder weiten Weg aus Modesto auf sich genommen. Wir Beide sind vor Längerem der Gruppe “Germans in SF & Bay Area” beigetreten und wurden dort zu einer Grillparty in den Los Altos Hills eingeladen. Mit Grillspießen und Salat gewappnet machten wir uns zusammen auf den Weg. Dort angekommen fanden wir ein kleine Gruppe von ca. 15 Deutschen und Nichtdeutschen jeder Altersklasse vor. Später am Nachmittag kamen noch circa 15 dazu, sodass wir eine nette Truppe von 30 Leuten waren. Wir haben jede Menge interessante Bekannschaften gemacht und waren Abends um einge Erfahrungen bezüglich Visa und Greencard reicher. Anschließend sind wir zum Google Campus gefahren und haben dort eine kleine Runde mit den Google Fahrrädern über das Gelände gedreht. Die Mitarbeiter dort bekommen einiges an ihrem Arbeitsplatz geboten: Cafes, Restaurants, Sonnenstuehle, ein Frisör, Schlafräume, ein Volleyballfeld , Waschsalons, Ärzte, Fitnesskurse, ein Schwimmbad und noch viele weitere Annehmlichkeiten. Und das alles for free!

Seit heute bin ich in Reno bei einer Konferenz an der University of Nevada um dort mit Alex und einer anderen Teilnehmerin eine Präsentation über unser Programm und unsere bisherigen Erfahrungen zu halten. Auf dem Rückweg halten wir am Lake Tahoe und bleiben dort bis Montag Nachmittag, danach geht es nach Hause. Für mich nach Mountain View, für Alex nach Modesto.

Die Fotos und Videos von den letzten drei Monaten habe ich in einem Video zusammengefasst. Da ich länger nichts von mir hören lassen habe war das die einfachste Alternative.

 

Wanted

“Du hast schwach angefangen und stark nachgelassen!” war der Kommentar meiner Freundin Jojo bezüglich der unregelmäßigen Blog-Einträge. Um alle auf den Neusten Stand der Dinge zu bringen habe ich mir nun endlich mal die Zeit genommen und meine Fotos und Videos sortiert.

Hier eine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen:

Ich bin aufgrund einiger Schwierigkeiten mit meinem Gastvater in San Jose aus- und bei meiner Freundin in Mountain View eingezogen. Hier lebe ich nun mit ihrer Mama Carla und Sydney dem Hund in einem netten Einfamilienhaus. Durch Zufall bin ich durch eine Internet Anzeige zu einem kleinen Nebenjob gekommen, der mir viel Abwechslung und neue Kontakte ermöglicht. Ich arbeite pro Woche 3 Nachmittage bei einer alleinerziehenden Mutter die durch ihren Beruf in der IT-Branche viel herumkommt und jede Menge Hilfe gebrauchen kann. Neben Familienfeiern, Geburtstagspartys und BBQs verbringe ich auch gerne mal einen Tag am Strand oder gehe wandern in den zahlreichen Naturparks in der Bay-Area. Im Februar sind Erica und ich todesmutig aus einem Flugzeug gesprungen und haben es (glücklicherweise) überlebt.

Tapetenwechsel

Der Flug von San Francisco nach Las Vegas war ein Katzensprung und ehe wir in den Flieger eingestiegen waren, stiegen wir schon wieder aus. Fälschlicherweise dachte ich in Las Vegas wäre es warm weil es in der Wüste liegt, als wir aber den Flughafen verließen wurde mir bewusst, dass ich mit meiner Vermutung falsch lag. Die Luft war eiskalt! Wir wurden von einem anderen PPP´ler abgeholt und zu unserer Villa gefahren. Dort angekommen begrüßten wir bekannte Gesichter und fingen auch schon bald an uns in Schale zu werfen und die ersten spritzigen Getränke zu trinken. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden wir von unserem Partybus Chauffeur abgeholt der uns 2 Stunden lang durch Las Vegas kutschierte. Wir wurden am Plaza Hotel abgesetzt und sind von dort zu Fuß weitergezogen. Kurz vor Mitternacht haben wir uns alle am Central Strip versammelt und ausgelassen in das neue Jahr gefeiert. Durchgefroren und etwas beschwipst wollten Alex, Erica und ich morgens mit dem Taxi in unsere Villa fahren aber als der Polizist uns erzählte dass die Wartezeit 2-3 Stunden beträgt habe ich mir, gerissen wie ich bin, etwas Besseres einfallen lassen. Wer mich kennt weiß, dass meine Ideen in solchen Situationen unbegrenzt sind. Ich sage nur soviel: wir haben nach 10 Minuten im warmen Taxi gesessen. Am nächsten Morgen ging es nach einem nahrhaften Frühstück mit jeder Menge Pizza zurück zum Flughafen und in den Flieger nach Hause.

Mein Praktikum hat nur wenige Tage später angefangen und ist Anfangs etwas schleppend verlaufen. Inzwischen wurde mir mehr Verantwortung gegeben und ich habe mich in den Arbeitsalltag eingefunden. Amerika wäre nicht Amerika wenn es in der Firma nicht ständig haufenweise zu Essen gäbe. Mittwochs ist Bagel-Tag, da gibt es warme Bagel mit jeder Menge Aufstrich zum Frühstück, Donnerstags ist Donut-Tag, mit einer großen Auswahl an verschiedensten frittierten und nicht-frittierten Teigwaren. Jeden letzten Freitag im Monat gibt es ein großes Lunch wo für die ganze Firma Essen gekauft wird. Zu jedem Geburtstag gibt es Eiscreme Kuchen und Süßigkeiten und die Kollegen laden mich auch ganz gerne zum Essen ein. Um eine übermäßige Gewichtszunahme zu vermeiden gehe ich jeden Tag ins Fittnesstudio und strampel mir die frittierten Donuts ab. Auch mit meinem Gastvater läuft es nach- wie vor super! Er genießt es meine Freundin und mich um sich herum zu haben und seine Geschichten zu erzählen.

Praktikum

Es gibt Abende in denen ich im Bett liege und einfach nur glücklich bin. Glücklich darüber hier zu sein, glücklich darüber großartige neue Menschen kennen zu lernen, glücklich darüber diese einmalige Erfahrung zu machen…und dann werde ich meistens traurig weil ich weiß, dass es schon bald zu Ende ist. Ich habe mich unsterblich in Californien verliebt, nicht nur in den Staat, sondern auch in einen ganz besonderen Menschen.

Liebe

Neues Spiel, neues Glück

Die letzten zwei Wochen vergingen rasend schnell! Ich habe die letzten Finals überstanden, alle Kurse am College mit einem A abgeschlossen und zudem viel Lob von meinen Professoren bekommen. Auch auf der Ranch hatte ich traurigerweise meinen letzten Tag und habe mein Volunteering mit mehr als 100 Stunden abgeschlossen. Das war Anlass genug, um nach meinem letzten Schultag nach San José zu fahren und das Wochenende ausgelassen zu feiern. Am Montag hieß es dann: Klamotten auspacken, Wäsche waschen, Klamotten wieder einpacken und genug Essen für die nächste Reise kaufen.

Ich hatte einen fantastischen Roadtrip mit Alex, bei dem ich in kurzer Zeit unglaublich viel gesehen habe. Wir starteten am Dienstagsmorgen um 7 Uhr mit kleinem Gepäck aber viel Proviant in Modesto. Unsere Route führte uns auf dem Highway 1, entlang an der wunderschönen Küste Kaliforniens. Wir legten hin- und wieder eine kurze Rast ein um unsere Glieder zu strecken und die spektakuläre Landschaft zu genießen. Nach gut 13 Stunden Autofahrt und einigen missglückten Versuchen dem richtigen Weg zu folgen, kamen wir Abends erschöpft in unserem Hotel in Long Beach an. Soblad ich im Bett lag dauerte es keine Minute bis ich in einen tiefen Schlaf gefallen bin. Am Mittwochmorgen ging es mit neuer Energie und gutem Wetter nach Hollywood. Wir besichtigten das Hollywood Sign, die Universal Studios und zu guter Letzt den Walk of Fame. Mit schmerzenden Füßen und müden Beinen ging es Abends sofort ins Bett, denn der nächste Tag sollte eine noch größere Herausforderung werden: 16 Stunden Disneyland Marathon! Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind und konnte es kaum erwarten pünktlich zum Einlass um 8 Uhr vor den Toren von Disneyland zu stehen. Wir stürmten von Attraktion zu Attraktion und kreutzten diese auf unserer Karte ab, um nicht den Überblick zu verlieren. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Beleuchtung angeschaltet und ganz Disneyland erstrahlte in weihnachtlichem Glanz. Um 9 Uhr Abends war es dann endlich soweit, das alltägliche Feuerwerk über den Dächern vom Schloss lockte mehrere tausend Zuschauer in den Park. Es war atemberaubend! Wir kürzten unseren Marathon um 1 1/2 Stunden und verließen den Park durchgefroren und erschöpft um 22:30 Uhr. Am Freitagmorgen schliefen wir aus und schlossen unsere Tour mit einem ausgiebigen Frühstück am Long Beach ab.  Danach ging es auf direktem Weg zurück nach Modesto.

Nach einigen Tagen Entspannung stand bereits Weihnachten vor der Tür. Unglücklicherweise sind meine Gasteltern keine großen Freunde von Weihnachten und haben weder einen Baum noch weihnachtliche Dekoration in ihrem Haus. Somit beschloss ich mir einen eigenen Baum zu kaufen und ihn in mein winzig kleines Zimmer zu quetschen. Ich nannte ihn Little-Lotti! Heiligabend verbrachte ich die meiste Zeit des Tages frustriert in meinem Bett bis ich Abends genug davon hatte und der Einladung von Alex Freund nachgekommen bin. Ich hatte einen schönen restlichen Abend mit Alex, Abraham und seiner mexikanischen Familie. Am 25. Dezember startete der Tag ähnlich, ich ging joggen und ins Kino um mir die Zeit zu vertreiben und fing an meine Koffer für den Umzug zu packen. Abends hatten wir Gäste zu Besuch und feierten letztendlich doch noch ein wenig Weihnachten. Ich hatte mir die Feiertage anders vorgestellt aber wie meine Organisation Cultural Vistas immer so schön sagt: It’s not good, it’s not bad, it’s just different! Jedes Erlebnis ist eine Erfahrung.

Seit Samstag lebe ich ich bei Richard, meinem neuen Gastvater in San José. Wir Beiden sind ein tolles Team! Abends sitzen wir gerne nach dem Abendessen noch länger zusammen und erzählen uns Geschichten. Ich habe mir mein Zimmer schön eingerichtet und fühle mich nach wenigen Tagen schon wie zu Hause. Morgen geht es von San Francisco mit dem Flugzeug nach Las Vegas.

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2015!

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